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Baumwipfelpfad soll nächste Hürde nehmen

Heringsdorf Baumwipfelpfad soll nächste Hürde nehmen

Heringsdorfer Millionen-Projekt wird auf Machbarkeit geprüft / Flächennutzungsplan: Abgeordneter kritisiert Versiegelung von Grünflächen

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Der 40 Meter hohe Aussichtsturm ist das Herzstück des Baumwipfelpfades bei Prora. Das gleiche Projekt ist in Heringsdorf geplant. FOTO: JENS BÜTTNER

Heringsdorf. Mitte Dezember könnte ein neues touristisches Projekt in der Gemeinde Heringsdorf richtig Fahrt aufnehmen oder vor dem Aus stehen. Die Raumordnungsbehörde in Greifswald hat für den 13. Dezember alle wichtigen Behörden eingeladen, um die Machbarkeit des geplanten Baumwipfelpfades im Kaiserbad zu prüfen. Die Erlebnis Akademie AG aus Bad Kötzting (Oberbayern) will am Heringsdorfer Bahnhof hinter dem Bauhofgelände einen barrierefreien Baumwipfelpfad errichten, der bis zu maximal 20 Meter hoch und 1200 Meter lang sein wird. Der Pfad verläuft an einem 35 bis 40 Meter hohen Turm.

OZ-Bild

Heringsdorfer Millionen-Projekt wird auf Machbarkeit geprüft / Flächennutzungsplan: Abgeordneter kritisiert Versiegelung von Grünflächen

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Die Gesellschaft hat bereits fünf dieser Projekte umgesetzt – einen Pfad gibt es beispielsweise in Prora. Zur Errichtung der notwendigen Funktionsgebäude sollen die Fläche und Teile des alten Bauhofes genutzt werden. Geplant ist der Umbau der ehemaligen Strandkorbhalle – hier sollen das Servicegebäude mit Kasse, Verwaltung, Imbiss, Shop, Ausstellungsbereich sowie sanitäre Anlagen Einzug halten. Im Außenbereich sollen eine Werkstatt, ein Naturlabor sowie ein Einstiegsturm mit Aufzug errichtet werden, der die Besucher auf die Höhe des eigentlichen Pfad-Einstieges auf den Höhenrücken hinter dem Bahnhof bringt.

Damit die 4,5 bis sechs Millionen Euro Investition – damit rechnet Bernd Bayerköhler, Sprecher des Vorstandes der Erlebnis Akademie AG – auch Wirklichkeit wird, muss der Flächennutzungsplan (F-Plan) der Gemeinde Heringsdorf geändert werden. Für die Einleitung des Verfahrens stimmte in der jüngsten Gemeinderatssitzung eine große Mehrheit der Abgeordneten. Im Zuge der F-Plan-Änderung sollen beispielsweise auch die einst geplante Sommerrodelbahn neben der Bansiner Tankstelle oder der Parkplatz an der Feuerwehr sowie Parkflächen am Schloonsee, die aufgrund des bergbaulichen Beschränkungsgebietes nicht möglich sind, rausfallen. Das betrifft auch Wohnbauflächen am Spargelberg, die aufgrund der Trinkwasserschutzzone II reduziert werden müssen.

Weil im Zuge der Änderung des F-Planes und des Landschaftsplanes viele Anträge enthalten sind, die Wohnbauflächen ausweisen und dafür weitere Grünflächen (Landschaftsschutzgebiet) versiegelt werden, platzte dem Abgeordneten Joachim Schultz (BI) der Kragen. „Ich finde es verantwortungslos, was hier passiert. Da werden einfach mal so Flächen aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen, um daraus Baugebiete zu machen.“ Schultz nahm als Beispiel einen Antrag in Gothen. Eine 800 bis 900 Quadratmeter große Grünfläche, die sich im Landschaftsschutzgebiet und teilweise in der Trinkwasserschutzzone II befindet, soll für eine Wohnbebauung umgewandelt werden. Der Antrag ging durch, Schultz legte nach: „Irgendwann ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Wenn wir Flächen brauchen, nehmen wir uns die einfach. Das ist ein Teufelskreis. Die Forst steht immer als Buhmann da, wenn sie was verhindert. Auch wir sollten mal Verantwortung übernehmen“, appellierte Schultz in die Runde.

Bürgermeister Lars Petersen (CDU) verteidigte den Antrag aus Gothen: „Hier soll Wohnraum für die Familie geschaffen werden. Die Anträge kommen, die politischen Gremien entscheiden.“ Für das Ansinnen sprach sich Gemeindevertreterin Petra Arnhold aus. „Die Region lebt vom Tourismus. Wir müssen auch leben. Da finde ich es in Ordnung, wenn wir etwas für unsere Leute machen.“

Der F-Plan

Der Flächennutzungsplan ist ein Planungsinstrument der Verwaltung im System der Raumordnung, mit dem die städtebauliche Entwicklung der Gemeinden gesteuert werden soll. Es handelt sich um eine grafische Plandarstellung des Gemeindegebietes, in dem die bestehenden und für die Zukunft erwünschten

Flächennutzungen dargestellt sind. So werden zum Beispiel Flächen

von Wohngebieten, Gewerbegebieten und Ackerflächen dargestellt.

Henrik Nitzsche

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