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Zukunft der Tiefgarage in der Dompassage ungewiss

Greifswald Zukunft der Tiefgarage in der Dompassage ungewiss

Ab Juni gibt es noch keinen Pächter / keine Klarheit über neue Läden

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„Das Parkhaus in der Dompassage war ein Verlustgeschäft. Wir wollen nicht weiter pachten.Detlef Borchert, GPG

Greifswald. Lange Gesichter bei langjährigen Mietern von Dauerparkplätzen in der Dompassage. Verträge werden nicht verlängert und neue nicht abgeschlossen.

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Ab Juni gibt es noch keinen Pächter / keine Klarheit über neue Läden

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Das Domcenter

Die Dompassage wurde 1997 errichtet. Im vorigen Jahr zählte es nur 290000 Besucher, 2004 immerhin noch 1,6 Millionen. Große Teile des Einkaufszentrums stehen gegenwärtig leer.

Als Domcenter soll es nach millionenschwerem Umbau inklusive neuer Fassader wieder mehr Kunden anlocken. Die Planungen gehen von zwei Millionen Gästen aus.

Womöglich stehen die Autobesitzer ab Juni im sprichwörtlichen Regen. Denn der Pachtvertrag der stadteigenen Greifswalder Parkraumbewirtschaftungsgesellschaft (GPG) für die Tiefgarage läuft Ende Mai aus. An einer Verlängerung hat die GPG kein Interesse.

„Für uns war die Dompassage ein Verlustgeschäft“, begründet Geschäftsführer Detlef Borchert. Die obere Etage sei in der Vergangenheit kaum genutzt worden. „Wir haben aber für die ganze Tiefgarage bezahlt“, sagt er. Die GPG habe aber angeboten, das Parkhaus zwar nicht mehr zu pachten, aber weiter zu betreiben. Damit würde die Parkraumbewirtschaftungsgesellschaft nicht mehr das finanzielle Risiko wie bisher tragen.

Bislang gebe es keine Zusage, so Borchert. Die GPG kenne keine Pläne zur künftigen Nutzung der Dompassage, die sie für eine Kalkulation der Kosten benötige. Nach OZ-Informationen soll es auch noch andere Interessenten für das Parkhaus geben.

„Ein Großteil der Nutzer der Dompassage waren in der Vergangenheit Dauerparker“, so Borchert weiter. Um die 100 seien es im Winter. „Wir können den Mietern keine Ersatzstellplätze anbieten“, bedauert der Geschäftsführer. Mit dem geplanten Parkhaus Nexöplatz könne sich das wieder ändern, aber das dauere noch.

Jürgen Schmölling, der Projektentwickler der Dompassage, sagt, dass für die Zeit ab dem 1. Juni Gespräche zum Weiterbetrieb des Parkhauses Dompassage liefen. Er verstehe die Argumentation der GPG in Sachen Pacht nicht. Das Parkhaus werde gut genutzt. „Ich muss jetzt auch schon in der zweiten Etage nach einem Platz suchen“, so Schmölling.

Der Projektentwickler ist im Auftrag des Betreibers der Dompassage, Horant Elgeti und seiner Nordostverwaltungsgesellschaft tätig. Investor Rolf Elgeti, der Bruder von Horant Elgeti, hatte den zu großen Teilen leer stehenden Konsumtempel im Juni 2016 erworben.

Wer künftig außer dem Textilhändler Jesske und einem Lebensmittelmarkt seine Waren in der Dompassage anbietet, ist indes zehn Monate nach dem Eigentümerwechsel immer noch nicht klar. Als Domcenter soll das Zentrum künftig zwei Millionen Besucher im Jahr anlocken.

Und die neuen Läden, deren Kunden künftig das Domcenter bevölkern? Schmölling antwortet so wie immer in den letzten Monaten: „Es laufen Gespräche.“ Zwei Interessenten seien wegen der Debatte um Neuansiedlungen in den KAW-Hallen (Gleis vier) abgesprungen. „Sie wurden verschreckt“, sagt Schmölling. Einer der Interessenten hätte als Anbieter jugendlicher Textilien und Assessoirs prima zu Jesske am Dom gepasst. „Er hat sich für Stralsund entschieden.“ Konkreter will Schmölling nicht werden, Seine Kritik bezieht sich auf die Zustimmung der Bürgerschaft zur Ansiedlung von Depot und Fressnapf in der Bahnhofstraße (die OZ berichtete). Unternehmen hätten befürchtet, dass sich dort noch mehr Läden ansiedeln dürften. Die Innenstadt habe Nachteile wie schlechtere Erreichbarkeit und kompliziertere Belieferung, stellt Schmölling fest. Es sei gut, dass jetzt Klarheit in Bezug auf Gleis vier bestehe.

Er sei optimistisch, dass sich die Dompassage nach dem bevorstehenden Umbau füllen lasse, so Schmölling. „Die Hauptbaugenehmigung ist erteilt“, sagt er. Nur das „Ja“ zur neuen Fassade mit den Schaufenstern im Obergeschoss stehe noch aus. „Die Baugenehmigung zum Umbau der Fassade des Domcenters wird in den nächsten Tagen erteilt werden und dem Bauherrn zugehen“, teilt Stadtsprecherin Andrea Reimann dazu mit.

Elgetis Gesellschaft, die Konsum-Reit-AG, will sechs bis sieben Millionen Euro investieren. Auch die Mieter sollen drei bis vier Millionen Euro beisteuern. „Dafür brauchen sie Planungssicherheit“, betont Schmölling.

Eckhard Oberdörfer

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