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Greifswald Wie viele Biber verträgt der Prägelbach?
Vorpommern Greifswald Wie viele Biber verträgt der Prägelbach?
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16:24 26.08.2017
Forstamtsleiter Torsten Hackert erwartet Aussagen zur möglichen Anzahl der Biber im Prägelbach und zur Regulierung der Einstauhöhe. Quelle: Meerkatz, Cornelia
Jägerhof/Greifswald

Verträgt der durch das Forstrevier Jägerhof sich schlängelnde Prägelbach den Biber? Und wenn ja, wie viele? Diese Frage soll jetzt mit Hilfe eines Managementplanes geklärt werden, der durch das Stralsunder Planungsbüro Umweltplan GmbH erarbeitet wird. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat beim Landwirtschaftsministerium MV den entsprechenden Antrag für diesen Plan gestellt. Der Biber - eine nach wie vor streng geschützte Art - „breitet sich rapide aus und verursacht viele Schäden in der Landwirtschaft und Forst, aber auch an Straßen und Brücken. Dem können und wollen wir nicht mehr tatenlos zusehen, weil gleichzeitig viele andere wertvolle Pflanzen und Tiere in diesem FFH-Gebiet verloren gehen“, betont Vizelandrat Jörg Hasselmann (CDU), dem die Untere Naturschutzbehörde untersteht. 

Nach seinen Worten muss es gelingen, Lösungen für alle Beteiligten zu finden. „Es geht zwar nicht, dass Biberburgen mutwillig zerstört werden. Aber die Artenvielfalt im Schutzgebiet muss erhalten bleiben, wir können nicht einem Tier zuliebe andere geschützte Arten im wahrsten Sinne des Wortes den Bach runtergehen lassen“, so Hasselmann. Neunauge und Forelle gebe es im Prägelbach schon nicht mehr. Beim Bibermanagement gehe es daher um Beratung, Prävention und Schadensausgleich, im Extremfall aber auch um den Wegfang von Bibern oder gar die Tötung, heißt es dazu aus dem Ministerium. Für die Managementpläne werden mehrere hunderttausend Euro zur Verfügung gestellt. In dieser Woche fand eine erste Beratung vor Ort statt. Teilnehmer waren neben den Experten des Planungsbüros Vertreter des Forstamtes Jägerhof, des Wasser- und Bodenverbandes Ryck-Ziese, der Unteren Wasserbehörde des Landkreises sowie Landwirte, die im Wald Wiesen bzw. angrenzende Flächen bewirtschaften.

Cornelia Meerkatz

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