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Entwicklung der Dompassage in der Warteschleife

Greifswald Entwicklung der Dompassage in der Warteschleife

Seit Wochen warten die Greifswalder darauf, dass der neue Inhaber der Dompassage seine Modernisierungspläne vorstellt. Doch der Umbau verzögert sich erneut. Dem Lila Bäcker wurde gekündigt. „Jesske am Dom“ expandiert auf das frei gewordene Areal.

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Im Einkaufszentrum Dompassage in der Greifswalder Innenstadt stehen viele Geschäfte leer. Die Hoffnungen auf eine Modernisierung sind groß.

Quelle: Katharina Degrassi

Greifswald. Der Umbau der Dompassage lässt auf sich warten. Bislang liegen weder Bauantrag noch Bauvoranfrage vor. Das bestätigt Bausenator Jörg Hochheim (CDU) auf OZ-Anfrage.

Julia Staude, die für die Dompassage zuständige Mitarbeiterin der Nordostverwaltungsgesellschaft in Berlin, sagt, man könne noch keine genaueren Pläne für die Dompassage verkünden. Mitte Oktober hatte Staude noch gesagt, dass Ende Oktober/Anfang November das zukünftige Nutzungskonzept für das Einkaufszentrum feststünden. Wo genau die Säge klemmt, das wollte sie nicht sagen. 

Während der Lila Bäcker nach der Kündigung seines Mietvertrages bereits aus der Dompassage ausgezogen ist, hofft der Betreiber des Nah & Frisch-Marktes, Heiko Klar, weiter, dass sein Einkaufsmarkt in der Dompassage bleiben kann. In der Gerüchteküche heißt es, dass im Bereich des Supermarktes ein Restaurant einziehen könnte. Die vielen Studenten und Mitarbeiter, die im Zuge der Fertigstellung des neuen geistes- und sozialwissenschaftlichen Campus bis 2020 in die Loefflerstraße kommen, sind ein Hoffnungsträger für die Dompassage als Ganzes. Ein Restaurant nahe der Loefflerstraße wäre ein guter Platz für ein gastronomisches Angebot für alle, denen das Mensaessen nicht wirklich schmeckt. 

Unklar scheint auch weiterhin, ob ein avisierter Möbelmarkt in die Dompassage einzieht. Fraglich scheint das nicht wegen der möglichen Ansiedlung eines Depot-Marktes in den KAW-Hallen, sondern auch wegen der Verdopplung der Miete, die der Investor vorgenommen haben soll.

Hansa-Retter Rolf Elgeti hatte die Dompassage im Juni für 8,5 Millionen Euro während einer Zwangsversteigerung erworben. Der vorherige Eigentümer der Passage, die niedersächsische Wilbers GmbH, war 2010 in die Insolvenz gegangen. Das 1997 errichtete Gebäude mit Läden, Tiefgarage und Wohnungen ist wegen der schlechten Auslastung seit Jahren Sorgenkind der innerstädtischen Entwicklung. Auf Elgeti ruhen große Hoffnungen für eine Wiederbelebung des Einkaufszentrums. Er hatte eine umfangreiche Modernisierung angekündigt. 

oz

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Greifswald
Leerstand in der Dompassage: Mehr als 60 Prozent der Läden sind geschlossen. FOTO: KATHARINA DEGRASSI

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