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Zinnowitz: Randalierer wüten am neuen Jugendclub

Zinnowitz Zinnowitz: Randalierer wüten am neuen Jugendclub

Auch Bereiche an der schicken Promenade sind betroffen. Der Bürgermeister denkt über eine Videoüberwachung nach.

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Bürgermeister Peter Usemann organisiert sofort die Beseitigung der Schmierereien auf dem Jugendclub-Gelände neben dem Amt Usedom-Nord.

Quelle: Reik Anton

Zinnowitz. Schreck am Morgen für die Verantwortlichen des Amtes Usedom-Nord: Unbekannte haben, vermutlich in der Nacht zu Montag, im Ortszentrum gewütet. Am schlimmsten traf es den Jugendclub in der Möwenstraße, der erst im Mai eröffnet wurde. Fensterbänke, Türen, Infotafeln und selbst der Briefkasten wurden mit schwarzen Schriftzeichen bekritzelt. Außerdem rissen die Täter auch einen Teil der Holzbank aus ihrer Befestigung.

„Das ist kein Dummer-Jungen- Streich, sondern Sachbeschädigung“, sagt Verwaltungschefin Kerstin Teske gestern, als sie zusammen mit Bürgermeister Peter Usemann (UWG) den Tatort besichtigt. Doch damit nicht genug. Auch ein Garagengebäude neben dem Ärztehaus und ein Fensterbrett haben die Vandalen beschmiert. „Die Zeichen kann ich nicht entziffern“, meint Usemann, als er sich die Graffiti näher ansieht.

Klar sei aber, dass etwas unternommen werden müsse. „In diesem Jahr haben wir schon über 5000 Euro für die Beseitigung solcher Schäden ausgegeben. Das fehlt der Gemeinde letztlich für die Jugendarbeit“, betont der Bürgermeister sichtlich verärgert. Er verweist auf Spielplätze, die durch diese finanzielle Mehrbelastung vorerst nicht gebaut werden könnten. Erst im Mai waren Toiletten, Bänke und touristische Anlagen im Ort und auf der Promenade verunstaltet worden.

Eine Spur zu den Tätern gibt es bisher noch nicht. Das Amt Usedom-Nord hat nun Anzeige gegen Unbekannt wegen der Sachbeschädigung erstattet. Usemann: „Wir loben außerdem 250 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen.“ Laut Polizeioberkommissar René Behrens falle der Schaden glücklicherweise gering aus. „Es ist eine Farbe, die man von den glatten Oberflächen leicht wieder abbekommt. Schwieriger wird es an der Fassade, weil die Farbe dort abbindet.“ Der Beamte des Reviers Karlshagen schätzt den Schaden auf etwa 500 Euro. Er empfiehlt, den Bereich um den Jugendclub besser zu schützen. „Zum Beispiel können die Lampen auf dem Gelände mit einem Bewegungsmelder versehen werden.“ Bisher gehen die Lichter um 22 Uhr aus. Außerdem, so Behrens, sollten die Anwohner sensibilisiert werden.

Das geht Bürgermeister Usemann nicht weit genug. Zusammen mit seinem Stellvertreter, Ralf Schwarzenberg (Allianz für Zinnowitz), will er prüfen, ob eine Kameraüberwachung des Platzes in der Möwenstraße möglich ist. „Das wäre wohl sinnvoll“, meint Schwarzenberg, „allein das Hinweisschild hätte eine abschreckende Wirkung.“ Ganz so einfach ist das laut Sven Gundlach von der Kurverwaltung an der Strandpromenade nicht. Auch dort tobten sich Unbekannte an Infotafeln und Holzbänken aus. „Dort laufen Menschen leicht bekleidet herum. Man muss sehen, was rechtlich möglich ist.“ Ob es sich um dieselben Täter handelt, ist unklar.

Kerstin Arndt, Leiterin des Jugendclubs, erfuhr erst durch die OZ-Anfrage von dem Vorfall. Sie hatte das Gelände am Samstag gegen 22.30 Uhr verlassen und seitdem frei. „Ich bin geschockt“, so Arndt.

Streit mit Jugendlichen habe es nicht gegeben. Eine Videoüberwachung befürworte sie. „Wenn es rechtlich erlaubt ist.“

Wir loben 250 Euro
für Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen.“Peter Usemann (UWG),
Bürgermeister von Zinnowitz

 



Reik Anton

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