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Bansin: Hafen an der Außenküste geplant

Bansin Bansin: Hafen an der Außenküste geplant

40 Gastliegeplätze könnten an der Seebrücke entstehen / Als Vorbild dienen Pläne in Prerow

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135 Meter vor der Seebrücke in Prerow soll der Ersatz für den Nothafen Darßer Ort entstehen. Die Bansiner wollen sich an diese Pläne anlehnen. Animation: Produktionsbüro Tinus

Bansin. Bekommt Usedom einen Hafen an der Außenküste? In Bansin am Brückenkopf der Seebrücke soll das ehrgeizige Projekt umgesetzt werden. Bislang gibt es dazu aber nur eine Beschlussempfehlung der Gemeindevertretung — die Verwaltung und der Eigenbetrieb der Kaiserbäder sollen prüfen, ob so ein Hafen möglich ist.

Als Vorbild dient der geplante Hafen an der Prerower Seebrücke, der rund zwölf Millionen Euro kosten soll. Vorgesehen ist dort, den Steg um 135 Meter zu verlängern, damit eine Wassertiefe von fünf Metern gewährleistet ist.

Im Bansiner Hafen sollten es nicht weniger als 40 Gastliegeplätze werden. Auch darüber wird in den Fachausschüssen der Gemeindevertretung nun diskutiert — auf Antrag von Matthias Mantei (CDU) wurde der Beschluss in die Gremien verwiesen. Kurdirektor Thomas Heilmann begrüßt das Ansinnen, ist aber skeptisch, ob sich das Projekt in Bansin auch umsetzen lässt. „Grundsätzlich wäre so ein Hafen als maritimer Baustein wünschenswert. Ich sehe in Bansin aber derzeit keine Flächen, um dort die Infrastruktur zu entwickeln. Einhergehen müsste mit so einem Projekt auch die Ansiedlung von Geschäften für den maritimen Tourismus.“ Und Heringsdorf oder Ahlbeck? „Das liegt dann doch zu nah an Swinemünde, wo sich ja eine Marina befindet“, so Heilmann.

Ein Etappenhafen in Bansin — für Gemeindevertreter Jörg Erdmann (AfD) ist das auch eine Empfehlung der Landesregierung im Standortkonzept für Sportboothäfen an der Ostseeküste. „Weil es diese Forderung schon lange gibt, haben wir das Thema auf die Tagesordnung geholt“, so der Heringsdorfer, der mit den Gemeindevertretern Ringo Paukewadt (CDU) und Sven Brümmel (Inka) die Vorlage eingebracht hatte. Und daran erinnert, dass es bereits eine Machbarkeitsstudie zu Hafenprojekten von der Mediamare Consulting GmbH gibt. „Damals wurde festgestellt, dass Häfen direkt am Strand erhebliche Auswirkungen auf die Küstendynamik haben. Die Studie hatte deshalb einen Hafen auf dem Meer empfohlen, der über die Seebrücke erschlossen werden kann“, so Erdmann.

Von einer „Aufwertung der Bansiner Seebrücke“ spricht Bürgermeister Lars Petersen (CDU). „Klar ist es schön, wenn dort Segelboote liegen. Wir sind aber eine finanzschwache Gemeinde, die bereits ein Haushaltssicherungskonzept braucht. Mit dem Haus der Erholung in Ahlbeck, dem Umbau der Heringsdorfer Bibliothek und dem Fischerei-Erlebniszentrum haben wir schon wichtige touristische Projekte auf der Agenda.“

Für den Bansiner Wolfram Wirth ist es endlich an der Zeit, „dass in den Kaiserbädern ein Grundsatzbeschluss gefasst wird. Irgendwann sind wir die letzte Insel an der Ostsee ohne einen Außenhafen.“

Hafenträume in den Kaiserbädern

2004 — in jenem Jahr scheiterte die geplante Marina in Ahlbeck mit einem Bürgerentscheid. 1893 Einwohner gaben damals ihre Stimme ab; 1561 waren dagegen. 2006 lehnte der Heringsdorfer Rat die Beantragung eines Raumordnungsverfahrens für die Schloonsee-Marina ab.

2011 wurde über ein Marina-Großprojekt in den Kaiserbädern diskutiert. Für einen möglichen Yachthafen an der Heringsdorfer Seebrücke sollte der Steg um 500 Meter erweitert werden. Am Endpunkt war ein künstliches, rund 15 000 Quadratmeter großes Hafenbecken geplant. Geschätzte Investition: 70 Millionen Euro.

Von Henrik Nitzsche

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