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Wortgewandter Wettbewerb zwischen Greifswald und Ribnitz

Greifswald Wortgewandter Wettbewerb zwischen Greifswald und Ribnitz

Wenn Daniel Diel anfängt zu diskutieren, kann kaum jemand mit seinen Argumenten mithalten.

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Daniel, Paul und Julian (v.l.n.r.) haben den Regionalausscheid Vorpommern von „Jugend debattiert“ für sich entschieden.

Quelle: Ann-Christin Schneider

Greifswald. Wenn Daniel Diel anfängt zu diskutieren, kann kaum jemand mit seinen Argumenten mithalten. Das bewies der 17-Jährige Greifswalder gestern beim Regionalausscheid Vorpommern des Bundeswettbewerbs „Jugend debattiert“ im Jahngymnasium. Lediglich Julian Starck vom Richard-Wossidlo-Gymnasium in Ribnitz-Damgarten gelang es, Daniel die Stirn zu bieten. Er holte sich ebenfalls den ersten Preis der elften Klassen und damit das Ticket zum Landesausscheid in Schwerin.

 

OZ-Bild

Daniel, Paul und Julian (v.l.n.r.) haben den Regionalausscheid Vorpommern von „Jugend debattiert“ für sich entschieden.

Quelle: Ann-Christin Schneider

Die Schüler verbessern sich dadurch sprachlich und politisch.“Martina Neumann, Koordinatorin Vorpommern

Die Diskussion der Elftklässler drehte sich um das Thema, ob regionale Dialekte unterrichtet werden sollten. Daniel musste per Losentscheid dagegen argumentieren. „Das war ein Thema, mit dem ich mich vorher nie beschäftigt hatte“, gab der 17-Jährige zu. Er sei unsicher gewesen, weil ihm spontan mehr Argumente dafür als dagegen eingefallen seien. „Dass ich gewonnen habe, ist deswegen umso überraschender für mich“, sagte der Greifswalder.

Beim rhetorischen Schlagabtausch geht es seit 2002 um Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft, erklärte Regionalkoordinatorin Martina Neumann. In kurzen Redezeiten müssten die Teilnehmer erst ihre Position klar machen und diese dann in der freien Diskussion verteidigen. „Die Schüler bilden sich dadurch nicht nur sprachlich weiter, sondern erweitern auch ihr politisches Wissen“, sagte Neumann.

Mit für den Sieg von Daniel verantwortlich ist Sarah Szepat. Die Zwölftklässlerin am Jahngymnasium saß mit drei anderen Schülern in der Jury des Regionalausscheides. In den vergangenen Jahren war sie noch selbst aktive Debattantin. „Als Jurymitglied wird einem nochmal bewusster, wie schwer es ist, seine Meinung überzeugend rüberzubringen“, sagte die 18-jährige Greifswalderin. Sie bewertete alle 16 Teilnehmer beider Schulen in mehreren Runden. Im Regionalverbund Vorpommern sind fünf Schulen für den Wettbewerb registriert. Zwei haben in diesem Jahr teilgenommen.

Jessika Wagner hat die Schüler des Jahngymnasiums im Projektfach „Debattieren“ auf den Wettbewerb vorbereitet. Einmal wöchentlich kommen 13 Schüler zusammen, um sich heiße Wortgefechte am Rednerpult zu bieten. „Dafür haben wir dann einen Themenpool aus dem Alltag zusammengestellt“, sagte die Deutschlehrerin, die extra für das Debattieren an Seminaren des Kultusministeriums teilgenommen hat. Sie merke, dass sich dadurch die Gesprächsqualität deutlich steigere. „Die Schüler können klarer ausdrücken, was sie wollen, sind kritikfähiger und lernen auch einmal zuzuhören“, beschrieb Wagner die Vorteile.

Daniel Diel war über seine Freunde zum Debattieren gekommen. „Ich wollte meine freie Rede verbessern, denn ich möchte später gerne Jura studieren und da könnte es nützlich sein“, erklärte der Heranwachsende.

Zusammen mit Julian und dem Sieger aus der neunten Jahrgangsstufe, Paul Schreiber (15) aus Ribnitz-Damgarten, geht es zu einem Rhetorikseminar in Schwerin, um sich auf das Landesfinale vorzubereiten.

Dort misst er sich dann mit den Siegern der drei anderen Regionalverbände MVs im April. Druck macht Daniel sich deswegen erstmal nicht.

OZ

Von Ann-Christin Schneider

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