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Gemeinden einig über Trasse für Küstenradweg

Neuenkirchen Gemeinden einig über Trasse für Küstenradweg

Er soll bis zur Kreisgrenze von Vorpommern-Greifswald an bzw. auf der alten Bundesstraße verlaufen

Neuenkirchen. Der Verlauf des Ostseeküstenradwegs zwischen Greifswald und der Kreisgrenze von Vorpommern-Rügen steht grundsätzlich fest. Er soll an der Kreisstraße VG 5 (alte B 96) an Neuenkirchen vorbei zum Kreisverkehr bei Martkauf und dann auf den heutigen Gemeindestraßen von Neuenkirchen, Wackerow und Mesekenhagen (bis 2001 B 96) zum Abzweig Gristow, also der Kreisstraße VG 1 führen. Dafür wird ein Asphaltband angelegt. Gegenüber der bisherigen Vorzugsvariante gibt es eine wichtige Veränderung: „Ab der Kreuzung der alten B 96 mit der Kreisstraße nach Gristow soll der Radweg auf der früheren Bundesstraße weiter bis Kirchdorf verlaufen“, informiert die Landhäger Bauamtsleiterin Gundula Neumann. Vorausgesetzt, die Gemeinde Sundhagen stimmt zu.

Auf deren Territorium ist bislang der weitere Verlauf des Ostseeküstenradweges bis Stralsund unklar. Die Gemeinden Wackerow, Neuenkirchen und Mesekenhagen haben die Verantwortung für ihren Radwegabschnitt dem Amt Landhagen übergeben.

Bisher sollte der überregional bedeutsame Ostseeküstenradweg zunächst Richtung Gristow und dann durch den Wald Richtung Stralsund verlaufen. „Eine Fahrt Richtung Gristower Wiek soll trotzdem möglich sein“, ergänzt Mesekenhagens Bürgermeister Geert-Christoph Seidlein. „Die Gemeinde würde dem Kreis dabei helfen.“ Denn der Landkreis müsse für die Trasse an der K 1 Land erwerben. Mesekenhagen würde dem Kreis eine Fläche zur Entschädigung der Besitzer zur Verfügung stellen.

Wie schwierig es sei, eine Straße oder einen Radweg zu bauen, ohne den Besitzern einen Ausgleich anzubieten, zeige seit Jahren die Kreisstraße 2 von Neuenkirchen nach Leist und weiter nach Karrendorf und Mesekenhagen. Sie scheitert bisher daran, dass es dem Kreis immer noch nicht gelungen ist, die nötigen Grundstücke zu erwerben (die OZ berichtete).

Laut Regionalem Raumentwicklungsprogramm sollte der Ostseeküstenradweg dort entlang verlaufen. „Für einen Radweg müssten noch einmal ein fünf Meter breiter Streifen erworben werden“, schätzt Neuenkirchens Bürgermeister Frank Weichbrodt ein. Für ihn ist das ein Argument für den bevorzugten Trassenverlauf des Ostseeküstenradwegs an der K5, also von Gemeindegrenze mit Greifswald an der alten B 96 zum Kreisverkehr bei Marktkauf.

Dass dafür 19 alte Rosskastanien fallen sollen, sorgt für erregte Diskussionen und Proteste von Bürgern, Naturschutzorganisationen und der Grünen im Kreis (die OZ berichtete). „Wir haben über die Streckenführung intensiv diskutiert“, sagt Neumann. Seit über zehn Jahren liefen die Bemühungen um den Radweg. Das Landratsamt habe mehrere Varianten geprüft, so Sprecherin Anke Radlof. „Neben dem Baumbestand wurden unter anderem Verkehrssicherheit und Flächenverfügbarkeit betrachtet“, sagt sie. Dass Bäume gefällt werden müssten, sei bedauerlich. Aber die Kastanien hätten laut Gutachten auch keine große Lebenserwartung mehr.

Bürger seien informiert und alle vorgesehenen Behörden und Organisationen angehört worden, Ausschüsse tagten, betonen die Bürgermeister. Schließlich habe sich die Neuenkirchener Gemeindevertretung für die Trassenführung an der alten B 96 entschieden. „Für eine Wegführung durch den Ort Neuenkirchen hätten wir Land an der Dorfstraße erwerben müssen“, greift Weichbrodt die Problematik des Grunderwerbs auf.

Neumann, Seidlein und Weichbrodt wünschen sich, dass schon 2018 gebaut wird. Allerdings sei das wenig wahrscheinlich. Viele Probleme, zum Beispiel des Alleenschutzes, seien noch zu klären. „Ein so wichtiges Vorhaben wie der Ostseeküstenradweg müsste in der Hand des Landes liegen“, sagt Gundula Neumann. Die vielen beteiligten Gemeinden und Landkreise machten die Realisierung nicht einfacher.

Eckhard Oberdörfer

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