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Konzern-Umbau geht voran — Stadtwerke-Chef wird mächtiger

Wirtschaft Konzern-Umbau geht voran — Stadtwerke-Chef wird mächtiger

Unternehmen kauft eigene Anteile zurück und ist nun komplett in kommunaler Hand — und in denen von Thomas Prauße: Er hat in fast allen Bereichen das Sagen

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Stadtwerke Greifswald nun zu 100 Prozent kommunal

Wir haben in all den Jahren die Defizite des Verkehrs- betriebes und des Schwimmbads ausgeglichen.“Geschäftsführer Thomas Prauße

Greifswald. Der Konzernumbau der Stadtwerke geht weiter. Jüngster Schritt: Rückkauf des 40-prozentigen Anteils, den die Bremer Stadtwerke an der Stromversorgung Greifswald hielten. Dies sei notwendig geworden, um die Stromversorgung — bislang eine Tochtergesellschaft der Greifswalder Stadtwerke — mit dem Mutterkonzern zu verschmelzen. „Die Anlagen, die Kunden- und Lieferantenverträge, sonstige Verträge und das Personal gehen damit an die Stadtwerke Greifswald über“, teilt die Firma mit.

Kaufpreis wird erstmal

nicht veröffentlicht

Seit 1992 saßen die Bremer mit im Greifswalder Boot. Über den Kaufpreis schweigt sich Geschäftsführer Thomas Prauße aus. „Zu internen Vertragsangelegenheiten geben wir keine Auskunft.“ Da die Stadtwerke aber nun zu 100 Prozent kommunal sind, wird die Ausgabe aus später zu veröffentlichenden Bilanzen herauslesbar sein. Das Geschäft wurde zum 1. Januar gültig. Der Kaufpreis wird damit in die Jahresrechnung für 2016 einfließen und sich auch auf den Betrag auswirken, den die Stadtwerke jährlich ans Stadtsäckel abführen. 2013 waren es noch 146 000 Euro. Im Jahr 2014 lag dieser aufgrund der Übernahme der Stadtwerke Grimmen bei null Euro. 49 Prozent gehörten schon den Greifswaldern. Die übrigen 51 Prozent des Unternehmens aus der Trebelstadt waren damals für 18000 Euro zu haben. Um die finanziellen Spielräume zu vergrößern, erhöhten die Greifswalder bei den Grimmern noch das Eigenkapital um 2,7 Millionen Euro. Über den jetzt vollzogenen Deal mit den Bremern mutmaßte Andreas Kerath, Chef der SPD-Fraktion in der Bürgerschaft, schon vor einem Jahr: „Das ist sicher eine Nummer größer als bei Grimmen.“

Nach dem Kauf des Anteils sind die Greifswalder Stadtwerke nun nicht nur zu 100 Prozent in städtischer Hand, sondern auch fast komplett in der Verantwortung von Geschäftsführer Prauße. „Im Jahr 2017 sollen alle Tochterunternehmen, außer Verkehrsbetrieb Greifswald GmbH, Schwimmbad und Anlagen Greifswald GmbH und BiG Bildungszentrum Greifswald gGmbH auf die Stadtwerke Greifswald GmbH verschmolzen werden“, teilt er mit. Bei den Stadtwerken hat er schon den Hut auf, bei den Verkehrsbetrieben seit dem Weggang von Oliver Haarmann im vergangenen August auch. Zudem hat Ronny Stieber Anfang dieses Jahres einen neuen Verantwortungsbereich bekommen. Heißt: auch beim Freizeitbad ist Prauße nun alleiniger Geschäftsführer. Einzig im BiG ist mit Dorit Wehling noch eine andere Person auf einem Chefsessel zu finden.

Laut Prauße müssen anstatt wie früher 13 dann nur noch fünf Jahresabschlüsse gemacht werden — für die Stadtwerke GmbH, das Schwimmbad, das BIG, den Verkehrsbetrieb und den Gesamtkonzern. Die Holding bleibt bestehen.

Umbau hat auf Strom- und

Gaspreis keinen Einfluss

„Auch in Zukunft werden wir bestmögliche Angebote für die Menschen in Vorpommern schaffen, dabei Nähe und Service für unsere Kunden bieten und vor allem nachhaltig in den Klimaschutz investieren“, sagt Prauße. Indes werden Kunden in der für sie wahrscheinlich wichtigsten Hinsicht vom Umbau nichts mitbekommen: Die Endpreise, die sie für Strom und Gas zu zahlen haben, sind kürzlich erst verändert worden. Begründet wurde dies aber mit anderen Faktoren. Beim Gaspreis habe eine „ständige Optimierung des Gaseinkaufes“ dazu geführt, dass Kosten reduziert und der Preisvorteil zum Jahresbeginn an Kunden in Greifswald und Grimmen weitergegeben werden konnte. Die Erhöhung der Strompreise um 60 Cent je Kilowattstunde zum 1. Februar in Greifswald und Wackerow hingegen lag an „gestiegenen Netzentgelten und staatlichen Umlagen“.

 



Kai Lachmann

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Greifswald
Stadtwerke-Chef Thomas Prauße ist seit 2014 in Greifswald.

Der Konzern wird umgebaut: Tochtergesellschaften verschmelzen mit der Mutterfirma. Und der Chef bekommt mehr Verantwortung.

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