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Capufaktur setzt auf Originalität

Greifswald Capufaktur setzt auf Originalität

Seit 13 Jahren helfen studentische Berater Firmen und Initivativen und lernen so die Praxis kennen

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Die Capufaktur-Führungskräfte von hinten links: Ahmad Chatle (27, BWL) leitet das Ressort Finanzen und Recht, Hannah Böger (20, BWL) kümmert sich ums Personal, Niclas Schöning (21, BWL) ist verantwortlich fürs Qualitätsmanagement. Mia Schmitz (23, BWL, vordere Reihe links) und Marlene Mühlmann (22, Psychologie, vorne rechts) sind Chefinnen in den Ressorts PR und IT IT und Tony Krüger (21, Recht–Wirtschaft–Personal) ist Vorsitzender und fürs Netzwerken und die Kundenakquise zuständig.

Quelle: Foto: Capufaktur

Greifswald. Generationswechsel bei Capufaktur: Die studentische Unternehmensberatung tritt seit Kurzem mit einer neuen Führungsriege auf. „Frischer Wind“, sagt ein selbstbewusster Tony Krüger. Der 21-jährige Student ist bei dem Greifswalder Verein vor allem für die Akquise zuständig. „Im Idealfall kommen die Kunden direkt auf uns zu.“ Unterm Strich laufe es gut, man müsse auch mal hartnäckig bleiben. Krüger ist außerdem der Vorsitzende und einer von insgesamt sechs neuen Köpfen an der Spitze. Sie wollen mit dem Verein „die Brücke zwischen dem Studium und der praktischen Berufswelt bilden“, heißt es.

Wer lässt sich von Studenten beraten?

Aber halt! Will sich denn tatsächlich ein Unternehmen ausgerechnet von Studenten beraten lassen, die möglicherweise kaum mehr als ein Praktikum oder auch zwei an praktischen Erfahrungen in der freien Wirtschaft vorzuweisen haben? Die Antwort: Na klar. Ansonsten würde es den Capufaktur e.V. nicht schon seit 2004 in Greifswald geben. In den vergangenen 13 Jahren haben die Studenten vielzählige Aufträge erfüllt, Projekte entwickelt, Messen organisiert, Marktanalysen erstellt, Strategien entworfen, Pläne umgesetzt, . . .

Als Kunden sind auf der Capufaktur-Internetseite unter anderem Firmen aus dem Bereich Bildung aufgeführt, aber auch lokal bekannte Namen wie Riemser, Neoplas GmbH und das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie. Zu den aktuellen Kundennamen möchte sich Krüger nicht äußern, sagt aber übers Pensum: „Wir leisten 100 Beratertage à acht Stunden im Jahr.“

Originalität dank Unerfahrenheit statt Langeweile durch Routine

Den „Studenten-Aspekt“ sieht der Vorsitzende nicht als Nach-, sondern als Vorteil – Unerfahrenheit könne durchaus zu originelleren Lösungen führen als Routine. Außerdem sei die „Belegschaft“ gut gemischt. Denn bei Capufaktur würden nicht nur Studenten der Betriebswirtschaftslehre (BWL) mitmachen, sondern beispielsweise auch angehende Psychologen und Mediziner. „Da die studentischen Berater unterschiedliche Kompetenzen und Blickwinkel mitbringen, wird zu jedem Projekt ein passendes Team zusammengestellt, welches sich den Aufgaben stellen kann“, meint Krüger, der hier an der Uni Recht, Wirtschaft und Personal studiert.

Neben der Kundengewinnung kümmert sich Krüger auch um Kontakte zu deutschen und europäischen Dachverbänden studentischer Unternehmensberatungen. Eine dieser internationalen Vereinigungen will in Zukunft eine sogenannte Trainerakademie anbieten. Um das zu bewerben und mehr Mitglieder zu gewinnen, haben die Greifswalder den Auftrag, eine Marketingstrategie zu entwickeln, die auf Facebook gespielt werden soll. „Wir kümmern uns ums Design, die Bilder, die Ansprache und darum, was wann gepostet wird, um große Reichweiten zu erreichen“, beschreibt Mia Schmitz die aktuelle Aufgabe. Die BWL-Studentin leitet jetzt zusammen mit Marlene Mühlmann (Psychologie) bei Capufaktur die Ressorts Öffentlichkeitsarbeit und IT.

Was ist mit Insektenzucht?

Wenn es um Facebook geht, wissen die Studenten ganz gut Bescheid, denn das Netzwerk gehört seit Jahren zu ihrem Alltag. Aber was ist mit Insektenzucht? Oder Rezeptwettbewerben? Auch in solche Themenbereiche haben sich die Capufaktur-Mitstreiter schon eingearbeitet und Fragebögen für Kunden, Marktanalysen, Businesspläne und Werbeaktionen erarbeitet.

Bei allem gibt es die Rückendeckung von Kuratoren, also Professoren, Dozenten und ehemaligen Vereinsmitgliedern. „Wir haben hohe Qualitätsstandards“, versichert Krüger. Jeder Schritt werde dokumentiert, jedes Projekt habe seinen Manager, für alles gebe es einen Zeitplan. Wenn dieser erstellt wird, werde auch der normale studentische Alltag – Stichwort Prüfungsphase – berücksichtigt.

Das „Studentische“ berge im Übrigen noch einen weiteren Vorteil, sagt Tony Krüger: „Wir sind günstiger als große Beraterfirmen.“ Capufaktur sei zwar ein Nebenjob, aber der eine oder andere Euro werde schon darüber eingenommen. Das Geld werde wieder für den Verein und die Fortbildung der Mitglieder ausgegeben – zum Beispiel für Schulungen oder Besuche bei namhaften Beratern.

Gut vernetzte „Denkfabrik“

Der Name Capufaktur geht auf die beiden lateinischen Worte „caput“ für Kopf und „facere“ für machen zurück. Die 13 Gründungsmitglieder hatten 2004 auf die Bedeutung „Denkfabrik“ anspielen wollten.

Der Greifswalder Verein ist im Bundesverband Deutscher Studentischer Unternehmensberatungen organisiert, der mehr als 2000 Studenten und 30 Initiativen vereint.

Kontakt:

www.capufaktur.de

info@capufaktur.de

☎ 03834 / 838 132

(Anrufbeantworter)

Kai Lachmann

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