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Greifswald Wohngebiet Hafenstraße geht in die nächste Phase
Vorpommern Greifswald Wohngebiet Hafenstraße geht in die nächste Phase
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00:00 12.09.2018
Greifswald

Damit im geplanten Wohngebiet an der Hafenstraße ab 2019 etwa 700 Wohnungen für 1400 Greifswalder entstehen können, muss die Bürgerschaft während ihrer morgigen Sitzung zwei zentrale Beschlüsse fassen. Zunächst soll der Vertrag mit der Projektentwicklungsgesellschaft UTB verlängert werden. Diese möchte das sechs Hektar große Areal in einem Guss entwickeln, hatte ein Jahr Zeit von der Bürgerschaft bekommen, um eine geschlossene Finanzierung nachzuweisen. Das ist bislang nicht gelungen, weil der Kaufpreis für das Areal noch immer nicht feststeht. Dieser kann wiederum erst vom Gutachterausschuss des Kreises ermittelt werden, wenn die Bürgerschaft die dritte Änderung des Bebauungsplanes beschlossen hat. Auch das ist für die morgige Sitzung vorgesehen.

700 weitere Wohnungen sind an der Hafenstraße geplant. Quelle: Foto: Dpa

Rückblick: Der Gutachterausschuss hatte den Verkehrswert Anfang des Jahres bereits mit neun Millionen Euro beziffert. Dieser Wert ist nicht mehr aktuell, weil aus der anschließend angeschobenen Änderung des Bebauungsplanes eine höhere Dichte der Wohnbebauung hervorgeht. Während ursprünglich Wohnungen für 1000 Greifswalder entstehen sollten, geht es nun um 1400 Personen. Damit steigen die Einnahmemöglichkeiten und der Wert des Areals. Erst wenn klar ist, wie viel die UTB für das Grundstück bezahlen muss, kann sie mit den Projektpartnern konkret über Kosten verhandeln.

Herzstück des Modellprojekts für bezahlbaren Wohnraum ist: Sozial ausgerichtete Träger erhalten ihre Grundstücke deutlich unter dem Verkehrswert, private Investoren und Baugruppen kaufen über dem Verkehrswert. Damit entsteht eine Mischkalkulation, die es Trägern wie der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft WVG und der Wohnungsgenossenschaft WGG ermöglicht, für Kaltmietpreise je Quadratmeter von 5,50 Euro zu bauen. Weitere Besonderheit: Es handelt sich um ein verkehrsarmes Quartier, in dem 450 Stellplätze für drei Mal so viele Einwohner geplant sind. Vision der UTB ist es, dass möglichst viele Menschen auf ein eigenes Auto verzichten und stattdessen Carsharing-Angebote in der sogenannten Mobilitätszentrale wahrnehmen. In dem Gebäude, das alle Investoren auf dem Areal mitfinanzieren sollen, ist auch ein Hausmeisterservice, ein Paketdienst und eine Kindertagesstätte geplant. kat

OZ

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