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Greifswald Levenhagen bejaht Fusion im Greifswalder Umland
Vorpommern Greifswald Levenhagen bejaht Fusion im Greifswalder Umland
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14:45 29.11.2018
Der Bürgermeister von Levenhagen, Steffen Boos, ist für die Fusion Quelle: Eckhard Oberdörfer
Levenhagen

 

Die Gemeindevertretung von Levenhagen hat sich am Mittwoch einstimmig für eine Fusion mit Wackerow, Mesekenhagen und Neuenkirchen ausgesprochen. Eine Diskussion gab es nicht. Eine Fusion soll es nur geben, wenn alle Partner zustimmen. Neuenkirchens Volksvertretung hat schon „Ja“ gesagt, aber gegenwärtig läuft dort ein Bürgerentscheid, dessen Ergebnis am 9. Dezember feststehen wird. Mesekenhagen könnte einen Tag später entscheiden, in Wackerow gibt es noch keinen Termin.

Vor der Entscheidung der Levenhäger Gemeindevertretung warb Bürgermeister Steffen Boos für den ausgehandelten Vertrag zur Bildung einer Gemeinde Landhagen zur nächsten Kommunalwahl im Mai 2019. Es werde Einsparungen beim Verwaltungsaufwand und bei den Aufwandsentschädigungen durch weniger Gemeindevertreter und Sitzungen geben, kündigte er an. Eine größere Gemeinde könne Projekte besser angehen, sei effektiver und habe mehr politisches Gewicht. Die Hälfte der vom Land insgesamt versprochenen Fusionsprämie von 1,2 Millionen Euro soll für Infrastrukturmaßnahmen investiert werden. Levenhagen ist laut Selbsteinschätzung nicht zukunftsfähig, aktuell wird mit einem Defizit von 140000 Euro gerechnet.

Die anwesenden Einwohner reagierten sehr skeptisch und bezweifeln, dass ein Zusammenschluss Vorteile für Levenhagen bringt. So befürchten Bürger von Alt Ungnade, dass nichts mehr in ihrem Ortsteil passiert, andere bezweifelten, dass die erhoffte Vergrößerung der Zahl der Gemeindearbeiter möglich ist. Andere thematisierten sie die Schulden Wackerows von 2,8 Millionen Euro und erinnerten daran, dass dessen Bürgermeister in diesem Jahr mit einer weiteren Erhöhung des Defizits um 220000 Euro rechnet. „Wackerow hat eine sehr hohe Steuerkraft“, stellte Boos fest. Denn hier leben viele Bürger mit hohem Einkommen. Bei einer vom zugesagten Entschuldungshilfe im Fusionsfall von zwei Millionen Euro und 600000 Euro aus der Fusionsprämie blieben nur noch 200000 Euro Restschuld, rechnete er vor. Die könnte die neue Gemeinde gut abtragen.

Eckhard Oberdörfer

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