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Greifswald Wolgaster fordern weitere Zufahrt zur B 111
Vorpommern Greifswald Wolgaster fordern weitere Zufahrt zur B 111
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00:00 23.06.2016

Hans-Jürgen Koch ist verärgert. Im Januar hatte er einen Vorschlag im Wolgaster Rathaus abgegeben, der seiner Ansicht nach ein großes Verkehrsproblem lösen könnte. Koch hatte sich zuvor mit mehreren Wolgastern beraten, die seinen Vorstoß unterstützen. Anlass ist der Unfallschwerpunkt an der Einmündung der Thälmannstraße in die Chausseestraße.

Während Einwohner aus Wolgast-Nord gleich mit Hilfe dreier Ampeln auf die B 111 auffahren könnten, bliebe denen aus Wolgast-Süd lediglich eine Ampel am Platz der Jugend. Alle anderen Zufahrten aus der Saarstraße, vom Parkplatz des Lidl-Marktes und vor allem aus der Thälmannstraße seien unzureichend, so die Kritik. „Vor allem nach links auf die Hauptstraße auffahrende Fahrzeuge haben es bei Stau auf der B 111 schwer“, haben Koch und seine Mitstreiter beobachtet (siehe Foto oben). Crashs seien vorprogrammiert, weil die in Richtung Zentrum stehenden Autos die Sicht auf den aus der Stadt anrollenden Verkehr versperren.

Die Wolgaster wollen nicht nur meckern – sie unterbreiten gleich einen Lösungsvorschlag. Im Kern geht es dabei um die Öffnung der Zimmermannstraße, die bislang lediglich für Fußgänger an die Chausseestraße heranreicht. „Unser Vorschlag: Aus der Sackgasse der Karl-Zimmermann-Straße wird eine weitere Zufahrt zur B 111. Dort steht schon eine Lichtsignalanlage, die nur für die Einmündung Hufelandstraße installiert wurde.

Beide Straßen liegen auf gleicher Höhe und sind auf der Südseite nur durch eine ungepflegte Hundewiese und wildes Gebüsch getrennt. Die Zufahrt kann über die Heberlein-, Beckmann- oder Breitscheid-Straße im Richtungsverkehr erfolgen.“ Nebenbei könnten im Zuge des Straßenausbaus die illegalen Müllkippen hinter der früheren Diakonie-Baracke verschwinden und neue Pkw-Stellplätze entstehen, meint der Wolgaster, der nur wenig auf den Bau einer Umgehungsstraße vertraut, seine Lösung aber auch dazu nicht im Widerspruch sieht.

Seit dem 14. Januar wartet er auf Antwort aus dem Rathaus:„Hat das noch etwas mit Bürgernähe zu tun? Ich erwarte ja kein Dankesschreiben, aber eine Kurzmitteilung muss doch wohl möglich sein. Wir alle sind von der Ignoranz im Rathaus enttäuscht. Schließlich geht es um Sicherheit“, meint Koch.

Mit Bürgermeister Stefan Weigler, den OZ auf den Bürgerhinweis ansprach, ist sich Hans-Jürgen Koch lediglich einig, dass das Problem seit Jahren existiert. „Auch ein Umbau der Karl-Zimmermann- Straße als Zufahrt zur Chaussee- straße würde nichts am Stau ändern“, so Weigler, der „enorme Planungs- und Baukosten und einen aufwendigen Zeitrahmen“ befürchtet und die Einbindung des für die Bundesstraße zuständigen Straßenbauamtes Neustrelitz als notwendig erachtet.

„Es ist bekannt, dass am Knoten Chausseestraße/Thälmannstraße eine Unfallhäufung festgestellt wurde, die unter anderem mit der gegenüberliegenden Parkplatzausfahrt im Zusammenhang steht.

Verkehrszählungen in der Thälmannstraße haben ergeben, dass dieser Knoten nicht leistungsfähig ist. Das bedeutet, dass in der nächsten Zeit hier Maßnahmen erfolgen werden in Abstimmung zwischen dem Straßenbauamt Neustrelitz, dem Landkreis Vorpommern-Greifswald als untere Straßenverkehrsbehörde und der Stadt Wolgast“, so Weigler.

An den Knoten Chausseestraße/Saarstraße und Chausseestraße/ Feldstraße gebe es keine Unfallhäufung. Verkehrszählungen seien auch für den Bereich Chaussee- straße/Saarstraße vorgesehen, zudem weitere Untersuchungen und Analysen, weshalb zurzeit keine abschließende Einschätzung erfolgen könne.

Eine Erklärung, warum Koch und seine Mitstreiter trotz ihrer zwischenzeitlichen Nachfrage nicht wenigstens diese Antwort erhielten, blieb der Bürgermeister schuldig.

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