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Greifswald Wer wird neuer Oberbürgermeister?
Vorpommern Greifswald Wer wird neuer Oberbürgermeister?
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00:00 18.04.2013
Rainer Steffens (CDU), Anwalt
Greifswald

Kandidatensuche für die Wahl des neuen Greifswalder Oberbürgermeisters: Schon jetzt bringen einige Parteien ihre Kandidaten in Stellung für den Posten, der im Juli 2015 frei wird. Dann läuft die Amtszeit von Arthur König (CDU) ab. Er tritt nicht wieder an, weil er im selben Jahr 65 wird, damit zu alt ist. An der CDU-Basis werden zwei Personen als mögliche Kandidaten gehandelt. Besonders häufig fällt der Name Jörg Hochheim (48). Er ist seit 2011 erster Stellvertreter des OB und Bausenator. „Ich stehe zur Verfügung, wenn meine Partei mich aufstellen möchte“, sagt Hochheim.

Interesse am OB-Stuhl soll auch Rainer Steffens (49) haben. Der Rechtsanwalt sitzt für die CDU in der Bürgerschaft, war zwei Jahre lang Geschäftsführer des Theaters Vorpommern. Offiziell bestätigen will er mögliche Ambitionen nicht. „Darüber habe ich noch nie nachgedacht“, sagt er auf OZ-Nachfrage. Egbert Liskow (56), Chef des CDU-Kreisverbandes Vorpommern-Greifswald, jedoch bestätigt, dass Steffens möglicherweise für die Christdemokraten ins Rennen geht. „Es ist immer besser, zwei gute Kandidaten zu haben als keinen“, sagt Liskow, der Präsident der Bürgerschaft ist und im Landtag sitzt. Damit stellt er auch gleich klar, dass er selbst für das Amt nicht zur Verfügung steht. „Ich habe keinerlei Ambitionen“, sagt Liskow. Die Aufgabe sei zwar reizvoll, er sehe sich jedoch auch künftig als Abgeordneter der Landtages, der sich von dort aus für die Belange Greifswalds stark mache. Liskow lässt durchblicken, dass er persönlich im jetzigen ersten Stellvertreter des OBs eine gute Wahl sieht.

Die Debatte über mögliche Kandidaten hält Hochheim für verfrüht. „Im Mai 2014 stehen zunächst die Wahlen für die neue Bürgerschaft an. Erst danach entscheidet die Mitgliederversammlung über den CDU-Kandidaten. Bis dahin kann noch so viel passieren“, sagt Hochheim, spielt damit auf Ulf Dembski (SPD) an, der zweiter Stellvertreter des Bürgermeisters ist und ein geeigneter Oberbürgermeisterkandidat seiner Partei. Doch das Eis um den Sozialsenator ist derzeit dünn. Wegen der dramatischen Schieflage bei der Finanzierung der kommunalen Kindertagesstätten steht er in der Kritik. Trotzdem, bei den Sozialdemokraten scheint kein anderer geeigneter Kandidat in Sicht, außer Christian Pegel, derzeit Chef der Staatskanzlei in Schwerin, würde sich für den Posten zur Verfügung stellen, um wieder dichter bei der Familie in Greifswald zu sein. Vor einem Jahr wurde er von Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) nach Schwerin geholt, dort will er bis Ende der Wahlperiode 2016 bleiben.

Bei der Oberbürgermeisterwahl 2008 erzielte Birgit Socher (Linke) das zweitbeste Wahlergebnis nach König. Socher ist mit ihren 60 Jahren jedoch zu alt, um noch als Oberbürgermeisterin zu kandidieren.

Damit sieht es an der Basis der Linken mau aus. „Wir haben ein Nachwuchsproblem“, sagt ein Insider. Ulrich Rose (54), der 2008 für die Grünen an den Start ging, schließt eine Kandidatur aus. „Das war eine einmalige Sache. Mittlerweile habe ich meine politische Arbeit auf den Kreis verlagert“, sagt Rose. Laut Stefan Fassbinder (Grüne) werde noch gar nicht über Kandidaten diskutiert. Ob er selbst Interesse am Posten hat, wollte er nicht verraten. Immerhin trat er 2011 als Landratskandidat für Vorpommern-Greifswald an. Eine gute Figur als Kandidatin würde auf jeden Fall Ulrike Berger (33) abgeben, die seit 2010 in der Bürgerschaft und seit 2011 im Landtag sitzt.

Offensiver ist da Sebastian Ratjen (40), der von einzelnen Vertretern seiner Partei schon 2010 als möglicher Oberbürgermeisterkandidat ins Spiel gebracht wurde. „Das ehrt mich ungemein“, sagt der Liberale. Dass er tatsächlich von seiner Partei aufgestellt wird, gilt als unwahrscheinlich. Für Ratjen steht jedoch fest: „Wenn ich kandidieren sollte, dann will ich es auch wirklich werden.“

Einfach nur ein Zählkandidat zu sein, damit die FDP überhaupt jemanden aufstellen kann, das komme für ihn nicht in Frage. Ratjen betont, dass er gesundheitlich wieder fit sei und sich dem Posten gewachsen fühle. 2007 war der ehemalige Landtagsabgeordnete schwer erkrankt.

Greifswalds Oberbürgermeister
Der Oberbürgermeister ist der Chef der Verwaltung mit insgesamt 847 Mitarbeitern. Er wird alle sieben Jahre direkt von den Greifswaldern gewählt.


Bei der letzten Wahl im April 2008 traten fünf Kandidaten an. Arthur König (CDU) erhielt 59,8 Prozent der abgegebenen Stimmen. Birgit Socher (Die Linke) kam auf 18,5 Prozent, Ulrich Rose (Grüne) 11 Prozent, Rainer Mutke (SPD) 5,7 Prozent und Olaf Tammert (Einzelbewerber) 4,9 Prozent.


2001 trat Arthur König (CDU) erstmals als OB-Kandidat an und schaffte den Sprung ins Amt. Sein Vorgänger war von 1993 bis 2001 Joachim von der Wense (CDU). Von 1990 bis 1992 war Reinhard Glöckner Greifswalder Oberbürgermeister. Er wurde ebenfalls von der CDU aufgestellt.

Katharina Degrassi

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