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Greifswald Dompassage: Bleibt der Supermarkt?

Betreiber Heiko Klar bittet Fraktionen der Bürgerschaft um Unterstützung

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„Nah & Frisch“ ist die einzige größere Einkaufsmöglichkeit für dieser Art direkt in der Innenstadt. Fotos (4): Peter Binder

Greifswald. Immer mehr Geschäfte in der Dompassage stehen leer. Der neue Eigentümer, Hansaretter Rolf Elgeti, hält sich noch bedeckt, welche Pläne er für das Einkaufszentrum in der Innenstadt hat. „Wir werden investieren, weil wir glauben, dass sich hier etwas entwickeln lässt“, hatte Elgeti im Juli gegenüber der OSTSEE-ZEITUNG gesagt. Er wolle sein Konzept ohne Hektik entwickeln. Elgeti hatte mit seiner Firma „Deutsche Konsum Reit-AG“ die Dompassage im Juni für 8,5 Millionen Euro ersteigert.

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Schwierig ist die Situation für die kleineren Mieter wie Britta Voigt mit ihrem An- und Verkauf für Kindersachen. Sie hat nur einen Kurzzeitmietvertrag von einem Monat. „Dieses Ungewisse macht mich verrückt“, meint sie, wohl wissend, dass es schwierig wird, in der Greifswalder Innenstadt einen neuen preisgünstigen Laden anzumieten. Mehrere kleinere Mieter sind längst ausgezogen, weil die Monatsverträge nicht lukrativ waren. Zuletzt verabschiedeten sich das Geschäft „Fette Palette“ und das Yogastudio Santosha.

Der Inhaber des „Nah & Frisch“-Marktes Heiko Klar hat zum Jahresende eine Pro-Forma-Kündigung erhalten, so wie alle verbliebenen großen Mieter. „Es wurde angekündigt, dass wir im September weitere Informationen zur Zukunft des Hauses und für unsere Planungen erhalten. Das ist noch nicht passiert“, sagt der Supermarkt-Chef. Zu seinem Unternehmen gehören sieben Mitarbeiter, eine Kollegin befinde sich im Mutterschutz. Geht es nach Klar, bleibt der Markt Bestandteil der Dompassage – immerhin kommen pro Monat 18 000 Kunden in sein Geschäft. „Das sind 700 Kunden pro Tag, ich kann die Zahlen genau belegen“, verdeutlicht er. Egal, wer noch in die Dompassage einziehe, „er/sie könnte von meinen Kunden profitieren“, sagt er. Gerne würde er seinen Standpunkt Elgeti persönlich erläutern, „aber bislang bin ich noch nicht an ihn herangekommen.“

Voller Optimistmus sieht hingegen Hermann Jesske, Geschäftsführer des gleichnamigen Modehauses, den Entwicklungen entgegen: „Der neue Eigentümer, Herr Elgeti, hat von Anfang an deutlich gemacht, dass er die Dompassage großflächig entwickeln will“, betont Jesske. Schon kurz nach dem Kauf des Hauses hätte Elgeti zusammen mit seinem Bruder den Kontakt gesucht. „Ich finde, der Mann ist ein Segen für Greifswald, weil er die Möglichkeiten und finanziellen Kapazitäten hat, die Passage tatsächlich zu revitalisieren“, meint Jesske. Auch bei der Stadt ist man zuversichtlich. Es liege noch kein offizieller Bauantrag vor, doch der neue Eigentümer sei im Gespräch mit dem Stadtbauamt, hieß es gestern. Hermann und Birgit Jesske haben bereits konkrete Vorstellungen, wie sie das Kaufhaus weiterentwickeln möchten. „Wir wollen uns erneut vergrößern und weitere 1000 Quadratmeter Fläche dazunehmen. Dann haben wir insgesamt 4000 Quadratmeter, auf denen wir Mode präsentieren“, erklärt Jesske.

Weil „Nah & Frisch“-Chef Klar sich Sorgen um die Zukunft macht, hat er sich an die politischen Gremien der Bürgerschaft und an die Verwaltung gewandt. Aus diesem Grund war er bereits bei Fabian Feldt, dem Leiter der Abteilung Wirtschaft und Tourismus in der Stadt. „Es ist so lange um so einen Markt für die Innenstadt gekämpft worden, da sollte er auch erhalten bleiben“, fordert Klar. Auch die Industrie- und Handelskammer hat er um Hilfe gebeten. Zudem hat der Marktchef am Donnerstag den Bürgerschaftsfraktionen von CDU, Linke, SPD und Grüne geschrieben. „Die Linken haben schon Unterstützung versprochen“, freut er sich. „Ich hoffe, dass es für meine Mitarbeiter und mich hier eine Zukunft gibt“, übt sich Heiko Klar in Zuversicht.

Die Geschäftsführung des Lila Bäcker äußerte sich bislang nicht, ob es weitergeht. Dagegen hat der Leiter des Cinestar-Kinos, René Römer, keine Zukunftsängste, was den Verbleib in der Dompassage anbelangt.

Cornelia Meerkatz

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