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Wirtschaftsakademie ebnet Pflegekräften Weg in den Job

Greifswald Wirtschaftsakademie ebnet Pflegekräften Weg in den Job

Greifswalder Ausbildungsstätte gewinnt Ideenwettbewerb der Gesundheitswirtschaft / Konzept richtet sich an Alleinerziehende und pflegende Angehörige

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Marie Malkowsky und Netti Würfel mit Pflegeschulleiterin Corinna Stefaniak (v.l.) in einem der Ausbildungsräume.

Quelle: Peter Binder

Greifswald. Feierstimmung an der Wirtschaftsakademie Nord: Die Greifswalder Ausbildungseinrichtung im Puschkinring hat den Ideenwettbewerb der Gesundheitswirtschaft MV gewonnen. Die Akademie möchte ein Netzwerk für Alleinerziehende und pflegende Angehörige in Unternehmen der Pflegebranche in Vorpommern aufbauen (die OZ berichtete). „Mit der Projektidee soll dem drohenden Fachkräftemangel besser begegnet werden“, würdigt Wirtschaftsminister Harry Glawe das preisgekrönte Konzept.

Die Wirtschaftsakademie Nord

23 Schüler zählte das Bildungsinstitut in Greifswald, als es 2012 an den Start ging. Mittlerweile erhalten ca. 200 Azubis und Umschüler eine Aus-, Fort- oder Weiterbildung. Ab September werden es 230 sein.

Die Ausbildungsstätte untergliedert sich in mehrere Bereiche. Hauptstandbeine sind die Medien- und Informatikschule sowie die Gesundheits- und Pflegeschule.

Fakt ist: Der Fachkräftemangel ist in der Pflegebranche längst angekommen. Trotzdem erhalten insbesondere gut ausgebildete Frauen nicht überall eine Chance. Alleinerziehende Mütter oder Personen, die daheim auch Angehörige pflegen, seien oft in Erklärungsnot, wenn es um frühe oder späte Dienste gehe, weiß Gunther Schrader, Bereichsgeschäftsführer der Wirtschaftsakademie. Deshalb sensibilisiere sein Haus Pflegeunternehmen, diesen Personenkreis mit individuellen Einsatz- und Lehrplänen zu unterstützen. „Früher hieß es: Alleinerziehende haben in Pflegediensten keine Chance“, sagt Schrader.

Dass es auch anders gehe, würden beispielsweise der Pommersche Diakonieverein und der Pflegedienst Heinrich & Heinrich beweisen. Mit den beiden Kooperationspartnern sammle die Akademie gute Erfahrungen. „Schon jetzt haben wir in diesen Unternehmen vier alleinerziehende Umschüler, für die ganz individuelle Lösungen gefunden wurden“, wertschätzt Schrader die Arbeit. Zudem verlange das Bildungsinstitut von seinen Partnern klare Qualitätsstandards. Dazu gehöre, dass die Kursteilnehmer auch einen Praxisanleiter zur Seite gestellt bekommen. „Sie sollen in den Unternehmen spüren, dass sie nicht als billige Arbeitskräfte angesehen werden“, betont der Akademiechef.

Bislang würden in der Gesundheits- und Pflegeschule der Akademie nur Umschüler zu Kranken- und Altenpflegern bzw -helfern ausgebildet. „Doch im September starten wir auch mit 15 jungen Leuten die Erstausbildung in diesem Bereich. Gerade bekamen wir dafür vom Bildungsministerium des Landes die Genehmigung“, freut sich Gunther Schrader. Er ist optimistisch, dass Unternehmen künftig häufiger individuelle Lösungen finden, um gute Fachkräfte zu gewinnen oder zu halten. Die Wirtschaftsakademie versuche dies bereits in der Ausbildung. Der Zulauf gibt Schrader recht. Während andere Bildungsträger längst nicht mehr auf dem Markt sind, wächst die 2012 gegründete Wirtschaftsakademie Nord Jahr für Jahr.

Das Erfolgsrezept? „Wir bilden bedarfsorientiert aus“, sagt Schrader und lobt die gute Zusammenarbeit mit der Wirtschaft vor Ort. Firmen sagen, wo der Schuh drückt, und die Akademie reagiere darauf.

Dafür stehen Unternehmen wie die Energiewerke Nord in Lubmin oder ml&s, der Komplettdienstleister für die Elektronikbranche.

Doch die Ausbildungseinrichtung streckt ihre Fühler auch in andere Märkte aus. „Gerade haben wir vom Wirtschaftsministerium und der Agentur für Arbeit den Zuschlag für die Berufsfrühorientierung in den Schulen der Landkreise Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen erhalten. Das betrifft 2400 Schüler“, berichtet Gunther Schrader. Ab September gehe es also auch verstärkt um die Organisation von Bewerbertrainings, Betriebsbesichtigungen, Praktika, Bewerbercamps. „Wir haben Arbeit ohne Ende“, freut sich Schrader auf die Herausforderung.

Petra Hase

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