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Greifswald Neue Heimat für Pflegebedürftige
Vorpommern Greifswald Neue Heimat für Pflegebedürftige
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02:25 31.03.2014
Blick in die große Gemeinschaftsküche im betreuten Wohnbereich der Anlage „Am Rosengarten“ in Lubmin. Quelle: Reik Anton
Lubmin

Ab sofort rollen Umzugswagen durch das Seebad. Ihr Ziel: Das neue Senioren- und Servicezentrum „Am Rosengarten“ in der Hafenstraße. Ab morgen wird die Einrichtung neue Heimat für 18 pflegebedürftige Menschen sein. Die Anlage, zu der auch eine Begegnungsstätte und 45 barrierefreie Wohnungen gehören, steht unter der Regie des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Ostvorpommern. „Ein Projekt in dieser Größenordnung haben wir als Kreisverband bisher noch nicht gestemmt“, sagte Vorstandsvorsitzender Bernd Müllejans am Samstag bei der Eröffnung des Begegnungszentrums und der betreuten Wohngemeinschaft. Sieben Millionen Euro wurden in den gesamten Standort investiert. 1,6 Millionen davon sind Eigenmittel des DRK, dazu kommen ein Kredit von vier Millionen Euro sowie Fördermittel des Landes.

Tag und Nacht werden die Bewohner der Wohngemeinschaft (WG) künftig gepflegt. „Es ist wichtig, dass sie einen festen Tagesablauf haben“, erklärt Astrid Schwab, Leiterin der Wohneinheit. Ihre Mitarbeiter würden sich auf jeden Mieter individuell einstellen, so Schwab. „Der eine kann morgens sein Brötchen selbst schmieren, der andere braucht dabei Hilfe“, sagt Altenpflegerin Schwab. Für die Beschäftigung der insgesamt 24 Mieter stehen ebenso viele Pfleger bereit. Schwab: „Die Aktivitäten reichen von Spazierengehen über Vorlesen, Klavierspielen bis hin zum gemeinsamen Kochen.“ Das passiert in der großen Gemeinschaftsküche, die das Herzstück der Etage bildet. Hier soll auch zusammen gespeist werden. Um den Koch- und Essbereich herum sind die zwölf Einzelzimmer angeordnet, jedes 21 Quadratmeter groß und mit eigenem Bad.

Schwab sei sich bewusst, dass es anfangs zwischen den Bewohnern auch Schwierigkeiten geben könne. „Sie müssen sich erst kennenlernen. Das ist wie in jeder Wohngemeinschaft.“ Insgesamt stehen der WG zwei baugleiche Etagen zur Verfügung. Morgen werden die Zimmer im Erdgeschoss bezogen, im Juni soll sich die erste Etage mit Leben füllen. „In der oberen Einheit gibt es noch sechs freie Plätze“, erklärt Schwab.

Die Auswahl der Bewohner erfolgte durch Einzelgespräche mit den Familien. „Außerdem ging es auch nach Dringlichkeit und dem Zeitpunkt der Anmeldung“, so Schwab. Jeder Bewohner müsse dazu die Pflegestufe eins oder zwei vorweisen. Ein Zimmer kostet monatlich je nach Pflegestufe zwischen 900 und 955 Euro warm. Darin enthalten sind auch die Kost und die 24-Stunden-Betreuung. „Wenn die Pflegekasse einem Mieter einen Wohngruppenzuschlag erteilt, sinkt der Mietpreis auf 700 bis 755 Euro“, erklärt Wilma Bligenthal, Leiterin der Ambulanten Dienste des DRK Ostvorpommern. Bei einem Rundgang durch das Objekt wird klar: Die Bewohner werden nicht eingesperrt. Die Türen zum Außenbereich, wo sich der für die Anlage namensgebende Rosengarten befindet, sind immer offen. „Geht ein Bewohner nach draußen, ertönt beim Personal ein Signal und man kann nach dem Rechten sehen“, so Bligenthal. Auch eine große Terrasse mit Blick auf den Innenhof steht den Mietern zur Verfügung. Sie würden bis zu ihrem Tod in der WG gepflegt, ergänzt Bligenthal. „Da sollen sie es so schön wie möglich haben.“

Anlage „Am Rosengarten“
7 Millionen Euro kostete die Anlage „Am Rosengarten“ in Lubmin. Zu den Fördermittelgebern gehört nicht nur das Land Mecklenburg-Vorpommern, sondern auch die Deutsche Fernsehlotterie. Das Zentrum wurde innerhalb eines Jahres errichtet und steht neben der altersgerechten Wohnanlage „Haus am Teufelsstein“. Das neue Projekt umfasst eine Begegnungsstätte, das betreute Wohnen für 24 Pflegebedürftige und eine barrierefreie Wohneinheit mit 45 Wohnungen. Diese sollen am 1. Juli bezugsbereit sein.
Es ist wichtig, dass die Bewohner einen festen Tagesablauf haben.“Astrid Schwab, Leiterin der Wohneinheit



Reik Anton

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