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Greifswald Wohnungsunternehmen will 16 Millionen Euro investieren
Vorpommern Greifswald Wohnungsunternehmen will 16 Millionen Euro investieren
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00:00 15.01.2015
Die Lomonossowallee 20 hat jetzt auch einen Gemeinschaftsraum für die 32 Mietparteien. Heute wird die letzte Wohnung bezogen. Quelle: Peter Binder
Greifswald

Die Platte in Schönwalde gewinnt weiter an Attraktivität: Auch in diesem Jahr will die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Greifswald (WVG) einen Teil ihrer Gesamtinvestition von rund 16 Millionen Euro in die Komplettsanierung mehrgeschossiger Häuser stecken.

In Schönwalde I betrifft das die Makarenkostraße 42-43, die bereits leergezogen ist. „Von den 42 Wohnungen werden am Ende 36 übrig bleiben“, berichtet WVG-Geschäftsführer Klaus-Peter Adomeit und erklärt dies mit dem Einbau von Aufzügen. Dadurch würden Wohnungen wegfallen. Während die Hausnummer 44 für den Abriss vorgesehen sei, soll die Makarenkostraße 45/46 im folgenden Jahr saniert werden.

Die neuen Bewohner werden hier mit Nettokaltmieten von bis zu 7,50 Euro pro Quadratmeter rechnen müssen — vier Euro mehr als jetzt. „Darunter ist nichts zu machen“, sagt Adomeit, Neubauqualität fordere ihren Preis.

Das gleiche gelte für die ebenfalls 2015 geplante Komplettsanierung der Lomonossowallee 33/34 im Stadtteil Schönwalde I. Im Mittelteil des Gebäudekomplexes werde ein Geschoss zugunsten einer Dachterrasse zurückgebaut. Die werde dann von beiden Seiten aus begehbar sein, informiert Adomeit. Auf gleicher Ebene soll im linken Gebäudeteil möglichst ein Café einziehen, das die Terrasse mitnutzen könnte. „Im März, spätestens April beginnt die Entkernung. Ein Jahr später sollen die Arbeiten fertig sein“, erklärt der WVG-Chef. Die 36 Wohnungen mit ein bis vier Zimmern, die über Aufzüge erreichbar sein werden, gelten dann als „barrierereduziert“. „Wir denken, dass sind auch gute Wohnungen für die mittlere Generation“, so Adomeit. Ältere Menschen würden hier aber ebenso ein schönes Zuhause finden. Zumal die WVG plane, wieder einen Pflegedienst im Erdgeschoss einziehen zu lassen. Damit wäre bei Bedarf betreutes Wohnen möglich.

Die Akte zu einem ähnlichen Projekt konnte das Unternehmen erst gestern schließen: Adomeit begrüßte gemeinsam mit dem Pflegedienst Heinrich & Heinrich an einer Kaffeetafel die neuen Bewohner des Hauses Lomonossowallee 20. Dieser Würfelbau — ursprünglich für den Abriss vorgesehen — wurde im vorigen Jahr komplett umgebaut und saniert. Aus 50 wurden 32 Wohnungen, die den Bedürfnissen alter Menschen entsprächen. Die WVG entwickelte speziell für dieses Projekt unter dem Slogan „subventionierter Wohnungsbau im Bestand“ ein neues Konzept. Denn die Nettokaltmiete liege mit 6,55 Euro pro Quadratmeter erheblich unter dem, was kostendeckend sei.

Anderswo müssen WVG-Mieter weitaus tiefer ins Portmonee greifen: Die drei 2014 fertiggestellten Neubauten im Ostseeviertel Parkseite sind wesentlich kostenintensiver. Mieter zahlen hier mehr als acht Euro pro Quadratmeter. Dennoch sei die Nachfrage groß. „So groß, dass wir uns keine Sorgen machen müssen, die zwei anderen Häuser vermietet zu bekommen“, sagt Adomeit. Sie sollen ebenfalls 2015 fertiggestellt werden. Wie auch Haus 7, dessen Wohnungen jedoch allesamt verkauft werden. „Für die zehn Wohnungen gibt es bereits acht Anfragen“, verdeutlicht der Geschäftsführer das Interesse an attraktivem Wohnraum im Grünen.

Während dieses Neubauvorhaben bald abgeschlossen ist, laufen die Planungen für das nächste Projekt: die Bebauung des Innenstadtquartiers A11 am Hansering zwischen Brügg- und Kuhstraße. Adomeit rechnet für 2016 mit dem Baubeginn. Vorausgesetzt, dann sind auch die Archäologen mit ihren Arbeiten fertig.

Das städtische Wohnungsunternehmen
9360 Wohnungen hat die WVG aktuell in ihrem Bestand, das sind etwa 35 Prozent aller Greifswalder Wohnungen. Daneben verwaltet sie 2200 Wohnungen anderer Eigentümer. Außerdem betreut sie 70 Wohnungseigentümergemeinschaften mit 2840 Wohnungen.
5,01 Euro pro Quadratmeter beträgt die durchschnittliche Nettokaltmiete der WVG — vor einem Jahr lag sie noch bei 4,96 Euro/m2. Schönwalde II hat mit 4,56 Euro/m2 die niedrigste Durchschnittsmiete aller Stadtteile, das Alte Ostseeviertel mit 6,04 Euro/m2 die höchste.
16 Millionen Euro will das Unternehmen, 100-prozentige Tochter der Hansestadt Greifswald, im Jahr 2015 in Neubau, Sanierung, Modernisierung und Instandsetzung investieren — 2014 war es ähnlich viel.



Petra Hase

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