Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Künftig Segelschiffe aus Ladebow

Greifswald Künftig Segelschiffe aus Ladebow

Im Gewerbegebiet haben die Vorbereitungen für den Bau einer Bootsbauhalle begonnen

Greifswald. Hanseyachtsgründer Michael Schmidt ist zurück in der Welt der Bootsbauer. 2011 hatte der Unternehmer seinen Anteil an der Firma verkauft. Schmidt sei nach dem Abgang bei Hanseyachts auf den Meeren unterwegs gewesen, heißt es. Das war dem Mittsechziger offenbar zu wenig.

 

OZ-Bild

Nahe der Eisenbahn entsteht der Betrieb im Gewerbegebiet.

Quelle: eob

Im Gewerbegebiet Hafen Ladebow wird künftig die Firma Michael Schmidt Yachtbau GmbH Schiffe produzieren. Sie will Segelyachten von 22 bis 35 Metern Länge bauen. So steht es in einer Zeitungsannonce.

Die Firma kündigt dort für den 1. Oktober dieses Jahres den Produktionsbeginn an. Als Firmensitz wird der Karl-Marx-Platz 11 in Greifswald, dort befindet sich eine Rechtsanwaltskanzlei, angegeben. Gesucht werden für Ladebow Bootsbauer, Tischler, Yachtelektriker, Schlosser und ein Teilzeitbilanzbuchhalter.

Laut Anzeige ist die Produktionsstätte bereits jetzt bis Ende 2018 ausgelastet. Mit Längen von über 22 Metern sind die meisten der avisierten Segelschiffe allesamt größer als die Hanse 675, das größte Modell von Hanseyachts. Auf seiner Internetseite präsentiert Schmidt Yachtbau derzeit auch Boote von zwölf Metern Länge, sogenannte Daysailer. So nennt man kleine Schiffe, die in der Regel für Tages- und Wochenendausflüge genutzt werden.

Die anderen drei angebotenen Seglertypen sind „Fast Sailing Cruising Yachts“, also schnelle Yachten für Kreuzfahrten mit bis zu 100 Fuß (30,5 Meter) Länge. Eine von Lorenzo Argento von Brenta Design konstruierte und dem englischen Star-Architekten David Chipperfield gestaltete „Brenta 80“ hat Michael Schmidt auf der Messe „boot“ in Düsseldorf vorgestellt. Solche Schiffe sollen künftig durch die Firma gebaut werden. Seitens der Schmidt Yachtbau GmbH kündigte Sandra Berger auf OZ-Nachfrage zu näheren Informationen in den nächsten zwei Wochen eine Pressemitteilung an. Inzwischen sind auch die Bauleute im Gewerbegebiet Ladebow angerückt. Im Mai hatte die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) dem Schiffbauer ein Grundstück im dortigen Gewerbegebiet verkauft. Der Bima gehören die meisten noch freien Flächen im zugehörigen Bebauungsplan.

Die vorbereitenden Arbeiten für den neuen Standort haben inzwischen begonnen. „Am 23. Mai ging bei der Bauaufsichtsbehörde der Stadt Greifswald der Antrag für den Neubau einer Bootsbauhalle mit Büro und Sozialanbau ein“, informiert Stadtsprecherin Andrea Reimann. „ Das Baugenehmigungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen.“ Aber am 26. Juli wurde eine Teilbaugenehmigung erteilt. Sie betrifft beispielsweise die Beräumung der Fläche, die Baustelleneinrichtung sowie die Herstellung der Fundamente einschließlich der Herstellung der Stahlbetonbodenplatte.

Alle zehn Jahre baggern

Ob die vom Wasser- und Schifffahrtsamt geplante Ausbaggerung der versandeten Fahrrinne zum Hafen Ladebow erfolgt, ist noch nicht klar. Die Wirtschaftlichkeitsberechnung ist noch nicht abgeschlossen, so Bearbeiter Jörg Hein auf OZ-Nachfrage. Vor Ende September lohne keine erneute Nachfrage. Bislang heißt es immer, dass die Baggerung zu 95 Prozent wirtschaftlich sei. Der Hafen leidet stark weil ihn nur Schiffe mit maximal fünf Meter Tiefgang anlaufen können. 6,90 Meter sollen es wieder werden. Greifswald plant parallel zur 2,7 Millionen Euro teuren Vertiefung der Fahrrinne die Ausbaggerung des ebenfalls versandeten Hafenbeckens für 600000 Euro. Die Bürgerschaft hat zugestimmt. Allerdings rückt aus Richtung Ladebow immer wieder Sand nach. Die letzte Baggerung erfolgte vor zehn Jahren. Man könnte theoretisch eine ganz lange Mole in den Bodden bauen, um sich dagegen zu wappnen, meint Hein. Nun gibt es eine Mole, den Tankanleger, der Sand abfangen würde, wenn er auf der Westseite des Hafenbeckens liegen würde. Der wurde zweckmäßigerweise in der Nähe des Seehafentanklagers angelegt, so Stadtsprecherin Andrea Reimann. „Zur Verminderung des Sandtransportes aus Richtung Wampen wurde am nördlichen Ende des Seehafens eine Buhne errichtet. „Diese verlangsamt die Versandung, kann sie aber logischerweise nicht gänzlich unterbinden.“ eob

Eckhard Oberdörfer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
OZ-Bild
mehr
Mehr aus Wirtschaft
Verlagshaus Greifswald

Johann-Sebastian-Bach-Str. 32
17489 Greifswald

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag
10.00 bis 17.00 Uhr
Freitag
10.00 bis 15.30

Leiterin Lokalredaktion: Katharina Degrassi
Telefon: 0 38 34 / 79 36 74
E-Mail: greifswald@ostsee-zeitung.de

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Physik,Kernphysik,Wendelstein,Plasmaphysik,Atome Teaser der den User auf die Themenseite führen soll image/svg+xml Image Teaser Wendelstein 7-X 2015-09-23 de Themenseite Wendelstein 7-X In der Fusionsanlage des Max-Planck-Instituts in Greifswald wird erforscht, ob sich die Kernfusion zur Energiegewinnung eignet. Hier finden Sie Artikel, Videos und viele weitere Informationen zum Thema.
Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Termine, Events, Veranstaltungen Teaser der den User auf die Seite "Termine" führen soll image/svg+xml Image Teaser Termine 2015-09-23 de Veranstaltungen Aktuelle Termine Konzerte, Kino, Ausstellungen, Vorträge, Theater, Workshops, Tanz und noch vieles mehr. Alle Veranstaltungen und Freizeittipps in Ihrer Nähe finden Sie hier.
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Lererbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.