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Greifswald Ückeritz will Luxus-Zeltplatz bauen
Vorpommern Greifswald Ückeritz will Luxus-Zeltplatz bauen
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00:00 29.03.2014
Ückeritz

Luxus pur statt Natur: Aus dem Ückeritzer Naturcampingplatz soll ein Fünf-Sterne-Areal der Extraklasse werden. Darauf muss der Urlauber auf nichts verzichten muss, was gut und teuer ist. Geplant ist ein Wellness-Tempel mit Sauna und Massagebereich, ganze Bäder zum Einmieten und ein kleines Einkaufs-Dorf. Auf der Sitzung der Gemeindevertreter am vergangenen Donnerstagabend wurde das fertige Konzept erstmals vor etwa 30 Einwohnern präsentiert. Eins steht fest — mit dem bisher bekannten Wald-und-Wiesen-Zelten hat das nicht mehr viel zu tun. „Viele Gäste kommen mit sündhaft teuren Wohnwagen angefahren. Die fordern dann auch dementsprechende Angebote“, sagte Architekt Achim Dreischmeier.

Die Kosten sind enorm, das ganze Projekt soll insgesamt acht Millionen Euro kosten. Etwa die Hälfte davon soll durch Fördermittel finanziert werden. Läuft alles nach Plan, könnte noch in diesem Jahr Baustart sein. Spätestens zur Saison 2017 möchte die Gemeinde dann ihren neuen Edel-Zeltplatz eröffnen. Damit der Betrieb bis dahin nicht schließen muss, wird es mehrere Bauphasen geben.

Mit dieser gewaltigen Investition will Ückeritz zu konkurrierenden Zeltplätzen in Mecklenburg-Vorpommern aufschließen. Die ist durch neue Angebote für zahlungskräftige Kundschaft bereits weit enteilt. Das Projekt ist auch deshalb so wichtig, weil der Ort gewissermaßen am Tropf des gemeindeeigenen Zeltplatzes hängt — er verdient einen großen Teil seiner Einnahmen mit diesem Geschäft. „Die Gemeinde kann nur liquide bleiben, wenn wir Geld in den Campingplatz investieren“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Gerd Gamrath.

Der Knackpunkt des Umbaus ist, dass nicht Kapazitäten für noch mehr Urlauber im Sommer geschaffen, sondern mehr Touristen in der Nebensaison angelockt werden sollen. Und zwar indem der Platz aufgewertet wird. Einige Beispiele: Es soll nur unwesentlich mehr Caravan-Stellpläte geben, die aber dafür umso größer sind. 100 statt 40 Quadratmeter, jeder mit eigenen Anschlüssen für Strom und Wasser.



Alexander Müller

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