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Greifswald Zapfhahn, Haarnadel und mittelalterliche Fleischerbuden
Vorpommern Greifswald Zapfhahn, Haarnadel und mittelalterliche Fleischerbuden
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00:01 10.05.2016

Auf den seit Jahren unbebauten Grundstücken zwischen der Bader- und der Fleischerstraße standen im Mittelalter in einer Reihe Buden von Fleischern, die hier ihre Ware anboten — der Fleischscharren. Ein Nachweis für einen ersten Verkauf so eines kleinen Hauses stammt von 1300. An der Fleischerstraße zwischen Domstraße standen im Mittelalter die Buden von Hökern, das sind Kleinhändler.

Was bisher nur aus den schriftlichen Quellen und Publikationen bekannt war, konnte Peter Kaute jetzt bei Ausgrabungen des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege an der Ecke Domstraße/Fleischerstraße nachweisen. Die Neubrandenburger Investorin Andrea Bruhn lässt hier gegenwärtig ein Wohn- und Geschäftshaus errichten. „Wir haben Mauerreste aus dem Mittelalter gefunden, die wahrscheinlich zu den Buden der Fleischer gehören“, berichtet Kaute. „Außerdem blieben im Boden relativ viele kleine Knochen erhalten, die auf Fleischverarbeitung hinweisen.“ Dritter Hinweis darauf sei mittelalterliches Kleingeld.

Die Buden wurden auch als Wohnhäuser genutzt. „Wir denken beim Mittelalter meist an die großen Giebelhäuser“, sagt Kaute: „Aber es gab damals auch viele einfachere, traufständige Reihenhäuser.“ Die Fleischerbuden wurden zum Teil in den 1580er Jahren für den Bau des städtischen Zeughauses abgerissen. Wahrscheinlich entstanden zeitgleich weitere Reihenhäuser für städtische Angestellte. Laut dem Kunsthistoriker blieb nur die „Garbraterei“, also eine Garküche, Ecke Fleischerstraße, noch eine Zeit lang bestehen.

Die ersten Häuser der städtischen Angestellten wurden ab 1741 durch vier Neubauten ersetzt. Peter Kaute konnte auch Fundamente dieser Ratsdienerhäuser im Boden nachweisen. Aber auch Zeugnisse der Veränderungen im 16. / 17. Jahrhundert haben die Zeit in der Erde überdauert. Darunter sind ein sehr gut erhaltener Zapfhahn und eine Haarnadel.

Von eob

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