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Greifswald Zuwachs in der Weihnachtsbaumkultur
Vorpommern Greifswald Zuwachs in der Weihnachtsbaumkultur
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00:06 15.05.2018
Lena Braun (2. Lehrjahr) und Philipp Rein (1. Lehrjahr) sind mit anderen Azubis in der Weihnachtsbaumkultur des Forstamtes Jägerhof bei der Aufforstung. Fünf bis sieben Jahre müssen die Bäumchen wachsen, ehe sie zum Weihnachtsbaum taugen. FOTOS (4): CORNELIA MEERKATZ
Karlsburg

„Das sind aber wirklich gute Pflanzen“, findet Lena Braun und zieht einen jungen Setzling aus ihrer Pflanztasche heraus. Die zweijährigen Nadelbäumchen sind etwa 30 bis 50 Zentimeter groß und haben kräftige lange Wurzeln – eine Voraussetzung, damit sie später gut anwachsen. Sie stammen aus der Forstbaumschule Spantekow und mussten bis nach Karlsburg keinen allzu langen Weg zurücklegen. „So haben wir die Garantie, dass sie nicht schon vorher vertrocknet sind“, sagt Andreas Piper, Revierförster von Murchin und derzeit als Vertretung auch für das Revier Karlsburg zuständig.

Lehrlinge des Forstamtes Jägerhof pflanzten im Wald bei Karlsburg 600 junge Bäumchen / In sieben Jahren stehen sie in den Wohnzimmern

Lena Braun ist im zweiten Lehrjahr Auszubildende im Forstamt Jägerhof. Mit drei weiteren Lehrlingen ist sie bei diesem schönen Frühlingswetter dabei, den Bestand der Weihnachtsbaumkultur des Forstamtes im Wald von Karlsburg aufzuforsten. Angeleitet werden die vier Azubis von Forstwirtschaftsmeister Ausbildung, Thomas Dahlmann. Der achtet mit Argusaugen darauf, dass die Pflanzlöcher die richtigen Abstände haben, die Bäumchen gerade in die Erde kommen und ordentlich festgetreten werden, um ein gesundes Wachstum zu ermöglichen. Etwa 6000 Bäume befinden sich in der eingezäunten Kultur. „Im Forstamt verfügen wir nur über die eine. Hier holen wir dann alle Bäume, die vor Weihnachten im Forstamt bzw. auf den Adventsmärkten, an denen wir beteiligt sind, verkauft werden“, sagt Dahlmann. Die Nachfrage sei jedes Jahr groß, deshalb müsse immer ein gesunder Bestand vorgehalten werden, ergänzt er. Das Forstamt hat als Weihnachtsbäume neben der beliebten Nordmann- auch Küsten-, Edel, Colorado- und Koreatanne im Angebot, dazu die gemeine und Blaufichte sowie die gemeine und Schwarzkiefer. In diesem Frühjahr nun wurden 600 neue Bäumchen gepflanzt, jeweils 200 Stück Nordmann und Edeltanne. Außerdem 200 Frasertannen. Andreas Piper weiß zu berichten, dass gerade diese Frasertannen als Weihnachtsbaum in den USA sehr beliebt sind. Seit einigen Jahren sei dieser Trend auch nach nach Deutschland gekommen. Mit der Anpflanzung wolle man dem auch im hiesigen Forstamt Rechnung tragen, erklärt er.

Bis die jetzt noch kleinen Pflanzen tatsächlich einmal als wunderschön geschmückte Weihnachtsbäume in den Wohnzimmern der Region stehen, müssen noch fünf bis sieben Jahre vergehen. In dieser Zeit müssen sie gleichmäßig und gerade wachsen. „In der Regel haben die Nadelbäume dann eine Höhe zwischen 1,50 und 2,50 Meter erreicht und sind damit ideal als Weihnachtsbaum“, so der Forstwirtschaftsmeister.

Zusammen mit seinen Lehrlingen hofft er in den kommenden Tagen und Wochen auch ab und zu auf Regen, da sonst wegen Trockenheit ein Teil der Pflanzen auf der Strecke bleibe. „Wasser ist ganz wichtig, der Boden ist schon wieder sehr trocken“, so Förster Piper. Zusammen mit seinem Kollegen Dahlmann ist er mit der Arbeit der Auszubildenden an diesem sonnigen Tag im Wald von Karlsburg sehr zufrieden.

Cornelia Meerkatz

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