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„Wundervolle Baumeister“ nagen Weiden am Ryck an

Greifswald „Wundervolle Baumeister“ nagen Weiden am Ryck an

Zahlen zum Biber-Vorkommen im Greifswalder Raum variieren – Tiere fanden über Peenestrom und Ziese hierher

Greifswald. Der Biber breitet sich immer weiter in der Region aus. Da an der Peene, wo er 1975 wieder angesiedelt wurde, die Reviere rar wurden, zog das Tier weiter, suchte und fand neue Lebensräume – zum Beispiel seit einigen Jahren am Ryck. Dort hat Greifswald-Urlauberin Margret Mönnich aus Schwerin nun beeindruckende Spuren des Nagers gesichtet und fotografiert. „Hinter der sogenannten Hundewiese zwischen der Straße Am Ryck und Treidelpfad entdeckte ich ein massives Schadbild eines oder mehrerer Biber“, schreibt sie dazu. „Große, imposante Weiden gehen bald zu Boden.“

Experten gehen davon aus, dass die Tiere über den Peenestrom und die Ziese nach Greifswald gekommen sind. Wie viele es genau sind, darüber gibt es unterschiedliche Informationen. Laut Marcus Rudolf vom Naturschutzbund (Nabu) sind es in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt etwa 1800 Exemplare. Diese Zahl für das Jahr 2015 bestätigt auch das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie in Güstrow.

Ein Mitarbeiter der Behörde verweist allerdings darauf, dass die Naturschutzbehörde des Landkreises Zahlen „zwischen 1400 und 2000“ alleine für Vorpommern-Greifswald angegeben habe. „Sicherlich ist die Region ein Schwerpunkt“, so der Mitarbeiter. Die unterschiedlichen Zahlen würden zustande kommen, weil sie auf Hochrechnungen basierten und es eben schwer sei, die Tiere zu zählen. „Wir sehen Biberhöhlen, aber nicht, wie viele Tiere drin sind.“

Höhlen sind ein Zeichen für das Vorkommen, Dämme und angenagte Bäume sind weitere. Aufgrund der starken Veränderung der Umgebung nennt Marcus Rudolf vom Nabu die Tiere auch „wundervolle Baumeister der Natur“. Nicht jeder teilt diese Charakterisierung. So beklagen Landwirte etwa Schäden an Nutzflächen, die durch aufgestaute Flüsse entstehen können. Kreis- und Landtagsmitglied Beate Schlupp (CDU) monierte zudem Schäden an Bahnanlagen und Deichen, die Biber herbeiführen würden. Ihre Forderung: Der Bestand müsse reguliert werden. Allerdings ist das Tier geschützt.

Kai Lachmann

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