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Greifswald Laden soll für mehr Leben im DLZ sorgen

Seit gestern gibt es internationale Lebensmittel am Pomeroder Platz / Interessenten für Sparkassenfläche

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Hassan Younes (Mitte) wird das Geschäft leiten, Hassan Ali (l.) und Ali Cheaib helfen und unterstützen ihn dabei.

Quelle: Fotos: Kai Lachmann

Greifswald. Mate-Tee aus Argentinien, Popcorn aus der Türkei, Gewürze aus Indien und alkoholfreies Bier mit Apfelgeschmack aus dem Libanon: Wer durch die Gänge des Ladens „Sarepta“ streift, hat die Möglichkeit, viele Dinge zu entdecken, die es in Greifswald sonst nur schwer oder gar nicht zu kaufen gibt. Gestern öffnete das Lebensmittelgeschäft im Dienstleistungszentrum (DLZ) an der Ecke Anklamer/Beimlerstraße.

 

OZ-Bild

Viele bedauern, dass die Sparkasse zu einer Selbstbedienungsfiliale umgewandelt wird.

Quelle:

Wir sind froh, dass nach dem Weggang von Penny wieder Schritt für Schritt mehr Leute herkommen.“Ortsteilvertreter Peter Multhauf

Geleitet wird „Sarepta“ von Hassan Younes. Der 23-Jährige stammt ursprünglich aus dem Libanon, kam im Alter von zehn Jahren nach Osnabrück und zog vor vier Jahren nach Greifswald. „Nach meinem Fachabitur habe ich meinem Cousin im Exporthandel mit Autos geholfen“, sagt Younes. Da sie immer mal wieder auch Lebensmittel aus anderen Ländern nach Deutschland gebracht hätten, sei stetig offensichtlicher geworden, dass es in Greifswald eine Marktlücke gibt. Vor allem, nachdem im vergangenen Jahr viele Flüchtlinge aus Syrien nach Greifswald gekommen sind, die hier nun die gewohnten Nahrungsmittel vermissen. „Aber wir sind für alle da“, sagt Hassan Ali, der ebenfalls Verantwortung für die Leitung des Ladens trägt. „Die Kunden bisher sind zu 85 Prozent Einheimische aus der nahen Wohngegend, die schauen wollen, was es hier Neues gibt“, sagt Ali. Noch sind einige Quadratmeter Ladenfläche ungenutzt. In Kürze sollen eine Kühltruhe für Fleisch und möglicherweise auch eine Sitzecke für Kunden angeschafft werden, die im Geschäft noch einen Tee trinken und sich ein bisschen unterhalten möchten.

Einer der ersten Kunden war der Vorsitzende der Ortsteilvertretung Schönwalde I/Südstadt, Peter Multhauf (Linke). „Wir begrüßen die Initiative sehr und sind froh, dass nach dem Weggang von Penny wieder Schritt für Schritt mehr Leute herkommen“, sprach er für das Gremium. Hassan Ali gab aber zu bedenken: „Wir sind aber kein Penny. Unser Laden ist damit nicht zu vergleichen.“

Den Wunsch nach mehr Belebung des DLZ trägt nicht nur Multhauf. Auch Hausverwalter Wolfgang Helbig, dem das Objekt seit fünf Jahren gehört, setzt Hoffnungen in den neuen Laden: „Seitdem Penny ausgezogen ist, haben hier Lebensmittel im Angebot gefehlt.“ Für einen weiteren Supermarkt sei die Fläche zu klein und der Wettbewerb in der näheren Umgebung sehr stark. Helbig sieht da auch die Stadt in der Verantwortung. „Wenn sie immer größerere Verkaufsflächen genehmigt, muss sie sich nicht wundern, wenn die Kleineren damit nicht mehr konkurrieren können.“

Der Platz für „Sarepta“ wurde frei, da sich die dort vorher ansässige Videothek verkleinerte und in die ehemaligen Räume von Unicef auf die andere Seite des Flurs zog. Eine weitere freie Fläche ist die des früheren Sonnenstudios. „Sie ist schon vermietet“, sagt Helbig. Dort ziehe ein Mieter „aus dem ärztlichen Bereich“ ein.

Von vielen Mietern und DLZ- Kunden bedauert wird der Auszug des Service-Centers der Sparkasse Vorpommern. Ab Februar soll es – trotz Sammlung von mehr als 1000 Unterschriften – nur noch eine Selbstbedienungsfiliale geben. Für die freiwerdende Fläche gebe es schon Interessenten. „Es muss passen“, sagt Helbig. Er könnte sich einen Zahnarzt oder einen Optiker vorstellen.

Die meisten Mieter und Kunden stellen dem DLZ ein sehr positives Zeugnis aus. Mehrere sind dort seit dem Umbau des Hauses im Jahr 1993 aktiv. Einen Kritikpunkt hört man aber häufiger: „Man kann hier nicht so richtig bummeln.“ Helbig: „Das stimmt und hängt mit den baulichen Möglichkeiten zusammen. Viel ändern lässt sich daran leider nicht.“

Kai Lachmann

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