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Hafen Ladebow wird Mitte 2018 ausgebaggert

Greifswald Hafen Ladebow wird Mitte 2018 ausgebaggert

Die Bürgerschaft stellt 600.000 Euro für eine Ausbaggerung auf 5,70 Meter zur Verfügung. Die Fraktionen von CDU, Bürgerliste, Kompetenz und FDP stehen hiner der Maßnahme. Gegenstimmen kamen von SPD, Linke und Grünen.

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Der Hafen Ladebow soll Mitte 2018 ausgebaggert werden. Dem Betreiber ist das zu spät.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. Der Hafen Ladebow und dessen Zufahrt werden Mitte 2018 auf eine Tiefe von 5,70 Meter ausgebaggert. Das teilt Jan Schulze, stellvertretender Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund (WSA), mit. Die Kosten für den WSA-Anteil belaufen sich auf 750.000 Euro. Die Stadt stellt für die Versandung im Hafenbecken Mittel in Höhe von maximal 600.000 Euro zur Verfügung. Die Mehrheit der Bürgerschaftsmitglieder hat einer entsprechenden Beschlussvorlage zugestimmt.

Die Vize-Oberbürgermeisterin Jeannette von Busse (CDU) teilte den Mitgliedern des Parlaments außerdem mit, dass das WSA eine mittelfristige Ausbaggerung auf 6,90 Meter in Aussicht gestellt habe. Bedingung hierfür ist, dass der ausgebaggerte Sand nicht auf das Spülfeld ins 40 Kilometer entfernte Drigge gebracht werden muss, sondern in Hafennähe gelagert werden kann. „Dadurch sinken die Kosten erheblich und die Ausbaggerung wird für das WSA wirtschaftlich darstellbar“, sagt von Busse. WSA-Vize-Chef Jan Schulze bestätigt das: „Die Wirtschaftlichkeitsberechnung geht von einem Nutzen-Kosten-Verhältnis aus.“ Sie habe eine Wirtschaftlichkeit für fünf Meter ergeben. Gemeint ist damit, dass Schiffe, die einen Tiefgang von maximal fünf Metern haben, den Hafen anlaufen können. Dieser wird dann inklusive Sicherheitsabstand 5,70 Meter tief sein.

Hafenzufahrt und Hafenbecken sind seit Jahren versandet. Die Hafengesellschaft Ladebow (HLG) als Betreiber drängt lange auf eine Ausbaggerung. Nach der Herabsetzung von 6,90 Metern auf 5,70 Metern, wurde die Wassertiefe im August erneut begrenzt. Der Hafen kann nur noch von Schiffen mit einem maximalen Tiefgang von 4,20 Meter angelaufen werden. Für die angesiedelten Firmen ist das eine Katastrophe, weil es kaum noch Schiffe gibt, die den Hafen wirtschaftlich nutzen können. „Wir schweben zwischen Existieren und Nichtexistieren. Die Situation ist für uns nicht mehr beherrschbar“, sagt HLG-Chef Michael Ott. Er hofft inständig auf eine Ausbaggerung noch in diesem Jahr. „Wir prüfen alle Möglichkeiten gegen eine spätere Ausbaggerung vorzugehen“, sagt Ott.

Positiv gestimmt ist hingegen Vize-OB von Busse: „Mit der Ausbaggerung auf fünf Meter können wir für die Unternehmen einen zumutbaren Zustand schaffen.“ Auch bei dieser ersten Baggerung soll der Sand im Hafen gelagert werden. Die Genehmigung für ein richtiges Spülfeld zu erhalten, sei jedoch langwieriger. Die Gespräche mit dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt laufen bereits. „Die Genehmigung für so ein Spülfeld wird ein bis zwei Jahre dauern“, schätzt von Busse. Erst danach könnte eine Ausbaggerung auf 6,90 Meter Wirklichkeit werden. „Eine Zusage gibt es nicht. Wir haben das lediglich in Aussicht gestellt“, betont Jan Schulze.

Dann soll es zwei Baggerungen innerhalb von zwei Jahren für jeweils 600.000 Euro geben, fragt das SPD-Bürgerschaftsmitglied Erik von Malottki, sichtlich schockiert. Seine Fraktion ist vehemente Kritikerin des Hafens, fordert eine Ende der Subventionen.Von Busse räumt ein, noch nichts zu den Kosten sagen zu können. Für die erste Baggerung stellt die Bürgerschaft maximal 600.000 Euro zur Verfügung. Diesen Betrag hatte das Gremium bereits vor einem Jahr zurückgelegt, als eine Ausbaggerung auf 6,90 Meter im Gespräch war. Ob die gesamte Summe für die jetzige Baggerung benötigt wird, ist unklar. Die Bürgerschaft stimmte schließlich mit den Stimmen von CDU, Komptenz für Vorpommern, FDP, Bürgerliste und drei Stimmen aus dem linken Lager für die Ausbaggerung.

Katharina Degrassi

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