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Greifswald Zweihundert Jahre Baden
Vorpommern Greifswald Zweihundert Jahre Baden
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00:00 06.06.2017
Das Gebäude präsentiert sich nach der Modernisierung mondän und hat seine maritime Anmutung behalten. Quelle: Foto: Christian Rödel

Putbus. Das Badehaus in dem kleinen Waldgebiet Goor bei Lauterbach ist heute eine der ersten Adressen Rügens.

Vor 200 Jahren wurde der Badebetrieb von Putbus hierher verlegt. Zuvor gab es das Bussertsche Badehaus in Putbus für die warmen Seebäder und in Neuendorf einen Badeplatz für die kalten Seebäder.

Der Putbusser Graf Wilhelm Malte I. (1783 bis 1854, ab 1807 Fürst) ließ eine Allee nach Lauterbach Richtung Badehaus anlegen. Er prägte entscheidend Park und Schloss Putbus, legte den Grundstein für die Residenzstadt und den Badeort, der als ältester Pommerns gilt. Laut der Kunsthistorikerin und Architektin Juliane Mayer erfolgte die Grundsteinlegung für die drei Giebelhäuser des Badehauses am 5. August 1817. Sie wurden später durch eine Blendfassade, einen hölzernen Gang mit 18 dorischen Säulen, verbunden. Architekt war Johann Gottfried Steinmeyer (1780 bis 1851). Seit 1818 hieß es Friedrich-Wilhelm-Bad. Noch in der Regierungszeit Wilhelm Malte I. folgten Um- und Anbauten, die Küstenlandschaft inklusive der Goor wurde parkähnlich gestaltet. Mayer schätzt ein, dass die Residenzstadt und die Küstenlandschaft Teil einer idealen Landschaft bilden sollten. Das Badehaus Goor entwickelte sich später zu einem vornehmen Seebad. So haben hier beispielsweise Otto von Bismarck, Alexander von Humboldt und Elisabeth von Arnim logiert. Putbus gilt als das älteste Seebad der Insel Rügen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Badehaus Ferienheim des VEB

Bandstahlkombinat „Hermann Matern“ Eisenstadt. Ab 1993 stand es über ein Jahrzehnt leer. Vor 20 Jahren wurde ein Hotelneubau angegliedert.

E. Oberdörfer

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