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Neuer Plan soll Knotenpunkt in Zinnowitz entwirren

Zinnowitz Neuer Plan soll Knotenpunkt in Zinnowitz entwirren

Kreis bessert auf B 111 nach / Polizei soll Ostern Verkehr verstärkt überwachen

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Ein tägliches Bild auf der B 111 an der Kreuzung zum Gnitz: Oft müssen die Autofahrer lange Wartezeiten in Kauf nehmen.

Quelle: Fotos: Hannes Ewert

Zinnowitz. Wenn der Zinnowitzer Gemeindevertreter Paul Pazdzior (SPD) auf die Kreuzung zum Neuendorfer Weg an der B 111 schaut, betet er insgeheim, dass nichts Schlimmes passiert. „Ich mag gar nicht an die Osterfeiertage denken“, sagt der Zinnowitzer. Der pensionierte Fahrschullehrer weiß, wie gefährlich die Kreuzung sein kann. Gerade erst vor zwei Wochen war ein Rentner dort auf Abwegen und landete mit seinem Kleinwagen auf der Leitplanke. „Die Autofahrer, die aus Richtung Ahlbeck kommen, haben meist das größte Problem. Sofern ein Fahrer vor ihnen links nach Neuendorf abbiegen möchte, staut sich der Verkehr dahinter“, erläutert er.

 

OZ-Bild

Beschäftigt sich mit der Kreuzung: Paul Pazdzior (SPD).

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Als Vorsitzender des hiesigen Ordnungsausschusses beschäftigte sich der 73-Jährige mit dem Thema – mit Erfolg. „Jetzt kam vom Landkreis die Antwort, dass bis zum Osterfest eine Linksabbiegespur nach Neuendorf errichtet werden soll“, so Paul Pazdzior. „Die Verkehrsinsel wird rund 20 Meter Richtung Ahlbeck verlegt“, fügt er an. In dem Schreiben heißt es, dass durch die Linksabbiegespur die Leichtigkeit und Flüssigkeit des Verkehrs im Zuge der B 111 verbessert werden soll. Außerdem soll die Höchstgeschwindigkeit vor Zinnowitz aus Richtung Wolgast von 100 auf 70 km/h herab gesetzt werden.

Sein Traum ist allerdings immer noch die Errichtung eines Kreisverkehres an dieser Stelle statt der geplanten Lösung einer Ampelanlage. „Wir haben hier einen möglichen Radius von etwa 22 Metern. Das würde reichen, um einen kleinen Kreisverkehr zu installieren“, erklärt er. Er betont vor allem den besseren Verkehrsfluss. „Kreisverkehre machen sich gut. Es gibt verschiedene Orte – auch in der Umgebung – wo sich Kreisverkehre bezahlt gemacht haben“, sagt er.

„Vom Ordnungsausschuss gaben wir das Problem an das Nord-Amt weiter. Da die Straße nicht in der Hoheit der Gemeinde liegt, wurde das Problem an den Landkreis herangetragen“, betont er. Und der Landkreis Vorpommern-Greifswald reagiert prompt. „Die bereits vorhandene Stahlleitwand, die den Verkehr aus der Alten Strandstraße in Richtung B 111 führt, wird verlängert“, kündigt Kreissprecher Achim Froitzheim an. Ein Abbiegen aus der Alten Strandstraße in Richtung Ahlbeck oder Neuendorfer Weg ist nicht möglich.

Auch die Radfahrer sollen von der neuen Regelung profitieren. „Die Verkehrsinsel wird in Richtung Ahlbeck verschoben. Damit soll der Fußgänger- und Radverkehr aus dem Knotenpunktbereich gehalten werden. Im Bereich der Baustelle werden sie in einem abgetrennten Schutzstreifen an dem Baufeld vorbeigeleitet“, erklärt Achim Froitzheim.

Auch die Polizei wird darauf hingewiesen, den Verkehr über die Osterfeiertage verstärkt zu überwachen. „Der Landkreis wird am An- und Abreisetag mit einer Handsteuerung der Ampel auf die zu erwartenden Verkehrsströme auf die bzw. von der Insel reagieren“, erklärt er.

Auch der Tourismusverband der Insel Usedom (TVIU) empörte sich im Vorfeld über die derzeitigen Gegebenheiten und wandte sich mit einem offzielllen Brief an den Landkreis und bat um Hilfe. Bereits gestern Nachmittag machten sich Männer an die Arbeit und markierten die Straße neu.

Drei Unfälle in vier Wochen

In den vergangenen vier Wochen gab es an der Kreuzung laut Auskunft der Polizei drei leichte Unfälle. In zwei Fällen passierten die Kollisionen beim Einfädeln in den fließenden Verkehr aus der Alten Strandstraße, beim anderen Mal setzte ein Rentner auf der Leitplanke auf, weil er einem vor ihm fahrenden Auto ausweichen wollte. In allen Fällen bleib es bei Blechschäden und niemand wurde verletzt.

Laut Landkreis Vorpommern-Greifswald soll die Baustelle im Neuendorfer Weg bis in den September hinein bestehen bleiben. Die Behörde ist bestrebt, bis zu den Sommerferien eine zweispurige Befahrbarkeit auf dem Asphalt zum Gnitz herzustellen.

Hannes Ewert

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