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Touristen sollen zu schwedischen Spuren gelockt werden

Greifswald Touristen sollen zu schwedischen Spuren gelockt werden

Das Projekt Schwedenstraße in Deutschland wurde beendet / Ein Neustart mit erweitertem Angebot soll unter Federführung des Bundes erfolgen

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Das Universiätshauptgebäude wurde 1750 in der Regierungszeit des schwedischen Königs Friedrich I. eingeweiht. In der Aula werden unter anderem Gemälde von Persönlichkeiten der Schwedenzeit gezeigt.

Greifswald. Deutschland will mehr Skandinavier nach Deutschland locken. Die Chancen dafür sind gut, meint Iris Müller. Sie arbeitet für die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT). Das ist eine Einrichtung der Bundesrepublik, um das Interesse ausländischer Touristen für unser Land zu wecken. Iris Müller ist für Schweden zuständig und arbeitet in Stockholm.

OZ-Bild

Das Projekt Schwedenstraße in Deutschland wurde beendet / Ein Neustart mit erweitertem Angebot soll unter Federführung des Bundes erfolgen

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„In Schweden spielt die Großmachtzeit des Landes im 17. und 18. Jahrhundert eine große Rolle“, sagt Müller. Die Skandinavier führten in dieser Zeit Kriege auf dem Boden des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Sie waren der mächtigste Staat im Ostseeraum. Ihre Könige wurden 1648 Landesherren in Vorpommern und Wismar. Für diese Geschichte interessierten sich die Schweden.

Auf deren Spuren reisen schon heute Skandinavier beispielsweise auf etablierten Routen wie der Romantischen Straße im Süden Deutschlands und der Schwedenstraße im Norden, die unter anderem  durch Greifswald und Neuenkirchen führt.

In der Hansestadt sind das Unihauptgebäude, das Rubenowdenkmal,  das frühere Hofgericht Domstraße 20 a und der Dom gegenwärtig Anlaufpunkte.  Dort stehen dreisprachige Informationstafeln. Die Schwedenstraße  verfügt ferner über eine umfängliche schwedisch-deutsche Internetseite mit Informationen und Karten. Die Seite fokussiere sich jedoch nur auf den geschichtlichen Aspekt, während es bei den schwedisch-deutschen Verbindungen noch weitere Themen gebe, die für schwedische Reisende interessant seien, schätzt Iris Müller ein.

So  gibt es weit mehr Bauwerke und Erinnerungen an die bis 1815 andauernde Schwedenzeit in Greifswald. Ein großer Teil der Wohnhäuser entstand beispielsweise in dieser Zeit. Allerdings wird die 

Arbeitsgruppe, der  Schwedenstraße solche Erweiterungen nicht mehr leisten können.  Sie  hat ihre Arbeit eingestellt,  bestätigt die Pressestelle der Schwedischen Botschaft in Berlin. Redakteur Magnus Eriksson hat nach 14 Jahren seine Arbeit beendet. Iris Müller  will nun an die Schwedenstraße und andere bereits bestehende touristische Routen „andocken“ und zugleich neue Wege gehen und sich allgemeiner und breiter aufstellen.   Die Basis dafür seien „schwedische Geschichtsspuren in Deutschland“, die aber mit modernen Aspekten deutsch-schwedischer Verbindungen verknüpft würden. „Wir wollen eine Seite zum Thema ,The Swedish Link/Schwedische Verbindungen in Deutschland’ mit Links zu anderen interessanten Seiten innerhalb unserer Internetpräsenz aufbauen“, informiert Müller.

Die DZT plane  auch spezielle Kampagnen. Neben der Geschichte sollen  schwedische Verbindungen in Deutschland zu den Themen Kultur, Unterhaltung, Essen und Trinken präsentiert werden, nennt sie Beispiele.  „Wir haben  alle bisherigen Partner  angesprochen, ob sie bei der  neuer Zielstellung weiter dabei sein wollen“, informiert Iris Müller. Das Interesse sei hoch. Geplant sei auch eine verstärkte Präsenz in sozialen Medien und der Austausch untereinander. Nutzer sollen Tipps zu besuchenswerten schwedischen Zielen in Deutschland geben.

„Die meisten Mitglieder der Arbeitsgruppe sind interessiert, gemeinsam mit der DZT die Internetseite der Schwedenstraße als Marketinginstrument zum Thema ,Schwedische Spuren in Deutschland’

weiterzuführen“, bestätigt Greifswalds Sprecherin Andrea Reimann. Ansprechpartner sei künftig die Stadtmarketing GmbH. Ende September wolle die DZT Vorschläge zur Neugestaltung der Internetseite unterbreiten.

Gemeinschaftsprojekt

Das Projekt Schwedenstraße wurde vor mehr als 15 Jahren unter Federführung der Schwedischen Botschaft durch Wittstock/Dosse, Prenzlau,

Wismar, Stralsund und Greifswald in Zusammenarbeit mit dem Institut für Nordische Geschichte der Uni Greifswald, dem Pommerschen Landesmuseum und dem Museum des 30-jährigen Krieges mit Unterstützung der Länder Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg entwickelt. Erster Redakteur war Haik Thomas Porada, die meiste Zeit dann Magnus Eriksson.

• www.schwedenstrasse.com

Eckhard Oberdörfer

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