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Flüchtlinge: Auf neuen Wegen schnell Arbeit finden

Greifswald Flüchtlinge: Auf neuen Wegen schnell Arbeit finden

Agentur in Greifswald legt ungewöhnliches Projekt auf

Greifswald. Die Agentur für Arbeit versucht mit völlig neuen Ideen, Flüchtlinge schneller und besser in die Gesellschaft zu integrieren als das bisher gelang. Gut 30 Asylbewerber starteten am Mittwoch einen sogenannten Fifty-Fifty-Kurs, der sie über zwölf Monate voll auf Trab halten wird. Nach einer kurzen Phase der Eignungsfeststellung absolvieren sie im vierwöchigen Wechsel einen Integrationskurs mit Sprachtraining und arbeiten in einem Betrieb.

„Die Leute, die aus Kriegs- und Krisengebieten zu uns kommen, sind hochmotiviert“, sagt Heiko Miraß, Chef der Arbeitsagentur in Greifswald. Doch das Asylverfahren, Sprachkurse, Eignungsgespräche etc.

würden sie über anderthalb bis zwei Jahre in eine Wartezone versetzen, die ihnen nicht gut tue. „Ihre Motivation, hier zu arbeiten, lässt sich nicht einfach mal für zwei Jahre im Kühlschrank einfrieren“, sagt Miraß. Deshalb sei es wichtig, sie so schnell wie möglich in Arbeit zu bringen. Gespräche mit vier Unternehmen seien erfolgreich verlaufen. „Wir hoffen, den Kurs noch aufstocken zu können“, sagt Miraß und denkt dabei an insgesamt 40 Teilnehmer. Wobei er sich und anderen nichts vormacht: „Die Flüchtlinge stellen weder eine Ansammlung von Herzchirurgen noch eine von Ziegenhirten dar.“ Vielmehr gebe es „ganz viel dazwischen“. Heißt: Die Kursteilnehmer würden in den Betrieben vorrangig erst einmal Hilfsarbeiten verrichten. Wenn es gelinge, könne die Agentur später immer noch Weiterbildungen anschließen.

Insgesamt, wiederholt Miraß, brauche die Region in den nächsten Jahren Zuwanderer. In Vorpommern-Greifswald fehlten dem Arbeitsmarkt schon jetzt aufgrund des demografischen Wandels jedes Jahr 2600 Menschen. Die Arbeitslosenquote, mit 12,3 Prozent so niedrig wie nie, sinke stetig — trotz der aktuell 1021 arbeitslos gemeldeten Ausländer.

Von Petra Hase

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