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Tunnel: Im Spätsommer fällt die Entscheidung

Swinemünde Tunnel: Im Spätsommer fällt die Entscheidung

Die Stadt Swinemünde bezweifelt Ängste der Deutschen, wonach der Lkw-Verkehr mit der festen Swinequerung drastisch zunimmt

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Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass schon jetzt viele Lkw die Fähren nutzen und der Verkehr nach dem Tunnelbau nicht weiter zunimmt.

Quelle: rj

Swinemünde. Die Stadtverwaltung von Swinemünde teilt nicht die Ängste der deutschen Seite der Insel Usedom, wonach die Eröffnung eines Tunnels, der die Inseln Usedom und Wollin verbinden soll, eine Zunahme des Lkw-Verkehrs nach sich ziehen wird (die OZ berichtete).

Der Tunnel verbindet.“Robert Karelus, Stadtamt

„Unsere deutschen Partner wurden mit der Konzeption des Tunnelbaus, seiner Visualisierung, mit den ökonomischen und umweltrelevanten Daten bekannt gemacht“, sagt Robert Karelus, Pressesprecher des Präsidenten von Swinemünde, der dem der Präsentation folgenden Gespräch keine Ängste der deutschen Seite entnommen hatte.

Die Verwaltung von Swinemünde meint, dass die deutsche Tourismusbranche optimistisch zum Tunnelbau eingestellt sei und auf einen schnellen Beginn der Investition zähle. „Nach Usedom kommen immer mehr deutsche Touristen, die auch eine Besichtigung der polnischen Ostseebäder planen und umgekehrt. So wird auch eine größere Anzahl polnischer Touristen in die deutschen Ostseebäder gelangen”, fügt Robert Karelus hinzu.

Die Stadtverwaltung unterstützt nicht die These, dass die Fährverbindung heute eine natürliche Sperre für Lkw darstellt und dass dieser Verkehr nach dem Tunnelbau über Usedom in den Westen Deutschlands zunimmt.

„Wenn in Deutschland weiterhin die gleichen Vorschriften für Lkw gelten (Tonnage-Begrenzung auf der B 110 – Anm.d.Red.), dann wird sich nach dem Tunnelbau nichts ändern”, erklärt Robert Karelus.

Ein Teil der Einwohner Swinemündes befürchtet allerdings, dass der Tunnel zu einer Verkehrslähmung im Seebad beitragen wird, besonders in der Sommersaison. Bis jetzt hat ein Teil der Touristen, die für einen Tag in das Seebad kamen, ihre Autos vor den Fähren auf dem anderen Ufer gelassen. Wenn der Tunnel gebaut wird, würden die Leute ins Zentrum fahren. Bis dahin sollten mehr Parkplätze entstehen, sonst werde die Stadt verstopft.

„Ich fahre jeden Tag zur Arbeit und habe oft Probleme, einen Parkplatz zu finden. Es muss mehr Parkplätze geben, weil die Stadt versperrt wird, wenn der Tunnel entsteht”, sagte Adam Ziarczynski aus Swinemünde.

Was noch interessanter ist: Die Einführung der dritten Fähre „Karsibór” in der Sommersaison hat die Situation kolossal verbessert. Die gigantischen Warteschlangen sind plötzlich verschwunden.

Natürlich gibt es Tage, an denen man etwa eine Stunde warten muss, aber solche Situationen sind immer seltener. Die Einführung einer dritten Fähre war auch nicht so teuer. Dazu hat beigetragen, dass der staatliche Zuschuss zu den Fähren von 22 auf 23 Millionen Zloty erhöht wurde. Wenn man bei einem kleinen Betrag ein so gutes Ergebnis erreicht hat, drängt sich die Frage auf, ob der Tunnel für mehr als 800 Millionen Zloty wirklich nötig ist.

„Alle Analysen und Simulationen weisen darauf hin, dass die beste Lösung für Gäste und Einwohner der Bau eines Tunnels ist. Eine Einführung einer vierten Fähre würde dazu beitragen, dass die Wasserstraße zum Stettiner Hafen versperrt wäre. Die Fähren sind außerdem fast 40 Jahre alt. Ein Neukauf wäre mit enormen Kosten verbunden. Erforderlich wäre auch der Bau neuer Ufermauern“, argumentiert Robert Karelus.

Die Stadt hat den Antrag auf Zuschuss für den Tunnelbau an das EU-Zentrum für Transportprogramme gestellt. Der Antrag durchlief die formale Etappe, wurde positiv beurteilt und zum Wettbewerb zugelassen, der zwischen August und September dieses Jahr entschieden wird.

Radek Jagielski

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