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Greifswald Halb plus halb gleich doppelt

Neues Projekt soll Flüchtlingen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt helfen

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Mohammad Alhamad (l.) sagt, er war in Syrien als Metallbauer tätig. Er und der frühere Händler Modar Aldarwish könnten sich vorstellen, hier in der Gastronomie zu anzufangen. Auf der Messe gab‘s die Infos dazu.

Greifswald. Die Arbeitsagentur in der Hansestadt ist gerade dabei, ein Projekt ins Leben zu rufen, das es Zuwanderern erleichtern soll, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Im Kern geht es darum, dass Personen die Hälfte ihrer Zeit in einem Betrieb verbringen, dort angelernt werden und Arbeitserfahrungen sammeln. Die andere Hälfte sollen in einem Integrationskurs das Sprachniveau verbessert und der Umgang mit deutschen Vorschriften vermittelt werden.

Trotzdem werde der Arbeitgeber nicht nur jede zweite Woche etwas von seinem neuen Mitarbeiter haben, wie Klaus-Peter Köpcke, operativer Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Greifswald, erläutert.

„Zwei Flüchtlinge teilen sich einen Platz. Während der eine den Kurs besucht, geht der andere zur Arbeit. In der nächsten Woche ist es dann umgekehrt.“ Die Projektbeschreibung ist deshalb mit „Fifty-Fifty = 2 x 100%“ überschrieben.

Mehrere Unternehmen hätten bereits zugesagt, weitere Firmen werden aber noch gesucht. Die Greifswalder leisteten damit Pionierarbeit, denn auf Erfahrungswerte anderer Agenturen könnten sie nicht zurückgreifen, da es anderswo ein solches Projekt (noch) nicht gebe, wie Köpcke sagte.

Vorgestellt wurde das Vorhaben auf einer Hotel- und Gaststättenmesse in der Wirtschaftsakademie Nord am Sonnabend. Ein besonders großer Teil von Flüchtlingen fände erstmal im Gastronomie-Bereich Arbeit, so Köpcke. Mit der Resonanz zeigte sich Köpcke zufrieden. So auch Shaimaa Elsayed. Die Ägypterin lernt gerade Deutsch und möchte gerne in der Küche arbeiten. „Die Wörter für die Gemüsesorten kenne ich schon“, sagte sie. Nun hoffe sie, bald eine Stelle zu finden.

Ein Greifswalder Gastronom zog hingegen ein durchwachsenes Fazit: „Ich will niemanden diskriminieren. Es ist nur so, dass ich mit den Leuten nichts anfangen kann, wenn sie kein Deutsch und dann auch Kundenbestellungen nicht verstehen können.“ Kai Lachmann

OZ

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