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Greifswald Wohngebiet am Ryck: Deutlich mehr Parkplätze möglich
Vorpommern Greifswald Wohngebiet am Ryck: Deutlich mehr Parkplätze möglich
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06:25 25.09.2018
So soll die Hafenstraße Höhe Alter Friedhof künftig aussehen. Fünfstöckige Häuser direkt am Ryck mit Cafés und Gewerbe im Erdgeschoss. Quelle: Be Berlin
Greifswald

Die Projektentwicklungsgesellschaft UTB kommt ihren Kritikern entgegen und hat ein Konzept mit deutlich mehr Parkplätzen im künftigen Wohngebiet an der Hafenstraße entwickelt. Dort sollen auf dem sechs Hektar großen Areal zwischen Ryck und Altem Friedhof ab Ende 2019 etwa 700 Wohnungen für 1400 Greifswalder entstehen. Vor allem die CDU-Fraktion in der Bürgerschaft steht dem Verkehrskonzept der UTB skeptisch gegenüber. Sie hatte kürzlich gegen den Entwurf des Bebauungsplanes gestimmt, der nun umgesetzt wird. Die Bürgerschaft hatte sich mit den Stimmen von Linke, SPD und Grünen für das Projekt ausgesprochen (die OZ berichtete). 

Zwar plant die UTB weiterhin mit 450 Parkplätzen in der sogenannten Mobilitätszentrale (Mobility Hub) und 100 Außenstellplätzen. „Bei entsprechendem Bedarf ist es jedoch möglich, die Zahl der Stellplätze im Mobility Hub um weitere 150 Plätze zu erweitern, so dass insgesamt 700 Stellplätze realisierbar sind“, sagt Chefentwickler Klaus Boemer. Er ist Geschäftsführer der UTB Greifswalder Projektentwicklungsgesellschaft, einem Tochterunternehmen der UTB Berlin. Die Mutterfirma hat vergleichbare Projekte bereits in zahlreichen anderen Städten umgesetzt. 

Hintergrund dieser Planung ist auch die derzeitig gültige Stellplatzsatzung, die für das Gebiet am Ryck einen Parkplatz je Wohnung verpflichtend vorsieht. Daran soll sich auch in der Neufassung, die ab heute zur Abstimmung in den Gremien der Bürgerschaft steht, nichts ändern. Lediglich die Kosten für die sogenannte Stellplatzablöse werden steigen. Bedeutet: Sollte die UTB weniger Parkplätze als gesetzlich vorgesehen schaffen, muss sie hierfür Geld bezahlen. Da es sich beim neuen Wohngebiet an der Hafenstraße um ein Modellgebiet für bezahlbaren Wohnraum handelt, sind zusätzliche Kosten nicht im Interesse des Entwicklers. Was der UTB allerdings in die Hände spielt, ist die künftig geplante Ausnahmegenehmigung für alternative Mobilitätskonzepte, so wie es die UTB mit ihrem Carsharing-Projekt hat. In diesem Fall müssen weniger Stellflächen vorgehalten werden. Da allerdings noch nicht feststeht, ob der aktuelle Entwurf tatsächlich verabschiedet wird und die UTB kein Risiko eingehen möchte, hat sie das Alternativkonzept mit mehr Parkplätzen erarbeitet. Eigentliche Vision bleibt jedoch ein autoarmes Quartier. Hier ist bewusst geplant, nur ganz wenige Parkplätze an den einzelnen Wohnhäusern zu schaffen. Deswegen wird eine Mobilitätszentrale am Rande des Gebietes geschaffen, das auf vier Etagen Stellflächen bietet, darunter eine Carsharing-Zentrale mit Elektroautos. Idee ist, dass möglichst viele Einwohner auf ein eigenes Auto verzichten und stattdessen für einzelne Besorgungen oder Ausflüge auf Carsharing zurückgreifen. 

Die Mobilitätszentrale soll dabei weit mehr als ein Parkhaus sein. Beispielsweise sind eine Paketstation, ein Hausmeisterservice, Lagerflächen und sogar eine Kindertagesstätte im Hub geplant. „Wir haben bereits einen Träger, der Interesse hat, die Kita zu betreiben“, sagt Klaus Boemer. Er hebt besonders die 1500 Quadratmeter große Grünfläche als Außenspielplatz hervor. Das genaue Aussehen des Gebäudes werde in wenigen Wochen mit den Partnern des Projekts festgelegt. Das sind die Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft Greifswald, die Wohnungsbaugenossenschaft Greifswald und der Pommersche Diakonieverein. Sie alle wollen Wohnraum schaffen und sind deswegen an den Planungen beteiligt. Fünf Etagen mit Ryck-Blick 

300 der ingesamt 700 Wohnungen sollen entlang der Hafenstraße entstehen. Vorgesehen sind zudem ein Cafe, Büros und stilles Gewerbe. Es gibt nach Aussage von Klaus Boemer bereits mehrere Interessenten, vor allem Ärzte. 

Für die Realisierung der drei geplanten Wohnblocks entlang der Hafenstraße gibt es erste Interessenten für eine Baugruppe. Im mittleren Gebäude möchte ein Bauträger Eigentumswohnungen realisieren. Für das dritte entwickelt die Wirtschaftsfördergesellschaft Vorpommern ein Nutzungskonzept.

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