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Greifswald Zoff um Garagen in der Vulkanstraße geht weiter
Vorpommern Greifswald Zoff um Garagen in der Vulkanstraße geht weiter
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04:20 14.03.2013
Um den Fortbestand des Garagenkomplexes in der Vulkanstraße ist ein heftiger Streit der Besitzer mit der WGG entbrannt. Quelle: eob

Der geplante Neubau von fünf Stadthäusern in der Franz-Mehring-Straße 60 auf dem Gelände des ehemaligen Firmensitzes der Wohnungsbau-Genossenschaft Greifswald (WGG) sorgt weiter für Ärger. Für die dort in den kommenden drei Jahren entstehenden 70 Drei- und Vier-Raum-Wohnungen muss der angrenzende Garagenkomplex in der Vulkanstraße weichen. Die WGG will das Grundstück von der Stadt kaufen. Die Garagenbesitzer sind darüber alles andere als erfreut, wie in der Sitzung des Bauausschusses am Dienstag deutlich wurde.

Günter Wegner, Vertreter der Garagengemeinschaft, sagte, man wolle den Komplex wie lästigen Fliegendreck einfach wegwischen. „Bei Kündigung der Pachtverträge wissen 85 Bürger nicht, wo sie ihre Autos unterbringen sollen“, sagte er. Die große Mehrheit der Garagenbesitzer sei inzwischen über 70 Jahre alt. Die Stadt habe eine Fürsorgepflicht gegenüber ihren Senioren. Außerdem würden durch die Pacht jährlich 9500 Euro ins Stadtsäckel gespült.

„Uns jetzt Ausweichstellplätze irgendwo und nicht mal für alle Garagenbesitzer anzubieten, ist indiskutabel“, erklärte Wegner. Mit Nachdruck betonte er, dass die Stadt 2004 — erstmals nach 30 Jahren — dort in die Regenentwässerung investiert und sich danach zum langfristigen Bestand des Komplexes Vulkanstraße bekannt habe. „Wir haben das geglaubt“, so Wegner. Nun sei nichts mehr davon wahr.

Der Rentner betonte, dass die Garagengemeinschaft auch weiter mit der WGG in guter Nachbarschaft leben wolle, das Bauprojekt aber überarbeitet werden müsse.

Baudezernent Jörg Hochheim (CDU) indes plädierte für den Verkauf des Grundstücks an die WGG, da zusätzliche Stellplätze auf dem benachbarten Grundstück der Telekom möglich wären. „Die Genossenschaft möchte das Gelände kaufen.“

Cornelia Meerkatz

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OZ

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