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Museumshafen: Noch drei Wochen Umweg

Museumshafen: Noch drei Wochen Umweg

Wer die Sonne genießen will, muss sich dort derzeit mit zwei Baustellen arrangieren / So manchen Urlauber schreckt das ab / Aus dem Rathaus gibt es auch eine gute Nachricht

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Die Umleitungsschilder stehen direkt an der Brücke, werden aber nicht von jedem wahrgenommen oder verstanden. Sollte man von dieser Stelle „geradeaus und dann links“ gehen, käme man übrigens auch nicht auf die andere Seite.

Quelle: Kai Lachmann

Greifswald. Der Sommer ist zurück. Zahlreiche Greifswalder verbringen die sonnigsten Stunden des Tages und die lauschigen Abende gerne am Museumshafen. Doch ausgerechnet jetzt wird die Fußgängerbrücke auf Vordermann gebracht. Seit Montag ist sie gesperrt. Die Stadt hat angekündigt, dass das gleich einen ganzen Monat lang so bleiben wird, also ab jetzt noch drei Wochen.

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Wer die Sonne genießen will, muss sich dort derzeit mit zwei Baustellen arrangieren / So manchen Urlauber schreckt das ab / Aus dem Rathaus gibt es auch eine gute Nachricht

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Im Notfall würden wir auch rüberschwimmen!“Für Dominik Aquilotto und seine Kumpels ist die Sperrung der Brücke kein Problem.

Der Umweg von der Innenstadt zu einem der schönsten Greifswalder Plätze führt über die Steinbeckerbrücke. Direkt an der Absperrung weist ein Schild darauf hin. Doch nicht jeder hat Lust, die paar hundert Meter auf sich zu nehmen. Immer wieder ist die gleiche Szene zu beobachten: Menschen stehen ratlos vor der Sperrung, blicken fragend drein . . . und drehen um.

„Die Einheimischen kommen her wie sonst auch“, sagt eine Verkäuferin am Hafen. „Aber die Touristen fehlen“, hat sie beobachtet. Tagsüber sei es dementsprechend leerer. Die Abende seien aber – je nach Wetter – gut besucht wie sonst auch. Doch dass die Fußgängerbrücke ausgerechnet jetzt zur Baustelle wird, findet sie „ärgerlich“. Denn auch die andere Baustelle zwischen den Schienen und der Promenade ist noch längst nicht fertig. Im Oktober soll es so weit sein.

Zwei Baustellen zur schönsten Sommerzeit – eine schwierige Saison sei es trotzdem nicht, meint Rene Dietl vom Gaststättenschiff „Pomeria“. „Es wäre aber auch okay, wenn man die Arbeiten an der Brücke in der Nachsaison gemacht hätte“, sagt er. Dass sie noch drei Wochen dauern, habe so manchen Gast schon auf die Frage gebracht, warum denn überhaupt „eine neue Brücke“ gebaut werde.

Zur Dauer der Arbeiten erläutert Andrea Reimann, Sprecherin der Stadt: „Die Sperrung von insgesamt vier Wochen wurde vorsorglich angemeldet. In dieses Zeitfenster ist auch ein möglicher Stillstand wegen schlechten Wetters einkalkuliert.“ Das sei auch der Grund, warum die Arbeiten nicht im Oktober ausgeführt würden. Die gute Nachricht: Sollten die Arbeiten früher fertig werden, werde auch die Brücke selbstverständlich auch früher wieder geöffnet.

Nach 13 Jahren sei es an der Zeit, den Korrosionsschutz zu erneuern. Dafür müssten die Planken aufgenommen werden, weshalb während der Arbeiten keine Passanten dort langlaufen könnten. „Die beauftragte Leistung beinhaltet die Reinigung der Brücke, das Entfernen des losen Anstrichs, die partielle Entrostung, den Komplettaufbau des Anstrichsystems mit vier Anstrichen und einem abschließenden ein Komplettanstrich der gesamten Brücke samt der Pylonen.“ „Uns macht die Sperrung nichts aus“, sagt Lehramtsstudent Dominik Aquilotto, der mit ein paar Freunden die Sonne und ein Kaltgetränk auf den Stufen am Wasser genießt. „Im Notfall würden wir hier sogar rüberschwimmen!“ Und während er das sagt, springen – wie eh und je – ein paar Kinder von der Brücke ins Hafenbecken.

Kai Lachmann

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