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Der fünfte Usedom-Krimi: Dreh in der Notaufnahme

Swinemünde Der fünfte Usedom-Krimi: Dreh in der Notaufnahme

Oscar-Preisträger führt Regie bei neuer Episode „Trugspur“/ Gestern hieß es „Kamera läuft“ im Swinemünder Krankenhaus / Mit dabei Katrin Sass und Lisa Maria Potthoff

Swinemünde. Der Lover ist weg, die Mutter liegt nach einem Unfall im Krankenhaus – für Julia Thiel läuft es nicht gerade optimal. Und dann hat die hübsche Kommissarin auch noch Ärger mit einem illegalen Autorennen – ein junger Mann wird dabei überfahren. Auf Schauspielerin Lisa Maria Potthoff kommt auch im fünften Teil der Reihe „Der Usedom-Krimi“ eine Menge Arbeit zu.

Denn in „Trugspur“ muss sie nicht nur den Täter überführen, sondern auch weiter an ihrem zerrütteten Verhältnis zur Mutter arbeiten. Gespielt von Katrin Sass, ist Ex-Staatsanwältin Karin Lossow auch diesmal wieder in den Fall involviert.

„Es gibt eine relative Entspannung, doch das Verhältnis bleibt belastet“, sagt Lisa Maria Potthoff. Die Filmkommissarin hat gerade Drehpause und gönnt sich einen Kaffee. Sie genießt die Sonne inmitten grauer Plattenbauten. Gedreht wird heute im Swinemünder Krankenhaus. „In der Notaufnahme. Ich eile nach dem Unfall zu meiner Mutter. Ich sorge mich um sie“, plaudert Lisa Maria Potthoff aus dem Film. Trotz des fünften Teils – von Routine redet sie nicht. „Es geht immer weiter.“ Nur nicht mit ihrem polnischen Kollegen, mit dem sie eine Affäre hatte. „Die Frau, die zwischen zwei Männern steht, das fehlt mir schon“, bedauert Potthoff. Peter Schneider, der wieder den Ehemann Stefan Thiel mimt, sitzt neben ihr und lacht. Er sieht sich in der Reihe als Mediator in der vertrackten Familiengeschichte und als Mann, „der auf der Suche nach dem kleinen Glück ist“. Das Glück, auf Usedom zu drehen, hat für Schneider seit der letzten Wahl in MV einen faden Beigeschmack bekommen. „Ich habe die Insel immer als sehr nett und gastfreundlich empfunden.“ Seine Filmfrau hat sich dazu auch Gedanken gemacht: „Ich hätte die Insulaner nicht so eingeschätzt“, so Lisa Maria Potthoff. Der AfD-Erfolg vor allem auf Usedom war auch ein Thema in der Filmcrew, wie Tim Gehrke von der Produktion erzählt. „Für einen Fremden ist es verwunderlich, wenn man hört, dass Menschen, die vom Fremdenverkehr leben, mit Fremden Probleme haben.“ Auf die weitere Arbeit habe das dennoch keinen Einfluss. „Im nächsten Jahr wollen wir zwei weitere Teile drehen.“ Ob dann wieder Oscarpreisträger Jochen Alexander Freydank – 2009 bekam er die begehrte Trophäe für seinen Kurzspielfilm „Spielzeugland“ – Regie führt, ist noch unklar. „Der Reiz dieser Serie liegt in der Mischung aus Krimi und Familiendrama“, sagt Freydank, der bereits beim dritten Teil Regie führte. Er liebt die Ostsee. Seine Motivation für den Usedom-Krimi: „Die Insel bleibt, die Familie bleibt, aber die Geschichte ist neu.“

Und dazu gehört auch der Dreh in der Notaufnahme des Swinemünder Krankenhauses – bei laufendem Betrieb, versteht sich. Gedreht wird bis Ende des Monats aber auch am Swinemünder Hafen und in einer alten Fabrik. „Kamera läuft“ heißt es auf deutscher Seite an der Ahlbecker Seebrücke, in Balm, am Kamminker Strand und in Heringsdorf.

Klar, zum Lokalkolorit gehört ja die Bäderarchitektur. In Morgenitz, dem sogenannten Mörderhus, wird diesmal nicht gedreht. Sehr zum Bedauern von Lisa Maria Potthoff, die die Usedomer Dörfer liebt.

Und heute an ihrem freien Tag eine Radtour plant – ins Hinterland mit Kaffeestop am Mellenthiner Schloss.

Henrik Nitzsche

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