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Grünes Licht für die Ortsumgehung von Wolgast

Wolgast/Berlin Grünes Licht für die Ortsumgehung von Wolgast

In der Peenestadt und auf Usedom herrscht Vorfreude auf spürbare Verkehrsentlastung

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So soll sie aussehen, die neue große Brücke über den Peenestrom, wie sie momentan in den Planungsentwürfen enthalten ist. Insgesamt geht es um den Bau einer 7,6 Kilometer langen Umgehung, inklusive fünf weiterer, kleinerer Brücken. Animation: Planungsgesellschaft DEGES

Wolgast/Berlin. Stefan Weigler ist bereits jetzt ein bisschen nach Feiern zumute. „Ein Gläschen Sekt wäre schon angebracht“, sagt er nach der morgendlichen Zeitungslektüre. Allerdings schränkt das Wolgaster Stadtoberhaupt ein, dass „wir in Sachen Ortsumgehung schon 2008 fast so weit waren wie jetzt“. Doch nun, da der Bundesverkehrsausschuss grünes Licht für die 7,6 Kilometer inklusive einer großen und fünf kleiner Brücken sowie zweier Kreisverkehre gegeben hat (die OZ berichtete), überwiegt — nicht nur — bei Weigler die Zuversicht. Auch wenn die Stadt noch kein verbindliches Papier auf dem Tisch habe. „Aber die knapp 95 Millionen Euro sind eine realistische Planungssumme“, meint der Bürgermeister. Für ihn wird die Umgehung die Stadt vom Schwerlastverkehr für Hafen und Werft freimachen. „Super wäre das“, meint er.

OZ-Bild

In der Peenestadt und auf Usedom herrscht Vorfreude auf spürbare Verkehrsentlastung

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Ins gleiche Horn bläst Peter Drechsler, Chef des regionalen Dehoga-Verbandes. „Endlich! Es wird höchste Zeit, dass was geschieht, damit unsere vielen Hotels und Ferienquartiere besser erreicht werden können.“ Um den Fahrzeugstau im Sommer tatsächlich aufzulösen, müssten freilich auch auf Usedom Veränderungen geschehen — etwa mehr Kreisverkehre errichtet oder Straßen dreispurig ausgebaut werden. „Erst all diese Schritte zusammen würden eine echte Entlastung versprechen“, sagt Drechsler. Sein Pendant beim Tourismus- und Hotelverband der Insel, Michael Raffelt, kommentiert das Erreichen des Etappenziels ähnlich: „Lange genug ist darüber geredet worden, jetzt hängt es offenbar vom Fortgang des Planfeststellungsverfahrens ab, wie zügig die Vorbereitung und dann der Bau vonstatten gehen.“ Ähnlich wie Drechsler hält es der Koserower Hotelier für unersetzlich, die sich an die Ortsumgehung anschließenden Inselstraßen und -kreuzungen komplex zu betrachten, um deren Durchlassfähigkeit weiter zu erhöhen. Dazu gehören auch Bahn, Bus, Flughafen und Swinemündes geplanter Tunnel. Für Regionalpolitiker Lars Bergemann (Die Linke) kommt es darauf an, dass die Region „jetzt an einem Strang zieht und nichts mehr zerredet“. Die Chance sei unbedingt zu nutzen. Und Dörthe Hausmann vom Inselvermarkter UTG findet: „Ach — super! Das bringt in der Folge ein wesentlich angenehmeres Anreiseerlebnis für unsere Gäste.“

Die Planungsgesellschaft DEGES mit Sitz in Berlin hatte gestern keine Neuigkeiten zu den laufenden Vorbereitungen für die Ortsumgehung zu vermelden. Weder zur Dauer des Planungsverfahrens, noch zum wahrscheinlichen Baubeginn. Allerdings würden DEGES und das Land derzeit Möglichkeiten eines verkürzten Planverfahrens für die Brücke über die Ziese/B 111 prüfen. Das Ziel: Vor dem Baubeginn der Ortsumgehung hier mit dem Brückenbau zu beginnen. Ob dies gelinge und ab wann die Brücke als Ersatz für das bestehende Bauwerk neu gebaut werde, könne indes derzeit noch nicht verlässlich gesagt werden.

Von Steffen Adler

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