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Politik und Verwaltung wollen neue Grundschule bauen

Greifswald Politik und Verwaltung wollen neue Grundschule bauen

Bürgerschaft der Hansestadt soll heute Grundsatzbeschluss fassen / Einigkeit ist zu erwarten, doch Zeitplan und Standort sorgen für Debatte

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Greifswald. Die Hansestadt will Nägel mit Köpfen machen: Weil die Kapazitäten der kommunalen Grundschulen nahezu ausgeschöpft sind und spätestens in zwei Jahren nicht mehr ausreichen, will Greifswald in der Stadtrandsiedlung einen Neubau errichten (die OZ berichtete). An der Verlängerten Scharnhorststraße, so Greifswalds Baudezernent Jörg Hochheim (CDU), stünde dafür ein städtisches Grundstück zur Verfügung. Erste Überlegungen gehen von einer zweizügigen Schule mit Turnhalle aus. Geschätzte Kosten: Zehn bis zwölf Millionen Euro.

„Natürlich gäbe es auch andere Möglichkeiten, den steigenden Schülerzahlen zu begegnen – etwa mit einer Doppelnutzung vorhandener Räume durch Schule und Hort“, sagt der Vize-OB. Das gebe es teilweise bereits. „Pädagogisch sinnvoll ist eine Ausdehnung dieser Doppelnutzung aber nicht“, begründet Hochheim eine Beschlussvorlage der Verwaltung zum Grundschulneubau für die heutige Sitzung des Stadtparlaments.

Laut Schulentwicklungsplanung des Landkreises Vorpommern-Greifswald werden in diesem Schuljahr etwa 1450 Kinder an den fünf kommunalen Grundschulen in Greifswald unterrichtet. Bis zum Jahr 2022 erhöhe sich die Zahl auf gut 1600 und nehme danach wieder geringfügig ab. Grund genug für viele Kommunalpolitiker, den Plänen der Stadtverwaltung zuzustimmen. Der Finanzausschuss der Bürgerschaft votierte mit großer Mehrheit bereits für das Vorhaben, der Bildungsausschuss sogar einstimmig. Allerdings gibt es Differenzen beim Zeitplan. Während sich die Abgeordneten aufgrund der Schülerprognosen für einen zügigen Baustart aussprechen, verweist Jörg Hochheim auf gesetzliche Regelungen: „Für einen Neubau an der Verlängerten Scharnhorststraße ist ein Bebauungsplan erforderlich.

Erfahrungsgemäß benötigt das Verfahren zwei bis drei Jahre, sodass eine Realisierung frühestens ab 2019 möglich wäre“, erklärt Hochheim. Heißt: Die neue Grundschule wäre nicht vor 2020 oder 2021 fertig.

„Das geht nicht“, kritisiert Andreas Kerath, SPD-Fraktionschef in der Greifswalder Bürgerschaft. „Wenn die Grundschulkapazitäten ab August 2019 nicht mehr ausreichen, dann muss der Bau bis dahin fertig sein“, fordert das Mitglied im Finanzausschuss. Ein dreijähriges Bebauungsplanverfahren könne sich die Stadt nicht leisten. „Ich erwarte, dass sich die Verwaltung einen Kopf macht. Nicht mehr und nicht weniger“, redet Kerath Klartext.

Sein Parteikollege Erik von Malottki, Vorsitzender des Bildungsausschusses, haut in die gleiche Kerbe: „Wir brauchen schneller eine Lösung. Wenn das an dem geplanten Standort nicht geht, müssen wir über einen anderen nachdenken“, sagt er. Grundsätzlich halte er die Verlängerte Scharnhorststraße „aufgrund der Nähe zur Fleischervorstadt und zur Stadtrandsiedlung für eine gute Wahl“.

Sascha Ott, der für die CDU im Finanzausschuss sitzt, ist sich da nicht so sicher. Kurze Beine benötigten kurze Wege. In Greifswald sei das aber längst nicht für alle Kinder Realität, meint der fünffache Vater. „Deshalb müssen wir schauen, wo die für einen Neubau notwendige Anzahl von Grundschulkindern zum Zeitpunkt der Fertigstellung wohnt“, sagt Ott. In der Nähe des geplanten Standorts gebe es derzeit zwar neue Wohnsiedlungen mit kleinen Kindern. „Doch die haben irgendwann die 5. Klasse erreicht“, gibt er zu bedenken und fordert von der Verwaltung, diese Überlegungen zu berücksichtigen. Womöglich sei ein Neubau in Schönwalde I sinnvoller, sinniert Sascha Ott. Baudezernent Jörg Hochheim hält dagegen, dass Greifswald eine Stadterweiterung südlich der Chamissostraße plane, da man auch in den nächsten Jahren weiter mit Zuzügen und Bauwilligen rechne. Insofern sei der geplante Standort für die Grundschule durchaus gerechtfertigt.

Heute: 17 Uhr, Rathaus, Sitzung der Greifswalder Bürgerschaft

Petra Hase

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