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Bürgermeister Petersen soll Gasförderung verhindern

Heringsdorf Bürgermeister Petersen soll Gasförderung verhindern

Heringsdorfer Gemeindevertreter stimmen für den Antrag von Matthias Mantei (CDU): Verwaltung möge alle Möglichkeiten ausschöpfen, dass „Engie“ kein Gas fördern darf

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So soll die Station für die Erdgasförderung in den Kaiserbädern im Bansiner Wald aussehen. Computeranimation: Engie

Heringsdorf. Nun ist es amtlich. Zumindest haben die Heringsdorfer Gemeindevertreter am Donnerstagabend ihren Wunsch geäußert, dass sich Bürgermeister Lars Petersen (CDU) gegen die geplante Erdgasförderung in den Kaiserbädern stellen soll. Mit neun Ja-, sechs Neinstimmen und drei Enthaltungen wurde der von Matthias Mantei eingebrachte Vorschlag angenommen. „Wir sollten über persönliche Weltanschauungen hinwegsehen und vom Massentourismus wieder zur Klasse kommen. Der Tourismus und diese Chemie passen einfach nicht zusammen“, erklärte der Christdemokrat in seiner Antragsbegründung. „Es geht um die Gesundheit und die Zukunft der Gemeinde.“

Mantei verglich den Bau einer Erdgasförderanlage mit den Atomreaktoren in Japan. „Ein Störfall könnte in der Region alles verändern. Die Kaiserbäder wären in allen Medien präsent, und dies hätte nachhaltige Auswirkungen auf den Tourismus. Urlauber könnten Urlaube stornieren“, erklärt er. Umweltausschussvorsitzender Harald Heinz (InKa) bekräftigte, dass jetzt objektive Fachkräfte an die Arbeit müssten, die die Angelegenheit kompetent beurteilen können. „Wir müssen den Tatsachen ins Auge sehen. Ich warne dringlichst vor irgendwelchen Schnellschüssen“, erklärte Heinz.

Gemeindevertreter Helmut Friedrich (UWG) betonte, dass man durch solch eine Anlage keine Menschen verprellen dürfe. „Wir brauchen mehr Rechtssicherheit“, erklärte er. Bürgermeister Petersen stellte in der Gemeindevertretung ausdrücklich klar, er habe nie behauptet, dass er eine Förderung in den Kaiserbädern möchte. „Nun steht allerdings die einjährige Umweltprüfung an. Es wird gerade geprüft, was gehen könnte“, so Petersen. Gemeindevertreter Frank Lettner (BI) erinnerte an die vor vielen Jahren schon einmal geplante Erdgasförderung: „Damals haben wir uns alle dagegen gewehrt. Denn Einigkeit macht stark. Das sollte auch dieses Mal klappen, wenn alle tatsächlich zusammenhalten. Bei dem Gas handelt es sich um hochgiftiges Sauergas. Das ist eine ganz gefährliche Geschichte und verträgt sich nicht mit dem Tourismus.“ Hans-Jürgen Merkle (BI) sagte schließlich, dass das Unternehmen Engie erst alle Zahlen auf den Tisch legen solle: „Wenn ein Unternehmen bis zu vier Millionen Euro Gewerbesteuer einbringt, dann müsste es ja bis zu 28 Millionen Euro Gewinn machen.“

Die Gemeindevertreter stimmten am Donnerstagabend einstimmig dafür, dass ein Ausschuss gegründet werden soll, der sich nur mit der Gasförderung beschäftigt. Personen, die das Gremium besetzen sollen, wurden allerdings noch nicht benannt.

Stiftung: Antrag zum Austritt abgeschmettert

Die Gemeinde Ostseebad Heringsdorf bleibt Mitglied im Freundeskreis der Achterkerke-Stiftung. Das ist das Resultat der Abstimmung im nichtöffentlichen Teil der Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend. Wie die OZ gestern von Vorsteher Joachim Saupe (CDU) erfuhr, stimmten acht Gemeindevertreter für den von Fritz Spalink (SPD) beantragten Austritt der Gemeinde, neun votierten dagegen und es gab eine Stimmenthaltung.

Achterkerke nahm dieses Votum zurückhaltend, aber mit einer gewissen Genugtuung zur Kenntnis, wollte es aber nur insoweit kommentieren, dass seinem Wissen nach viele Bürger und Volksvertreter in Heringsdorf nichts mehr von den gegen ihn ins Feld geführten „Vorwürfen und Unterstellungen“ hören wollen. Er hatte in der Gemeindevertretung kein Rederecht erhalten. Die Gemeinde zahlt nunmehr weiter 1000 Euro jährlich an die Stiftung. Steffen Adler



Hannes Ewert

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