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Greifswald Wie wichtig ist die Herkunft?
Vorpommern Greifswald Wie wichtig ist die Herkunft?
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00:00 12.01.2015
Greifswald

Im Ruhrgebiet erinnern heute viele Familiennamen an die Polen, die während der Industrialisierung im Kaiserreich dorthin kamen, Arbeit fanden und blieben. Mit polnischen Sprachkenntnissen ist es bei den Nachkommen in aller Regel aber nicht weit her. Offenbar war den Eltern die Vermittlung des Polnischen nicht wichtig.

„Man geht davon aus, dass die Herkunftssprache in der dritten Generation der Einwanderer meist nicht mehr gut beherrscht wird“, sagt Slawistikprofessor Bernhard Brehmer. Er will es — bezogen auf die heutige Situation — genauer wissen. Brehmer ist an einem vom Bundesforschungsministerium finanzierten Projekt beteiligt. Es läuft seit Oktober 2013. Partnerin ist Prof. Grit Mehlhorn von der Uni Leipzig. Da geht es um „Russische und polnische Herkunftssprache als Ressource im Schulunterricht“. Dafür werden Familien in Leipzig, Hamburg und Berlin befragt, die nach der Wende nach Deutschland kamen und schulpflichtige Kinder haben. „Wie gut können diese Polnisch beziehungsweise Russisch, sehen die Familien die Mehrsprachigkeit als Gewinn an“, nennt er Fragen, die beantwortet werden sollen. Auch Lehrer würden interviewt. „Ich bin überrascht, wie wenig die meisten Lehrer über den sprachlichen Hintergrund ihrer Schüler wissen“, sagt Brehmer. Es gebe oft Ressentiments, die Ressource der Mehrsprachigkeit werde nur selten für den Unterricht genutzt. Russisch und Polnisch hätten nicht das Ansehen wie Englisch oder Französisch, meint er. eob



OZ

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