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Neuer Parkplatz kostet einen Euro am Tag – Kritik von Grünen

Greifswald Neuer Parkplatz kostet einen Euro am Tag – Kritik von Grünen

An der Bahnhofstraße entstehen 100 Stellflächen / Erneut entflammt Streit über Parkstrategie in der Innenstadt

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Greifswald. Die Hansestadt bekommt einen neuen preiswerten Parkplatz an der Bahnhofstraße. „Der Aufsichtsrat der Greifswalder Parkraumbewirtschaftungsgesellschaft hat sich für einen Euro am Tag entschieden, zwei Stunden kosten 50 Cent“, informierte der Vorsitzende des GPG-Aufsichtsrates Axel Hochschild (CDU) im Bauausschuss der Bürgerschaft. Er vertritt die CDU in dem Gremium.

Noch in diesem Jahr entstehen neben der Abstellfläche für Busse etwa 150 neue Stellplätze. Sie sollen wie der Museumshafen Nord – dort kostet das Abstellen des Autos für einen Tag auch einen Euro – besonders Pendler, aber auch Besucher der Stadt anziehen, so der Geschäftsführer der GPG, Detlef Borchert.

„Der eine Euro ist nicht zeitgemäß“, kritisierte indes Ulrich Bittner (Grüne). Das Parken in der Innenstadt müsse teurer als die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs sein, erneuerte er eine alte Forderung seiner Partei. „Tarife wie ein Euro am Tag und 50 Cent für zwei Stunden müssen abgeschafft werden“, sagte er. „Auch kurzfristig.“ Und wenn zu einer bestimmten Tageszeit die Stellplätzen in der Innenstadt für Bewohner knapp würden, müssten die öffentlichen Parkplätze automatisch zugunsten der Bewohner wegfallen.

„Wir dürfen die Kennzeichen der in die Innenstadt einfahrenden Fahrzeuge nicht überwachen“, winkte der GPG-Geschäftsführer ab. „Und vor fünf Jahren beschloss die Bürgerschaft, dass Parkplätze im öffentlichen Straßenraum nicht teurer als zwei Euro in der Stunde sein dürfen.“ Dieser Beschluss müsste erst aufgehoben werden. Axel Hochschild begründete den einen Euro am Bahnhof mit der Strategie der GPG. Um den Parksuchverkehr Richtung Zentrum zu verringern, steigen die Gebühren, je näher man dem Markt kommt. Zur Umsetzung dieser Strategie würden ausreichend Plätze außerhalb der historischen Mauern benötigt, zumal die GPG das Anwohnerparken stärken wolle. Weitere Parkautomaten sollen im Zentrum wegfallen.

Mehr Stellplätze am Museumshafen Nord

Die geplante Erhöhung der Kapazität des Parkplatzes Museumshafen Nord würde im Gegenzug neue Angebote für Besucher und Pendler schaffen, so GPG-Geschäftsführer Borchert. Er hält auch den Bau eines Parkhauses auf dem Nexöplatz für notwendig. „Wir haben die Wirtschaftlichkeit anderer Standorte für diese Investition geprüft und diese verworfen“, sagte er. Das heißt, die Idee der Bürgerschaftsabgeordneten Milos Rodatos (früher Piraten, jetzt parteilos) und Erik von Malottki (SPD) ist vom Tisch. Sie hatten vorgeschlagen, die Mensa am Schießwall ab 2018 zum Parkhaus umzubauen.

Das akademische Speisehaus wird dann nicht mehr gebraucht, weil eine neue Mensa in der Loefflerstraße die Versorgung übernimmt.

Parkhaus Nexöplatz soll 400 Stellflächen haben

Gegenwärtig läuft das Verfahren für einen Bebauungsplan für das Parkhaus Nexöplatz. Dieser sieht vor, dass in einer ersten Ausbaustufe rund 400 Parkplätze zur Verfügung stehen könnten. Wie Borchert informierte, sei am Nexöplatz ein Angebot für Greifswalder vorgesehen, die ihr Auto sicher abstellen wollen. „Der Bedarf für Dauerparkverträge ist sehr groß“, betonte er. Auch Räder soll man am Nexöplatz sicher abstellen können. So ein Kombiangebot dürfte für Anwohner interessant sein.

Ulrich Bittner kritisierte auch den geplanten teuren Parkhausbau und die Versiegelung von Flächen. „Wir versiegeln keine weiteren Flächen“, hielt Hochschild dagegen. Das Parkhaus sei vielmehr ein Beispiel für kosten- und flächensparendes Bauen.

Mehr Sicherheit an der Parkhauszufahrt

Null Euro kostet das Abstellen der Autos in Gewerbegebieten wie Herrenhufen oder Helmshäger Berg. Die Möglichkeit von dort weiter per Bus in die Innenstadt zu fahren, wird laut GPG kaum genutzt.

Die Zu- und Abfahrt zum Parkhaus Nexöplatz soll nach jetzigem Planungsstand weiter über die Anklamer Straße möglich sein. Ob die Pkw-Fahrer auch die Bleichstraße nutzen, könnten die Pkw-Fahrer entscheiden. Für Linksabbieger soll es eine Aufstellspur geben. Ferner ist eine Verbesserung der Sichtverhältnisse an der Anklamer Straße geplant. Dort sind in der Realität viele Radfahrer in beiden Richtungen unterwegs (erlaubt ist nur die Fahrt Richtung Schönwalde). Das soll die Unfallgefahr vermindern.

Eckhard Oberdörfer

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