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Geschafft: „Greif“ überwintert wieder im Heimathafen

Greifswald Geschafft: „Greif“ überwintert wieder im Heimathafen

Die erste Fahrt durch das Sperrwerk in Wieck ist geglückt

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Das Segelschulschiff „Greif“ hat gestern Mittag das Sperrwerk durchfahren. Das war dank eines kleinen Hochwassers möglich. FOTO: MARTINA RATHKE

Greifswald. . Das Wetter hätte nicht schöner sein können für die Heimkehr der „Greif“: Bei Windstille und strahlendem Sonnenschein durchquerte die Schonerbrigg gestern das neue Sperrwerk, um ihren geschützten Winterliegeplatz in Wieck zu erreichen. Marlies Kummer vom Seesportzentrum hielt wie viele andere Zuschauer den Atem an, als das Schiff erstmals die sensiblen Meter durch das Sperrwerk glitt.

 

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Wir hatten genügend Sicherheitsabstand zum Sperrwerk.Wolfgang Fusch, Kapitän „Greif“

Quelle:
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Wann die Spüldüsen umgebaut werden, ist noch nicht klar.“Matthias Wolters, Chef des Stalu

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Wir hatten genügend Sicherheitsabstand zum Sperrwerk.Wolfgang Fusch, Kapitän „Greif“

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Zur Erinnerung: Zuletzt hatte der Zweimaster im Winter 2014/15 hinter dem Sperrwerk am Seesportzentrum geankert. Dann begann der Streit um die zusätzlich montierten, 14 Zentimeter hohen Spüldüsen an der Sohle des neuen Hochwasserschutzes. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt beschränkte die Durchfahrtstiefe auf Schiffe mit 3,40 Meter Tiefe. Die „Greif“ hat einen Tiefgang von 3,60 Meter.

Mit Tricks konnte das Segelschulschiff am Donnerstag dennoch die Vorgaben erfüllen. Da die „Greif“ bereits im Oktober in Ladebow abgetakelt worden war, reduzierte sich der Tiefgang auf 3,45 Meter, wie Kapitän Wolfgang Fusch erläuterte. Dann half am Mittag ein Mini-Hochwasser von etwa fünf Zentimeter. Der Nautiker des WSA hatte grünes Licht gegeben, wie Sprecher Dirk Berger sagte.

Wichtigste Voraussetzung der Querung war die im November abgeschlossene Ausbaggerung der versandeten Hafeneinfahrt. Im Frühjahr hatte das Wasser- und Schifffahrtsamt den zulässigen Tiefgang im Fluss von vier Meter auf 2,80 Meter herabgesetzt.

Fusch war zufrieden, als das Schiff vor dem Hafenamt anlegte. „Wir haben uns jetzt einen Glühwein verdient“, sagte er. Zweifel am Gelingen der Aktion hatte der Kapitän nicht. „Wir hatten genügend Sicherheitsabstand.“

Wegen Bauarbeiten an der Pier auf der Südseite bleibt das Schiff in diesem Winter am Hafenamt auf der Nordseite des Rycks liegen. Dort lag die Greif zuletzt 2011 zum 60. Schiffsgeburtstag, wie Kummer erzählte. Der Leiter des Seesportzentrums, Volker Pesch, ist mit dem Ankerplatz zufrieden. „Der Liegeplatz ist topp und gut zu erreichen.“ Die Stadt will an dem Standort, der auch von deutlich mehr Spaziergängern frequentiert wird, eine alte Tradition wieder beleben. Am 2. Advent, dem 4. Dezember, lädt die „Greif“ zum Adventssingen. Greifswalder Bläser, der Gristower Gospelchor und der Shantychor Reinickendorf werden von Bord des Segelschulschiffs aus auf die Weihnachtszeit einstimmen, wie Stadtsprecherin Andrea Reimann sagte. Dazu gibt es Glühwein und Rauchwurst.

Wann das Problem mit den leidigen Spüldüsen am Sperrwerk geklärt wird, bleibt weiter offen. Das für das Sperrwerk zuständige Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) hatte angekündigt, die Düsen umzulegen, um die im Planfeststellungsbeschluss festgelegte Sohltiefe von 3,95 Meter zu erreichen. Ein Termin für den Umbau stehe bislang nicht fest, weil unklar sei, wann der Ryck hinter dem Sperrwerk ausgebaggert werde, sagte Amtsleiter Matthias Wolters. Möglicherweise werde der Umbau mit einer planmäßigen Revision und einer Reparatur am Drehsegment verbunden. Nach Angaben des Amtes gibt es einen Rechtsstreit mit einem Fischer, der mit seinem Kutter die Kante des Drehsegments gerammt hatte, als dieses abgesenkt wurde.

Martina Rathke

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