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Greifswald Greifswalder Wasser gehört zu den teuersten im ganzen Land
Vorpommern Greifswald Greifswalder Wasser gehört zu den teuersten im ganzen Land
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00:00 25.03.2014
In der Hansestadt und in Gützkow verursacht der Griff zum Wasserhahn vorpommernweit die höchsten Kosten. Quelle: Peter Binder

Die Universitäts- und Hansestadt ist landesweit ganz vorne mit dabei, was im landesweiten Vergleich die Trinkwasserpreise betrifft — und das seit Jahren schon.

Denn mit einem jährlichen Beitrag von 298 Euro für 80 Kubikmeter Wasser müssen Verbraucher in Greifswald nur etwas weniger zahlen als die Rostocker (303 Euro). In der Landeshauptstadt Schwerin werden lediglich 266 Euro im Jahr fällig. Auch in Stralsund zahlen die Kunden mit 178 Euro deutlich weniger als die Greifswalder.

Das Statistische Amt Mecklenburg-Vorpommern bestätigt die hohen Kosten für das hiesige Trinkwasser. „Eine Begründung für die relativ hohen Preise haben wir nicht“, erklärt Sprecherin Birgit Weiß. Ihr Amt frage auch nur konkret nach, wenn sich die Preise im Vergleich zu den Vorjahren stark geändert haben. Das ist in Greifswald nicht der Fall. Denn seit 2006 kostet ein Kubikmeter Trinkwasser — also 1000 Liter — 1,96 Euro. Diplom-Ingenieurin Weiß bestätigt, dass der Wasserpreis in Greifswald zwischen 2005 und 2013 konstant hoch sei. Ersichtlich wird das auch im aktuellen Jahresbericht des Statistikamtes. Darin werden die Grundpreise von 780 Orten in Mecklenburg-Vorpommern aus 2013 aufgelistet. Ergebnis: Der Landesdurchschnitt bei einem Wasserverbrauch von 80 Kubikmetern für einen Ein- bis Zwei-Personen-Haushalt liegt bei 216 Euro — 82 Euro weniger als in Greifswald, Gützkow, Gribow oder Bandelin. Der Preis für 1000 Liter Trinkwasser beläuft sich in der Region auf 1,96 Euro und ist damit sogar höher als in Rostock (1,86 Euro). Dort ist der Wasserverbrauch insgesamt etwas teurer, da in Rostock der verbrauchsunabhängige Grundpreis höher ist.

Doch warum ist das Leitungswasser hier so teuer? Laut Steffi Borkmann, Sprecherin der Stadtwerke Greifswald, spielen mehrere Faktoren eine Rolle. „Wir müssen uns zum Beispiel an den Bodenverhältnissen, der Siedlungsdichte und der Gewerbestruktur orientieren“, zählt sie Gründe auf. Auch der gesetzliche Rahmen sei zu beachten, so Borkmann. Der Jahresbeitrag, den Eigenheimbesitzer und Mieter zahlen müssen, berechnet sich aus dem oben genannten Grundpreis, für den die Stadtwerke aktuell rund 141 Euro berechnen. Hinzu kommt der Arbeitspreis, der je nach Wasserverbrauch bei jedem Abnehmer unterschiedlich hoch ist.

Birgit Weiß vom Statistikamt erläutert: „Die Arbeitspreise sollen die Kosten decken, die bei der Sanierung oder dem Neubau von Leitungen oder Filteranlagen zur Trinkwasseraufbereitung anfallen. Die Grundgebühr wird den Haushalten für die Vorhaltung von Wasser in Rechnung gestellt.“ Der Grundpreis decke somit die Kosten für das Ablesen der Zähler, die amtliche Eichung und den Wechsel von Wasserzählern ab.

Gudrun Jäger, Vorstandsvorsitzende der Wohnungsbau-Genossenschaft Greifswald (WGG), relativiert den hohen Trinkwasserpreis. „Als Mieterin finde ich ihn nicht zu hoch. Man muss bedenken, dass ein großer technischer Aufwand betrieben wird, um die Trinkwasserqualität zu gewährleisten.“ Auch von der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft (WVG) kommt keine Kritik. „Die Gebührensatzung der Stadtwerke ist für uns bindend“, erklärt Sprecherin Jana Wöller kurz und knapp.

In Jarmen ist‘s am günstigsten
Der Preis für das Trinkwasser setzt sich aus dem verbrauchsunabhängigen Grundpreis und den vom Verbrauch abhängigen Arbeitspreis zusammen. Beide Komponenten sind in den Regionen des Landes unterschiedlich hoch und ergeben zusammengerechnet für eine Auswahl von Orten folgende Jahrespreise für 80 Kubikmeter Wasser: Rostock 303,52 Euro, Greifswald und Gützkow 298, Wolgast 291, Schwerin 266, Lubmin und Levenhagen 224 Euro, Loitz 189, Stralsund 177, Anklam 172 und Jarmen 149 Euro.



Reik Anton

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