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Strelapark: Stadt prüft neue Pläne für Erweiterung

Stralsund Strelapark: Stadt prüft neue Pläne für Erweiterung

Ein regionales Entwicklungskonzept für den Einzelhandel soll den Weg freimachen / Kramerhof könnte der Stadt dafür ein Stück Land schenken

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Die gescheitert geglaubte Erweiterung des Strelaparks soll wieder zum Laufen gebracht werden.

Quelle: Foto: Frank Burchett

Stralsund. Nachdem zwei Gerichte vor sechs Jahren eine Erweiterung des Stralsunder Einkaufszentrums Strelapark gestoppt hatten, steht das Thema nun wieder auf der Agenda. Um diesem Ziel, das in der Stadtverwaltung erst forciert und später geblockt worden ist, näher zu kommen, soll ein regionales Einzelhandelsentwicklungskonzept erarbeitet werden, in das Stralsund und seine Umlandgemeinden einbezogen werden. Damit soll die gescheitert geglaubte Erweiterung des Strelaparks wieder zum Laufen gebracht werden. Entsprechende Hinweise liefern auch Verhandlungen zwischen Stralsund und der Gemeinde Kramerhof um eine Fläche nahe des Einkaufszentrums.

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Das neue Regionalkonzept für den Einzelhandel soll 38000 Euro kosten, die vom regionalen Planungsverband Vorpommern, der Landesregierung und der Stadt Stralsund bezahlt werden. Mitte des Jahres soll ein erster Entwurf fertig sein.

Nach Angaben der Stadtverwaltung soll mit dem neuen Einzelhandelskonzept die „Einzelhandelsentwicklung im Stadtumlandraum der Hansestadt Stralsund bis 2027“ festgelegt werden. Mit dem Entwurf solle das „bereits 2009 beschlossene städtische Einzelhandelskonzept fortgeschrieben“ werden, sagte Vize-OB Holger Albrecht (CDU). Das neue Konzept soll 38 000 Euro kosten, die vom regionalen Planungsverband Vorpommern, der Landesregierung und der Stadt Stralsund bezahlt werden. Mitte des Jahres soll ein erster Entwurf fertig sein.

Lange vor der ablehnenden Entscheidung der Gerichte hatte sich die Bürgerschaft im Jahr 2006 gegen eine Erweiterung des Strelaparks ausgesprochen. Grund waren befürchtete Kaufkraftverluste für die Stralsunder Innenstadt. Das Oberverwaltungsgericht Greifswald hatte anschließend nach einer Klage den Ansatz im Landesentwicklungsprogramm bekräftigt, wonach Großprojekte im Einzelhandel „nur in zentralen Orten zulässig sind“. Dies trifft auf die Gemeinde Kramerhof, auf deren Territorium sich der Strelapark am Grünhufer Bogen befindet, jedoch nicht zu. Trotzdem hatte das Dorf diese Entscheidung vom Bundesverwaltungsgericht überprüfen lassen. Die Bundesrichter bestätigten das Urteil. Einziger Ausweg sei nach Ansicht der Richter des Oberverwaltungsgerichtes ein regionales Entwicklungskonzept für den Einzelhandel, in dem die Belange aller Kommunen rund um Stralsund berücksichtigt werden. Nur so sei eine Ausnahme vom Landesentwicklungsprogramm möglich.

Diese Karte will die Stadtverwaltung nun offenbar ziehen, um, erstens, doch noch eine Möglichkeit zu finden, den Weg für eine Erweiterung des Strelaparks frei zu machen und, zweitens, an ein begehrtes Stück Land zwischen dem Grünhufer Bogen und der Kreisstraße in Richtung Groß Kedingshagen zu kommen (siehe Karte). Dieses Flurstück gehört zwar zum Großteil bereits der Stralsunder Wohnungsbaugesellschaft (SWG), unterliegt aber der Planungshoheit der Gemeinde Kramerhof.

Wie aus einer Anfrage der Grünen-Fraktion in der Bürgerschaft zu dem Thema hervorgeht, will Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) nur dann in das Areal investieren, wenn es dem Stadtgebiet zugeschlagen wird. Bisher dürfen dort baurechtlich keine Ein- oder Mehrfamilienhäuser entstehen. Machbar wäre aber beispielsweise der zurzeit diskutierte Bau eines kommunalen Schwimmbades.

Möglicher Deal: Überlässt die Gemeinde Kramerhof Stralsund das zusätzliche Stück Land, könnte die Stadtverwaltung das von den Richtern geforderte Einzelhandelskonzept liefern und Kramerhof damit nach Jahren des Stillstands doch noch die Chance eröffnen, den Strelapark um 3000 Quadratmeter zu erweitern, was der Gemeinde zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen bescheren würde.

Benjamin Fischer

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