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Greifswald Züssow wirbt mit guter Infrastruktur
Vorpommern Greifswald Züssow wirbt mit guter Infrastruktur
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00:00 06.02.2018
Die Volkssolidarität errichtete 2017 eine neue Kita in Züssow, jetzt werden die Außenanlagen neu gestaltet. Quelle: Fotos: Petra Hase
Züssow

Das Dorfbild Züssows hat sich in den vergangenen Jahren sehr zum Positiven verändert. Eigentümer brachten ihre Grundstücke und Gebäude in Ordnung, Straßen wurden saniert, Feuerwehr und Kindergarten neu errichtet, um nur einiges zu nennen. Bürgermeister Eckhart Stöwhas ist froh, dass Einwohner, Unternehmer und Vereine an einem Strang ziehen, um die Gemeinde weiter attraktiv zu gestalten. OZ sprach mit ihm über Erreichtes und Vorhaben.

„„Wir streben an, mit Karlsburg mehr zusammenzuar- beiten, vielleicht sogar zu einer großen Gemeinde zusammenzu- gehen.“Eckhart Stöwhas , Bürgermeister von Züssow

Vor einem Jahr sprachen Sie von der Überlegung, das Wohngebiet „Am Mühlenberg“ zu überplanen, weil ein Lebensmitteldiscounter Bauinteresse anmeldete. Wie steht es darum?

Eckhart Stöwhas: Die Gemeinde hat über den Verkauf von 10 000 Quadratmetern positiv entschieden. Das Wertgutachten und der Entwurf des Notarvertrages liegen vor. Nun liegt es am Investor, den Bebauungsplan zu erstellen, damit das Genehmigungsverfahren beginnen kann. Gemeinde und Investor hoffen, dass das bis zum Jahresende abgeschlossen ist. Es dauert also noch ein Weilchen, bis sich die Tore öffnen.

Das Wohngebiet stieß ja bei potentiellen Häuslebauern auf nicht so große Resonanz wie erhofft. Etwa zehn Grundstücke sind verkauft. Bleibt auf der Fläche trotz des geplanten Marktes noch Platz für Bauwillige?

Auf jeden Fall, das Areal ist groß genug für weitere Wohngrundstücke. Die Gemeinde ist sehr an neuen Einwohnern interessiert, denn unsere Infrastruktur mit der neuen Kindertagesstätte der Volkssolidarität, der Grundschule, dem Bahnhof und vieles mehr kann sich sehen lassen. Wir würden auch selbst gern investieren, um neue Gemeindewohnungen zu errichten. Die etwa 150, die wir haben, sind vermietet. Doch wir haben keine Mittel, um selbst zu bauen.

Wie steht es denn in diesem Jahr mit dem Haushalt der Gemeinde?

Mit viel Anstrengungen und Sparen sowie erhöhter Zuweisungen gegenüber den Vorjahren konnten wir für 2018 einen ausgeglichenen Haushalt aufstellen und beschließen. Dafür Dank an alle Beteiligten. Der Ergebnishaushalt weist ein Plus von 160500 Euro, der Finanzhaushalt von 301700 Euro auf. Die Investitionen belaufen sich auf 143400 Euro, dafür planen wir, einen Kredit aufzunehmen.

Welche Vorhaben stehen denn auf dem Plan?

Eigentlich sollte die Straßenbeleuchtung in Radlow schon 2017 auf LED umgestellt werden, aber leider kam der Fördermittelbescheid erst Ende November. So werden wir es nun bis Juni dieses Jahres schaffen. Das Land unterstützt uns mit etwa 50 Prozent der Kosten, die sich auf 32000 Euro belaufen. Oldenburg und Thurow sollen dann mit der LED-Umstellung folgen. Parallel dazu wollen wir Planungen auf den Weg bringen, um in Zukunft die noch nicht sanierten Gemeindestraßen sanieren zu können, wie etwa den Rosenweg. Erfreulich ist, dass gemeinsam mit dem Unternehmen Vorpommern Gas der westliche Teil des Ortes Züssow mit Erdgas versorgt werden soll. Ärgerlich hingegen ist, dass der Kreis keinerlei Anstalten macht, die Lücken der Kreisstraßen in Züssow und Ranzin zu sanieren. Dabei handelt es sich jeweils nur um 300 Meter. Ich habe um Gespräche mit den Verantwortlichen des Kreises gebeten und sie eingeladen. Leider erhielt ich eine Absage, man habe zu viele Kreisstraßen und könne sich nicht jeder persönlich annehmen, hieß es. Schade, so ist das eben in diesem Landkreis.

Wie steht es denn um die geplante Fortführung des Radweges von Züssow nach Thurow?

Das geht jetzt endlich los. Gerade war eine erste Bauberatung mit dem Straßenbauamt Neustrelitz, das für diese Maßnahme zuständig ist. Das Vorhaben zog sich über Jahre hin, weil es Probleme mit dem Grunderwerb gab. Doch nun ist alles geklärt, im Juni sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Dann haben auch die Schulkinder aus den umliegenden Orten die Möglichkeit, mit dem Rad sicher nach Züssow zu gelangen.

Und was will die Gemeinde selbst noch anpacken?

Wir wollen den Flächennutzungsplan für Züssow überarbeiten, um das Areal westlich der Bahngleise in ein Mischgebiet umzuwandeln. Damit wäre neben der Ansiedlung von Kleingewerbe die Errichtung von Wohngebäuden möglich. Der bestehende Plan lässt das bislang nicht zu. Daneben streben wir an, mit der Gemeinde Karlsburg mehr zusammenzuarbeiten, vielleicht sogar zu einer großen Gemeinde zusammenzugehen. Wir haben jeweils etwa 1360 Einwohner. Das neue Finanzausgleichsgesetz wird uns nicht reicher machen, der finanzielle Spielraum kleiner Gemeinden wird noch dazu immer geringer. Doch gemeinsam gelingt uns in Zukunft vielleicht manches besser. Erste Gespräche dazu gab es bereits.

Petra Hase

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