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WVG streicht erneut Rekordgewinn ein

Greifswald WVG streicht erneut Rekordgewinn ein

65 Prozent der 6,6 Millionen Euro wandern direkt in den Haushalt der Hansestadt

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Die WVG hat ein moderates Mietniveau und treibt die Preise in unserer Stadt nicht hoch.“Stefan Fassbinder, Oberbürgermeister

Greifswald. Auf ihr Tochterunternehmen kann sich die Hansestadt verlassen: Die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Greifswald (WVG) fährt das neunte Jahr in Folge einen Riesengewinn ein. Mit 6,6 Millionen Euro erwirtschaftete der Betrieb 2015 das zweitbeste Jahresergebnis seit seiner Gründung und liegt nur geringfügig unter dem Vorjahresertrag von 6,7 Millionen Euro, berichtet Geschäftsführer Klaus-Peter Adomeit. Die Hansestadt bekommt von dieser Torte ein großes Stück ab: 65 Prozent des Gewinns, das sind 4,3 Millionen Euro, fließen direkt in die Stadtkasse.

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65 Prozent der 6,6 Millionen Euro wandern direkt in den Haushalt der Hansestadt

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Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne) wertschätzt das Agieren des Tochterunternehmens sehr: „Die Gewinnabführung ermöglicht es der Stadt, freiwillige Leistungen zu finanzieren, wie etwa die Sport- oder die Jugendförderung“, sagt er. Die WVG sei nicht nur ein modern aufgestellter Immobiliendienstleister, der sich außerdem im sozialen und kulturellen Bereich betätigt. „Er ist auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in unserer Stadt“, betont Fassbinder. Der Verwaltungschef findet es gut und richtig, „dass die WVG in den Neubau investiere, gleichzeitig aber auch den Bestand attraktiv hält“.

Die in der Vergangenheit insbesondere von den Linken geäußerte Kritik an zu hohen WVG-Mieten und die Forderung, deshalb weniger Gewinn an die Stadt auszuschütten, kann weder Adomeit noch Fassbinder nachvollziehen. „Die WVG hat ein moderates Mietniveau und treibt die Preise in unserer Stadt nicht hoch“, sagt der Oberbürgermeister. Dennoch: Die durchschnittliche Nettokaltmiete aller WVG-Wohnungen betrug Ende 2015 immerhin 5,05 Euro pro Quadratmeter. Das waren zwölf Cent mehr als drei Jahre zuvor. „Diese Steigerung ist der Tatsache geschuldet, dass wir Neubau betrieben haben“, erklärt Klaus-Peter Adomeit.

Eines der größten Projekte, das jetzt nahezu fertig sei, war das „Wohnen am Stadtpark“ mit sieben Mehrfamilienhäusern. Neben 30 Eigentumswohnungen entstanden im Ostseeviertel Parkseite 81 Mietwohnungen. „Die durchschnittliche Miete beträgt hier 8,60 Euro je Quadratmeter“, sagt Adomeit. Wesentlich preiswerter könne man im Sanierungsobjekt Lomonossowallee 33/34 in Schönwalde I leben – nämlich für 6,95 Euro/m2. Dabei handele es sich um subventionierte Mieten. Dieses Modell sei erstmals in der Lomonossowallee 20 praktiziert worden. „Das heißt, die Stadt verzichtet damit schon auf einen Teil der Gewinnausschüttung“, kommentiert Adomeit die Zahlen.

Wichtig sei, so Oberbürgermeister Fassbinder, dass die WVG auch künftig bezahlbaren Wohnraum schaffe. Das Unternehmen habe deshalb in Schwerin eine Fördervoranfrage gestellt, um Mittel aus dem Topf „sozialer Wohnungsbau“ zu erhalten. Geplant sei, auf den derzeitigen Freiflächen Lomonossowallee 35/36 und Gaußstraße 4/5 insgesamt 60 neue Wohnungen mit Mieten von 5,50 Euro/m2

zu errichten. Diese Maximalmiete sei vom Land vorgegeben worden.

„Wir werden demnächst den Bauantrag stellen und hoffen, im April/Mai nächsten Jahres starten zu können“, blickt Adomeit voraus. In diesem Zusammenhang betont er, dass ein Drittel aller WVG-Wohnungen (das sind rund 3000) Mieten von maximal 4,63 Euro/m2 aufweisen. Zum Vergleich: Noch vor zwei Jahren lag das Limit in diesem preiswerten Segment bei 4,50 Euro/m2

.

Richtig teuer wird es womöglich im exklusiven Wohngebiet am Hansering, wo der Baustart jetzt für 2017 vorgesehen ist. Bislang hieß es, dass hier Mieten von zehn Euro/m2 fällig werden.

Die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft

9314 eigene Wohnungen hatte die WVG zum 31. Dezember 2015 im Bestand. Daneben verwaltet das Unternehmen in der Hans-Beimler-Straße auch Wohnungen und Objekte anderer Eigentümer.

6214 Wohnungen gelten als vollsaniert, 2710 als teilsaniert und 390 als unsaniert.

280 Wohnungen , die zurzeit modernisiert werden, gehen demnächst wieder in die Vermietung. Das betrifft die Hertzstraße 2-4 sowie 20/21 und die Makarenkostraße 42/43 und 45/46 (Fertigstellung Ende 2017). 60 Prozent der Wohnungen seien bereits vergeben, heißt es.

Petra Hase

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