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Winterdienst trotzt dem Schneechaos

Greifswald Winterdienst trotzt dem Schneechaos

Mehrere Kreisstraßen waren wegen bis zwei Meter hoher Verwehungen nicht passierbar.

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R�umfahrzeuge waren gestern auch unentwegt auf der L 26 zwischen Kemnitz und Pritzier im Einsatz. Der Wind sorgte st�ndig f�r neue Verwehungen.

Greifswald. Bis zu zwei Meter hohe Verwehungen machten gestern Morgen die Straße zwischen Katzow und Netzeband ebenso unpassierbar wie die Straße zwischen Loissin und Ludwigsburg. Auch auf der B 105 zwischen Greifswald und dem Abzweig zum Riems bot sich dem Winterdienst ein ähnliches Bild. Kaum, dass die Straße geräumt war, sorgte der nicht nachlassende kräftige Wind dafür, dass sich sofort wieder neue Schneewehen bildeten. „Wir haben deshalb auf dieser vielbefahrenen Bundesstraße, ebenso wie auf der B 109 bei Moeckowberg, eine Schneefräse im Einsatz gehabt“, sagt Hartmut Remter, Leiter der Straßenmeisterei Helmshagen. Am Sonntag waren 20 Zentimeter Neuschnee gefallen, gestern kamen weitere zwölf Zentimeter dazu.

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Über zwei Meter hoch waren die Schneeverwehungen auf der L 262 in Groß Ernsthof an der Gaststätte „Zum Himmel“.

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Verwehungen gab es auch auf der Landesstraße 262 zwischen Groß Ernsthof und Kröslin und der Verbindungsstrecke nach Hollendorf. Schon am Sonntagabend war dort kein Durchkommen mehr. „Wir sind froh, dass wir auf diesen unpassierbaren Strecken Unterstützung durch die Feldfrucht GmbH aus Groß Ernsthof bekommen haben“, lobt Remter.

Auch die Kreisstraße 2 zwischen Neuenkirchen und Leist war so zugeweht, dass der Schulbus steckenblieb. Für die Eltern der betroffenen Kinder ist der jetzige Räumdienst ein großes Ärgernis, wie Waldemar Okon aus Groß Karrendorf versichert. „Der Kreis hat die Aufgabe an die Straßenmeisterei Helmshagen abgegeben. Verständlich, dass die Mitarbeiter dort erst die Bundes- und Landesstraßen räumen müssen. Aber dadurch werden Kreisstraßen wie unsere erst zuletzt vom Schnee befreit und die Kinder kommen zu spät oder gar nicht zur Schule“, sagt er.

Remter kennt zwar solche Befindlichkeiten, macht aber darauf aufmerksam, dass seine 17 Mitarbeiter nicht überall zur gleichen Zeit sein können. Seit Sonntagmorgen 3 Uhr seien sie im Dauereinsatz.

„Wir fahren rund um die Uhr im 12-Stunden-Rhythmus mit sämtlicher verfügbarer Technik“, so der Leiter. Dazu gehören sieben kombinierte Räum- und Streufahrzeuge sowie drei extra Räumautos, Radlader, eine Schneeschleuder und eine Schneefräse. Für die Männer der Straßenmeisterei bedeute ebenso wie für die Mitarbeiter von mehreren Fremdfirmen, bis zur Erschöpfung dem neuerlichen Wintereinbruch Paroli zu bieten.

Einen ähnlichen Kraftakt leisten die Mitarbeiter des Bauhofes der Hansestadt. Wie dessen Leiter Uwe Adam mitteilte, räumen seit Sonntagmorgen 3.30 Uhr insgesamt 28 Männer abwechselnd in zwei Schichten die Straßen sowie Geh- und Radwege. „Bis Montagfrüh wurde der Tourenplan zweimal abgefahren, bis gestern Mittag weitere zweimal.“ Auch in der Stadt gibt es zahlreiche Verwehungen. Besonders betroffen sind die Wolgaster Straße Höhe Ostseeviertel, die Loitzer Straße, die Ladebower Chaussee und die Stralsunder Straße in Richtung Neuenkirchen. Diese Straßen werden im Abstand von drei Stunden geräumt, damit sie befahrbar bleiben. Wegen der frostigen Temperaturen um die - 4 Grad erfolgt zudem die Abstumpfung gefährlicher Stellen mit Salz. Seit Sonntag früh wurden insgesamt 68 Tonnen Salz verbraucht. Noch hat Greifswald genügend in Reserve: im Silo lagern derzeit rund 170 Tonnen, hinzu kommen noch einmal 300 Tonnen in Bigbags. Sicherheitshalber wurden gestern noch einmal 75 Tonnen Salz nachgeordert.

Auf Geh- und Radwegen und an Kreuzungen werden bereits mit Radladern der Firmen Milbratz und ASA Bau die Schneemassen weggeräumt. Acht zusätzliche Arbeitskräfte befreien hauptsächlich Bushaltestellen und Übergänge an Kreuzungen vom Schnee.

Cornelia Meerkatz

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