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Imker: „Pestizide in der Landwirtschaft schaden Bienen“

Rankwitz Imker: „Pestizide in der Landwirtschaft schaden Bienen“

Hans Warnke aus Rankwitz beklagt auch Probleme mit der Varroamilbe

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Eine Biene sucht an der Blüte einer Sonnenblume nach Nahrung.

Quelle: Foto: Dpa

Rankwitz. Hans Warnke ist seit vielen Jahren Imker. Und er wird es wohl bleiben, solange ihn seine Füße tragen, versichert der 80-jährige Rentner. Es sei ein zutiefst erfüllendes Hobby, bei dem man eng mit der Natur, ihrem Werden und Vergehen verbunden ist. Schon Vater und Großvater hatten Bienen. Von daher ist Hans Warnke mit den Immen von frühester Jugend an vertraut.

OZ-Bild

Hans Warnke aus Rankwitz beklagt auch Probleme mit der Varroamilbe

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In den Jahren seiner Imkerei hat sich die Landwirtschaft aber gravierend verändert, was sich für die Aufzucht von Bienen häufig als Problem darstellt. Warnke, selbst promovierter Diplom-Landwirt, erläutert: „Die industrielle Großraumwirtschaft führt mehr und mehr zu Monokulturen. Um auf den großen Flächen Schadenserreger im Zaum zu halten und die Verbreitung von Unkräutern in den Kulturen einzudämmen, werden Pestizide eingesetzt, die den Honigbienen und Wildinsekten schaden. Ohne diese Pestizide aber ist die herkömmliche industrielle Landwirtschaft und damit im weitesten Sinne die Ernährung der Menschheit nicht mehr möglich.“

Außerdem plagen sich die Imker unter anderem mit der aus Asien eingeschleppten Varroamilbe herum, die Brut und Bienen schädigt und Viren überträgt. Hans Warnke bedauert, dass die strukturelle Vielfalt der Vegetation durch die Zwänge der Marktwirtschaft zunehmend verloren geht. „Wo finden sich heute noch blühende Wiesen, auf denen Bienen ihren Nektar finden! Sie werden zur Futtergewinnung schon vor Blühbeginn abgemäht.“

Deshalb begrüßt der Bienenzüchter ein vom Landwirtschaftsministerium aufgelegtes Förderprogramm, nach dem Pflanzenproduzenten prämiert werden, wenn sie Blühflächen an Feldrändern stehen lassen oder neue anlegen. Wichtig ist Hans Warnke noch diese Anmerkung: „Allgemein wird die Biene in erster Linie als Lieferant für Honig gesehen, wobei jedoch ihre Bestäubungsleistung gleichermaßen wichtig ist.“

Hat für die Imker die Saison eigentlich schon richtig begonnen? „Die Bienen mögen das kalte Wetter so wenig wie wir Menschen. So richtig aktiv werden sie erst, wenn das Thermometer die Zehn-Grad-Marke überschritten hat. Dann umschwirren sie die Frühblüher in Wald und Flur, bevor sie sich im Mai in den Rapsfeldern und später an den Linden satttrinken.“

Der Rankwitzer will in seiner Betrachtung nicht soweit gehen, dass die Menschheit ohne Bienen völlig verloren wäre. Aber: „Die Gesundheit der Bienen ist ein wichtiges Indiz für eine intakte Natur“, sagt er.

Ohne Zweifel habe auch der Rankwitzer in seiner langen Zeit Lehrgeld bezahlen müssen, deshalb findet er es wichtig, dass Anfänger sich einen Paten suchen und zunächst mit zwei bis drei Völkern beginnen. So hat er gerade den jungen Ronny Grabarek aus Krienke unter seine Fittiche genommen. Hans Warnke hält darüber hinaus eine Verbindung zum regionalen Imkerverein bei dem Hobby für vorteilhaft.

Ingrid Nadler

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