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Wunderpflanze erstmalig angebaut

Greifswald Wunderpflanze erstmalig angebaut

Zum zehnten Mal werden die besten Gründungsideen von Forschern und Studenten ausgezeichnet

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Friederike Springhorn (21) mit ihrer Urkunde

Greifswald. Wissenschaftler haben erstmals einen Weg gefunden, die fleischfressende Heilpflanze Sonnentau zu züchten. Balazs Baranyai (31) und Dr. Jenny Schulz (44) wurden für die von ihnen entwickelte Methode mit dem ersten Preis beim diesjährigen Unique-Ideen- und Businessplanwettbewerb ausgezeichnet. Dieser wird von der Universität Greifswald und dem Leibnizinstitut für Plasmaforschung und Technologie veranstalet. Ein Preisgeld von 1500 Euro gab es auch dazu.

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Zum zehnten Mal werden die besten Gründungsideen von Forschern und Studenten ausgezeichnet

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Hustenmittelhersteller wie Monopax wissen schon lange von den entzündungshemmenden und krampflösenden Heilkräften des Sonnentaus. Das Problem stellt die Seltenheit der Pflanze in Europa dar.

Sonnentau wächst nur in feuchten Gebieten mit nährstoffarmen Böden, wie Mooren, Sümpfen oder Heiden. Aus Gründen des Naturschutzes ist das Wildsammeln der Pflanzen oft verboten. In Ländern wie Finnland werden jährlich zehn bis 20 Millionen Pflanzen zu pharmakologischen Zwecken raubabgebaut. Andere Sonnentaupflanzen werden aus Afrika importiert, jedoch in so geringen Mengen, dass der Bedarf der Medikamentenherstellung nicht gedeckt wird.

Baranyai und Schulz suchen nun in Mecklenburg-Vorpommern zwei bis drei Hektar große Flächen, um Sonnentau großflächig kultivieren zu können. Sie untersuchten unter anderem die Insel Usedom auf geeignete Standorte, nahmen Wasser- und Bodenproben und warten jetzt auf die Ergebnisse der Analyse. „Es sieht vielversprechend aus“, erzählt Baranyai. „Wir müssten die ersten 20 Zentimeter des Bodens entfernen und darauf Torfmoosschichten etablieren, auf denen der Sonnentau besonders gut wächst.“ Der Sonnentau soll in speziellen, natürlich abbaubaren Gefäßen auf einem Torfmoosfeld wachsen und dann geerntet werden.

Ermöglicht wird das Projekt durch ein Gründerstipendium des Förderprogramms Exist. „Erst wird die Idee ausgearbeitet, dann erstellen wir einen Businessplan und nächstes Jahr gründen wir unser Unternehmen. Die Details sind aber noch unklar.“

Die Gewinnerin des ersten Platzes des Unique-Wettbewerbs im Bereich der Studenten möchte namentlich nicht genannt werden.

Den zweiten Platz belegten Oliver Gladrow (25) und Lorenz von Hasseln (27) für ihre Idee „Kopfarbeit“. „Wir wollten ein Qualitätssiegel für menschliche Kreativität entwickeln“, berichten sie.

Ebenfalls einen zweiten Platz belegte die Studentin Friederike Springhorn (21) für ihr Siegel für einen fairen Milchpreis. Sie findet:„Man muss nur Marktlücken entdecken und sagen, da fehlt was!“ Olivia Stracke

OZ

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