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Ziemlich beste Kumpels

Greifswald Ziemlich beste Kumpels

Um den europäischen Studentenaustausch attraktiver zu machen, bekommen Neu-Greifswalder Freunde gestellt.

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Daniel Katke (19) hilft Katarzyna Plachta (23) durch ihre ersten Wochen in Greifswald.

Quelle: Lovis Krüger

Greifswald. Fremde Kulturen, andere Sprachen, neue Menschen kennenlernen — die Argumente für ein Auslandssemester liegen auf der Hand. Aber: Die Möglichkeiten werden in Greifswald nicht mal annähernd ausgeschöpft.

Mehr als 600 Plätze für das europäische Studentenaustauschprogramm Erasmus stehen an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität zur Verfügung. Sowohl für die Greifswalder, die den Kontinent entdecken wollen, als auch für die, die sich die Hansestadt als temporären Studienort ausgesucht haben. Jedoch nutzten insgesamt nur 177 Studenten das Programm im vergangenen Wintersemester. Deshalb versucht der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) einerseits das Erasmus-Programm und weitere Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen, bekannter zu machen. Andererseits wird auch die Betreuung ausländischer Studierender in Greifswald intensiviert.

Davon profitiert auch Katarzyna Plachta (23). Die Polin kam vor zwei Wochen in die Hansestadt, um hier ein Semester lang Germanistik zu studieren. Ihre Zeit in Greifswald will sie vor allem dafür nutzen, richtig gut Deutsch zu lernen. Schon von Stettin aus konnte sie sich hier einen Platz im Wohnheim suchen. Als Erasmus-Studentin hat sie den in der Hansestadt nämlich sicher. „Greifswald ist zwar kleiner als Stettin, aber gefällt mir bis jetzt sehr“, sagt sie.

Damit sich Austauschstudenten wie Katarzyna schnell gut einleben können, hat das International Office der Greifswalder Uni ein „Buddy“-Programm organisiert. „Buddy“ ist Englisch und heißt Kumpel.

Einen solchen bekommen die Neuankömmlinge von Anfang an zur Seite gestellt. Dieser ist in der Regel schon länger in Greifswald eingeschrieben, kennt sich aus, hilft bei Fragen zu Bürokratie, Studium und wird so zum ersten Bekannten, der den Neuen auch das Studentenleben näher bringt — und das alles freiwillig.

Katarzynas erster Kumpel ist Daniel Katke (19) — gleich das erste Treffen der beiden ging schief. „Ich habe am Hauptbahnhof auf sie gewartet, sie ist aber am Südbahnhof ausgestiegen“, sagt Daniel, der Anglistik und Kommunikationswissenschaften studiert. Katarzyna musste also erstmal ohne ihn den Weg ins Wohnheim finden. Dort haben sich die beiden endlich kennengelernt und gleich gut verstanden.

Danach erwartete die Stettinerin die deutsche Bürokratie. Sie musste zum Einwohnermeldeamt, sich an der Uni einschreiben, den Mietvertrag abschließen und bei der Bibliothek anmelden. Außerdem brauchte sie eine deutsche SIM-Karte für ihr Handy und ein deutsches Bankkonto. „Es gab sehr viele Unterlagen. Ich war echt gestresst. Aber wenn ich eine Frage hatte, hat mein Buddy mir geholfen“, sagt sie.

Nach Greifswald ist die Polin gekommen, weil eine Freundin von ihr von der Stadt geschwärmt hat. „Ich denke schon, dass ich die Stadt später noch einmal mit ihr zusammen besuchen werde. Dann aber als Touristin“, sagt Katarzyna. Daniel widerspricht: „Dann bist du keine Touristin mehr, dann fühlst du dich schon wie eine Einheimische.“

Wie geht es ins Ausland? Die OZ gibt wichtige Informationen und Tipps
Erasmus-Programm

Die Universität Greifswald kooperiert mit 165 Hochschulen in Europa. Die Vorteile: Wer ein oder zwei Erasmus-Semester plant, muss im Ausland keine Studiengebühren zahlen und bekommt monatlich etwa 175 Euro — unabhängig vom Gastland. Die hiesige Hochschule hält für Greifswalder Studenten mehr als 600 Plätze bereit, von denen nur etwa 177 genutzt werden. Fragen beantwortet das International Office, ☎ 03834 / 86 11 16 • www.eu.daad.de/erasmus/de
Bilaterale Partnerschaften

Die Uni unterhält zusätzlich intensivere Partnerschaften mit Hochschulen — auch außerhalb Europas, zum Beispiel in Japan, Neuseeland, Brasilien und Kanada. Wer dort studieren will, zahlt in der Regel keine Studiengebühren.

Praktika im Ausland

Wer im Ausland Arbeitserfahrungen sammeln will, findet auf mehreren Internetseiten Stellenbörsen. Zum Beispiel auf travelworks.de, projects-abroad.de oder auf studentsgoabroad.com. Fundierte Hilfe gibt‘s auch vom . . .

DAAD
Der Deutsche Akademische Auslandsdienst bietet vielfältige Unterstützung an — von der Planung bis zum Stipendium „Promos“. Das Programm „Go East“ hilft beim Studium in Osteuropa.

www.daad.de
Wenn ich eine Frage hatte, hat mein Buddy mir geholfen.“Katarzyna Plachta (23)

 



Lovis Krüger

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