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Greifswald Statistik: Behinderte haben es bei der Jobsuche schwer
Vorpommern Greifswald Statistik: Behinderte haben es bei der Jobsuche schwer
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16:12 02.04.2014
Heiko Miraß Quelle: Peter Binder
Greifswald

Arbeitslose Schwerbehinderte haben große Probleme, eine Anstellung zu finden. Das geht aus dem aktuellen Arbeitsmarktreport der Agentur für Arbeit in Greifswald hervor.

Demnach stieg die Zahl der gemeldeten Schwerbehinderten im Vergleich zum März 2013 um 98 auf nun 925 an.

„Das bereitet mir große Sorgen“, sagte Heiko Miraß, Chef der Greifswalder Arbeitsagentur, gestern. Ein Grund für die schlechten Aussichten der Menschen mit Handicap seien die Vorbehalte potenzieller Arbeitgeber. „Viele denken, dass der Bewerber die Arbeit wegen seiner Behinderung nicht schaffen würde“, erklärte Miraß. Um den Chefs die Skepsis zu nehmen, würden nun verstärkt Betreuer der Arbeitsagentur mit den Suchenden in die Betriebe gehen und die jeweiligen Stärken hervorheben. Miraß: „Oft ist es so, dass die Behinderung für die bestimmte Arbeit gar keine Rolle spielt.“

Auch eine andere Gruppe bereitet Miraß Kopfzerbrechen. „Die Zahl der Arbeitsuchenden über 55 bleibt auf einem konstant hohen Niveau.“ Im vergangenen Monat wurden 4282 Betroffene erfasst, 101 mehr als im Vorjahr.

Insgesamt zählt der Landkreis Vorpommern-Greifswald 18 402 Arbeitslose. Das ist ein Rückgang um 1496 Personen (7,5 Prozent). „Nach dem Kreis Vorpommern-Rügen verzeichnen wir den stärksten Rückgang“, bewertet Miraß die Zahlen. Damit liegt die derzeitige Arbeitslosenquote bei 15,1 Prozent, vor einem Jahr waren es noch 16,2 Prozent.

Erfreulich sei laut Miraß auch, dass immer mehr freie Arbeitsstellen gemeldet würden. Im März standen 1710 Arbeitsplätze zur Verfügung, im Februar waren es noch 1047. Besonders die Dienstleistungsberufe hätten laut Miraß zugelegt. „Das Gastgewerbe bietet 359 Stellen an. Das sind 19 Prozent mehr als 2013.“ Besonders die Köche seien „scheue Rehe“, die nur mit einer guten Bezahlung gehalten werden könnten, so Miraß. „Passt das Angebot nicht, gehen sie woanders hin.“



Reik Anton

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